Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fitness und Gesundheit ist Deutschen 60 Mrd. Euro wert

09.04.2008
Gesundheitsbewusstsein in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen

Pro Jahr gibt jeder deutsche Bundesbürger zusätzlich zur Krankenversicherung rund 900 Euro für seine Gesundheit aus. Dieses Geld wird in erster Linie in Vorsorgeuntersuchungen, Alternativmedizin, Wellness, Sport und gesunde Ernährung investiert. Das ergab eine repräsentative Studie der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants, die gestern, Dienstag, im Vorfeld der Fitnessmesse Fibo vorgestellt wurde.

So umfasst der sogenannte "Zweite Gesundheitsmarkt", der alle privat finanzierten Dienstleistungen und Produkte darstellt, heute 60 Mrd. Euro. Das entspricht einer jährlichen Steigerung von sechs Prozent seit dem Jahr 2000. Darüber hinaus würden die Deutschen aber noch mehr in ihre Gesundheit investieren - wenn sie könnten. Die zusätzliche Nachfrage betrage 16 Mrd. Euro, allein das Angebot fehle, so die Studienautoren.

"Fast alle Bevölkerungsgruppen, unabhängig vom Einkommen, möchten zunehmend etwas für Ihre Gesundheit tun und nutzen gesundheitsfördernde Produkte und Dienstleistungen", erklärt Studienautor und Gesundheitsexperte Joachim Kartte. So hätten die Bundesbürger sich ihre Gesundheit in den vergangenen Jahren deutlich mehr kosten lassen, als die durchschnittlichen Einkommenssteigerungen hergäben. "Durch die zunehmende Berichterstattung über Gesundheit, verbunden mit immer neuen Angeboten ist auch ein selbstverstärkender Prozess in diesem Markt entstanden", fügt Karsten Neumann, Projektmanager im Bereich Pharma and Healthcare bei Roland Berger, gegenüber pressetext hinzu.

... mehr zu:
»Gesundheitsmarkt

Allerdings sei das Interesse am gesunden Leben nicht in der ganzen Bevölkerung gleich verteilt: Die Studie konnte fünf repräsentative Typen von Konsumenten ausmachen, deren Gesundheitsverhalten sich in allen Alters-, Einkommens- und Bildungsschichten widerspiegele. "Die Herausforderung für Unternehmen und für Präventionspolitik liegt gerade darin, dass man seine Zielgruppe nicht anhand soziodemografischer Merkmale identifizieren kann, sondern sie über ihre Einstellungen und ihr Verhalten erreichen muss", sagt Neumann.

So sind die "rundum Aktiven" sehr sportlich und interessieren sich für Wellnes. Sie geben einiges Geld für Vorsorge und Zusatzversicherungen aus, machen sich aber keine großen Gedanken um ihre Gesundheit. Die "sorglosen Sportler" sehen ihren Lebensinhalt im Trainieren, Gesundheit ist für sie dabei ein positiver Nebeneffekt. Die "traditionellen Minimalisten" hingegen haben kaum Interesse an Sport und Gesundheitsthemen. Ähnlich sieht es bei den "passiven Zauderern" aus, die zwar meinen, dass sie mehr für ihre Gesundheit tun sollten, es aber doch bei dem guten Vorsatz belassen. Die "selbstkritisch Interessierten" wiederum befassen sich oft und gern mit Gesundheitsthemen und stellen den Typ dar, der am meisten für Gesundheit ausgibt.

Unternehmen, die sich im "Zweiten Gesundheitsmarkt" betätigen wollen, rät Kartte: "Sie sollten diese Grundtypen kennen, damit sie wissen, wen sie wie ansprechen können." Dann erhielten die Kunden, was sie sich wünschen, und die Unternehmen könnten das Wachstum des "Zweiten Gesundheitsmarktes" für sich nutzen. Laut Studie seien die Ausgaben für Vorsorgemaßnahmen in den vergangenen zehn Jahren um zehn Prozent gestiegen. Auch die Investitionen in gesunde Lebensmittel hätten sich um acht Prozent erhöht. Zudem verzeichnete der Deutsche Sportstudioverband einen Anstieg der Mitgliederzahlen um 700.000 auf nunmehr 5,25 Mio., Tendenz weiter steigend.

