Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Langsame Angleichung der Frauen- an die Männerverdienste

06.03.2002


Wie Destatis, das Statistische Bundesamt, zum Internationalen Frauentag am 8. März mitteilt, verdienten Frauen im Jahr 2001 weiterhin deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. So erreichten die vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen im Produzierenden Gewerbe, Handel, Kredit- und Versicherungsgewerbe im Oktober 2001 mit 2 294 Euro 79,0 % des Männerverdienstes (2 904 Euro). Günstiger fiel diese Relation in den neuen Bundesländern aus. Hier kamen die Frauen auf 87,4 % des Durchschnittsverdienstes der Männer bei allerdings erheblich niedrigerem Niveau (1 846 Euro gegenüber 2 111 Euro).

In längerfristiger Betrachtung zeigt sich eine allmähliche Annäherung der Frauenverdienste an die der Männer. Im Jahr 1957 erzielten in der damaligen Bundesrepublik Deutschland Arbeiterinnen 57,3 % und weibliche Angestellte 55,3 % des jeweiligen Männerverdienstes. In den 44 Jahren seither hat sich diese Relation auf 73,6 % bei Arbeitern und auf 70,8 % bei Angestellten erhöht.

Die aktuellen Verdienstunterschiede dürften im Wesentlichen darauf zurückgehen, dass Frauen häufiger als Männer mit weniger anspruchsvollen und deswegen geringer entlohnten Arbeiten beschäftigt werden. So sind beispielsweise 12 % der Arbeiterinnen als Fachkräfte und 45 % als ungelernte Kräfte eingesetzt, bei Arbeitern machen dagegen die Anteile von Facharbeitern 58 % und von ungelernten Kräften 11 % aus. Von den weiblichen Angestellten arbeiten 38 % als Bürofachkräfte und ungelernte Kräfte, von den männlichen dagegen nur 14 %. In den neuen Ländern sind diese Unterschiede schwächer ausgeprägt; hieraus erklären sich zum Teil die geringeren Verdienstunterschiede.

Zu beachten ist auch der unterschiedliche Frauenanteil in den Wirtschaftszweigen. Er beträgt beispielweise im Einzelhandel – einem Wirtschaftszweig mit relativ niedrigen Verdiensten – rund 60 %, im Produzierenden Gewerbe mit seinem relativ hohen Verdienstniveau dagegen nur 18 %. Im Produzierenden Gewerbe beschäftigen wiederum die Branchen mit dem niedrigsten Verdienstniveau – etwa das Leder-, Bekleidungs- und Textilgewerbe – besonders viele Frauen.

Weitere Auskünfte erteilt: Peter Kaukewitsch,
Telefon: (0611) 75-2688,
E-Mail: peter.kaukewitsch@destatis.de


Peter Kaukewitsch | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/

Weitere Berichte zu: Gewerbe Männerverdienst Produzierend Relation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Im Focus: Neue interaktive Software: Maschinelles Lernen macht Autodesigns aerodynamischer

Neue Software verwendet erstmals maschinelles Lernen um Strömungsfelder um interaktiv designbare 3D-Objekte zu berechnen. Methode wird auf der renommierten SIGGRAPH-Konferenz vorgestellt

Wollen Ingenieure oder Designer die aerodynamischen Eigenschaften eines neu gestalteten Autos, eines Flugzeugs oder anderer Objekte testen, lassen sie den...

Im Focus: New interactive machine learning tool makes car designs more aerodynamic

Scientists develop first tool to use machine learning methods to compute flow around interactively designable 3D objects. Tool will be presented at this year’s prestigious SIGGRAPH conference.

When engineers or designers want to test the aerodynamic properties of the newly designed shape of a car, airplane, or other object, they would normally model...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

Das Architekturmodell in Zeiten der Digitalen Transformation

14.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungsnachrichten

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Workshop zum Sensordatenmanagement im September

16.08.2018 | Seminare Workshops

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics