Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektroakupunktur senkt Bluthochdruck um 50 Prozent

30.03.2005


Tests mit Ratten viel versprechend abgeschlossen



Akupunktur kann in Kombination mit elektronischer Stimulation einen hohen Blutdruck senken. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of California gekommen. Bei Tests mit Ratten konnte der erhöhte Blutdruck mit diesem Verfahren um 50 Prozent verringert werden. Derzeit wird getestet, ob bei Menschen mit Bluthochdruck der gleiche Effekt erzielt werden kann. Die Ergebnisse der Tests mit Tieren wurden im Journal of Applied Physiology veröffentlicht.



Das Team um John Longhurst setzte die Akupunktur an spezifischen Punkten der Vorderläufe von Ratten mit künstlich erhöhtem Blutdruck ein. Den Vorderläufen entsprechen beim Menschen die Innenseiten der Unterarme knapp oberhalb des Handgelenks. Die Akupunktur alleine hatte laut BBC keine Auswirkungen auf den Blutdruck. Als ein geringer niederfrequenter elektrischer Strom durch die Nadeln geleitet wurde, sank der Blutdruck um 40 bis 50 Prozent. Eine 30 Minuten dauernde Sitzung verringerte den Blutdruck bei den Tieren um 25mmHg. Diese Wirkung hielt für fast zwei Stunden lang an.

Laut Longhurst sei damit nachgewiesen, das Akupunktur eine ausgezeichnete Ergänzung zu anderen Behandlungsansätzen sein könne. Dabei denke er vor allem an den Herzbereich. "Diese Art der Elektroakupunktur ist nur bei einem erhöhten Blutdruck wie bei Hypertonie wirksam. Die Behandlung hat keinen Einfluss auf normale Blutdruckwerte." Die Akupunktur aktiviere die Freisetzung von Chemikalien in Gehirn, die ihrerseits die Reaktion des Herz-Kreislauf-Systems dämpften. Damit würde die Aktivität des Herzens verringert und sein Bedarf an Sauerstoff. Beides könne in der Folge den Blutdruck senken und fördere so die Heilung bei einer Reihe von Herzerkrankungen wie Herzanfällen oder Bluthochdruck.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.uci.edu
http://jap.physiology.org

Weitere Berichte zu: Akupunktur Blutdruck Bluthochdruck Elektroakupunktur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Entscheidung über Attraktivität fällt in Millisekunden
24.09.2018 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

nachricht Wasserelektrolyse hat Potenzial zur Gigawatt-Industrie
18.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kupfer-Aluminium-Superatom

Äußerlich sieht der Cluster aus 55 Kupfer- und Aluminiumatomen aus wie ein Kristall, chemisch hat er jedoch die Eigenschaften eines Atoms. Das hetero-metallische Superatom, das Chemikerinnen und Chemiker der Technischen Universität München (TUM) hergestellt haben, schafft die Voraussetzung für die Entwicklung neuer, kostengünstiger Katalysatoren.

Chemie kann teuer sein. Zum Reinigen von Abgasen beispielsweise benutzt man Platin. Das Edelmetall dient als Katalysator, der chemische Reaktionen...

Im Focus: Hygiene im Handumdrehen – mit neuem Netzwerk „CleanHand“

Das Fraunhofer FEP beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Entwicklung von Prozessen und Anlagen zur Reinigung, Sterilisation und Oberflächenmodifizierung. Zur Bündelung der Kompetenzen vieler Partner wurde im Mai 2018 das Netzwerk „CleanHand“ zur Entwicklung von Systemen und Technologien für saubere Oberflächen, Materialien und Gegenstände ins Leben gerufen. Als Partner von „CleanHand“ präsentiert das Fraunhofer FEP im Rahmen der Messe parts2clean, vom 23.-25. Oktober 2018, in Stuttgart, am Stand der Fraunhofer-Allianz Reinigungstechnik (Halle 5, Stand C31), das Netzwerk sowie aktuelle Forschungsschwerpunkte des Institutes im Bereich Hygiene und Reinigung.

Besonders um die Hauptreisezeiten gehen vermehrt Testberichte und Studien über die Reinheit von europäischen Raststätten, Hotelbetten und Freibädern durch die...

Im Focus: Hygiene at your fingertips with the new CleanHand Network

The Fraunhofer FEP has been involved in developing processes and equipment for cleaning, sterilization, and surface modification for decades. The CleanHand Network for development of systems and technologies to clean surfaces, materials, and objects was established in May 2018 to bundle the expertise of many partnering organizations. As a partner in the CleanHand Network, Fraunhofer FEP will present the Network and current research topics of the Institute in the field of hygiene and cleaning at the parts2clean trade fair, October 23-25, 2018 in Stuttgart, at the booth of the Fraunhofer Cleaning Technology Alliance (Hall 5, Booth C31).

Test reports and studies on the cleanliness of European motorway rest areas, hotel beds, and outdoor pools increasingly appear in the press, especially during...

Im Focus: Neue Therapien bei Gefäßerkrankungen

Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) vom 12. bis 15. September in Münster stellten Gefäßspezialisten aus ganz Deutschland die neuesten Therapien bei Gefäßerkrankungen vor. Vor allem in den Bereichen periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) und venöse Verschlusskrankheiten wie die Tiefe Venenthrombose (TVT) gibt gute Neuigkeiten für die Patienten. Viele der 720 Gefäßspezialisten, die an der Jahrestagung teilnahmen, stellten neueste Studienergebnisse vor.

Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Gefäßerkrankungen, allein rund fünf Millionen unter der „Schaufensterkrankheit“, medizinisch periphere...

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Fachkonferenz "Automatisiertes und autonomes Fahren"

25.09.2018 | Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kupfer-Aluminium-Superatom

25.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Mit Diamant und Laser kleinste Magnetfelder im Gehirn messen // Quantensensorik am Fraunhofer IAF

25.09.2018 | Physik Astronomie

Proof of Concept: Gentherapie bei mitochondrialen Erkrankungen

25.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics