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Zusammenhang zwischen starkem Computereinsatz und Glaukomen

16.11.2004


Starke User sind männlich und jüngeren Alters



Wissenschafter der Toho University School of Medicine haben nachgewiesen, dass starker Computereinsatz und das Auftreten von Glaukomen vor allem bei Kurzsichtigen zusammenhängen können. Ein Glaukom wird durch den erhöhten Flüssigkeitsdruck innerhalb des Auges ausgelöst, der auf die Nerven im hinteren Bereich Druck ausübt. Unbehandelt kann ein Glaukom zur Erblindung führen. Die im Journal of Epidemiology and Community Health veröffentlichten Studienergebnisse beruhen auf Daten von 10.000 japanischen Arbeitern. Die Autoren der Studie und andere Experten empfehlen laut BBC weitere Untersuchungen, da Kurzsichtige über ein erhöhtes Glaukomrisiko verfügen.



Das Team um Masayuki Tatemichi testete die Sehkraft von Arbeitern in vier verschiedenen japanischen Unternehmen, die je mehr als 5.000 Mitarbeiter beschäftigten. Die Teilnehmer wurden ersucht, Fragebögen über ihre Computernutzung, zuhause und bei der Arbeit, sowie über etwaige Augenerkrankungen auszufüllen. In der Folge wurden die Mitarbeiter je nach dem Ausmaß ihres Computereinsatzes in leichte, mittlere oder starke Nutzer eingeteilt. Die Computernutzung selbst wurde von weniger als fünf Jahren bis zu mehr als 20 Jahren in vier Blöcke von fünf Jahren aufgeteilt. Die durchschnittlich vor dem Bildschirm verbrachte Zeit wurde von weniger als eine Stunde bis zu mehr als acht Stunden auf einmal ebenfalls in vier Blöcke aufgeteilt.

Jene Teilnehmer, die sich als starke Nutzer erwiesen, waren eher Männer und jüngeren Alters. Insgesamt zeigte sich, dass 522 (5,1 Prozent) über Anomalien des Blickfeldes verfügten. Starke Nutzer waren zusätzlich eher weit- oder kurzsichtig. Rund ein Drittel dieser Arbeiter standen in Glaukomverdacht. Die weitere Untersuchung zeigte, dass ein Zusammenhang zwischen einem vermuteten Glaukom und Kurzsichtigkeit zu bestehen schien. Die genauen Ursachen für diesen Zusammenhang sind derzeit nicht bekannt. Die Forscher gehen jedoch davon aus, dass Kurzsichtige für computerbedingte Augenkrankheiten anfälliger sein könnten.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.med.toho-u.ac.jp
http://jech.bmjjournals.com

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