Claudia Misch | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.fibo.de
http://www.rolandberger.de

Weitere Berichte zu: Gesundheitsmarkt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Blinddarmentzündungen bei Kindern: Ultraschall als erstes Mittel zur exakten Diagnose
28.11.2019 | Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)

nachricht Biologen der TU Dresden untersuchen Spermienqualität anhand ihres Stoffwechsels
28.11.2019 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Geminiden - Die Wünsch-dir-was-Sternschnuppen vor Weihnachten

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und des Hauses der Astronomie in Heidelberg - Die Geminiden, die Mitte Dezember zu sehen sind, sind der "zuverlässigste" der großen Sternschnuppen-Ströme mit bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde. Leider stört in diesem Jahr der Mond zur besten Beobachtungszeit.

Sie wurden nach dem Sternbild Zwillinge benannt: Die „Geminiden“ sorgen Mitte Dezember immer für ein schönes Sternschnuppenschauspiel. In diesem Jahr sind die...

Im Focus: Electronic map reveals 'rules of the road' in superconductor

Band structure map exposes iron selenide's enigmatic electronic signature

Using a clever technique that causes unruly crystals of iron selenide to snap into alignment, Rice University physicists have drawn a detailed map that reveals...

Im Focus: Das 136 Millionen Atom-Modell: Wissenschaftler simulieren Photosynthese

Die Umwandlung von Sonnenlicht in chemische Energie ist für das Leben unerlässlich. In einer der größten Simulationen eines Biosystems weltweit haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen komplexen Prozess an einem Bestandteil eines Bakteriums nachgeahmt – am Computer, Atom um Atom. Die Arbeit, die jetzt in der renommierten Fachzeitschrift „Cell“ veröffentlicht wurde, ist ein wichtiger Schritt zum besseren Verständnis der Photosynthese in einigen biologischen Strukturen. An der internationalen Forschungskooperation unter Leitung der University of Illinois war auch ein Team der Jacobs University Bremen beteiligt.

Das Projekt geht zurück auf eine Initiative des inzwischen verstorbenen, deutsch-US-amerikanischen Physikprofessors Klaus Schulten von der University of...

Im Focus: Developing a digital twin

University of Texas and MIT researchers create virtual UAVs that can predict vehicle health, enable autonomous decision-making

In the not too distant future, we can expect to see our skies filled with unmanned aerial vehicles (UAVs) delivering packages, maybe even people, from location...

Im Focus: Freiformflächen bis zu 80 Prozent schneller schlichten: Neue Werkzeuge und Algorithmen für die Fräsbearbeitung

Beim Schlichtfräsen komplexer Freiformflächen können Kreissegment- oder Tonnenfräswerkzeuge jetzt ihre Vorteile gegenüber herkömmlichen Werkzeugen mit Kugelkopf besser ausspielen: Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen entwickelte im Forschungsprojekt »FlexiMILL« gemeinsam mit vier Industriepartnern passende flexible Bearbeitungsstrategien und implementierte diese in eine CAM-Software. Auf diese Weise lassen sich große frei geformte Oberflächen nun bis zu 80 Prozent schneller bearbeiten.

Ziel im Projekt »FlexiMILL« war es, für die Bearbeitung mit Tonnenfräswerkzeugen nicht nur neue, verbesserte Werkzeuggeometrien zu entwickeln, sondern auch...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

QURATOR 2020 – weltweit erste Konferenz für Kuratierungstechnologien

04.12.2019 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Arbeit

03.12.2019 | Veranstaltungen

Intelligente Transportbehälter als Basis für neue Services der Intralogistik

03.12.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vulkan „F“ ist der Ursprung der schwimmenden Steine

09.12.2019 | Geowissenschaften

Magnetschwebetrennung in der Drogenfahndung - Analyse illegaler Substanzen in Pulver durch magnetische Levitation

09.12.2019 | Biowissenschaften Chemie

Luftverschmutzung: IASS legt erstes Emissionsinventar für Nepal vor

09.12.2019 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics