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Deutsche Erwerbslosenquote im internationalen Vergleich

11.12.2001


Wie Destatis, das Statistische Bundesamt, mitteilt, lag die standardisierte saisonbereinigte Erwerbslosenquote in Deutschland im November 2001 wie bereits im Vormonat bei 8,0 %. Sie war damit im Oktober 2001 etwas niedriger als in der Eurozone mit 8,4 %, aber geringfügig höher als in der gesamten Europäischen Union (EU) mit 7,7 %. Im Vorjahresvergleich ging die Erwerbslosenquote der Eurozone (einschließlich Griechenland) und der EU im Oktober um 0,2 Prozentpunkte zurück, in Deutschland nahm sie um 0,3 Prozentpunkte zu.

Die standardisierte saisonbereinigte Erwerbslosenquote wird für Deutschland gemeinsam von der Bundesanstalt für Arbeit und Destatis nach Verfahren ermittelt, die von der Europäischen Union festgelegt sind. Jahreszeitlich bedingte Schwankungen sind ausgeschaltet. Vergleichbare Angaben für andere Mitgliedstaaten der EU veröffentlicht das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat).

Die Eurozone zeigt bei den Erwerbslosenquoten starke regionale Unterschiede. Fünf Mitgliedstaaten – Spanien (12,9 %), Griechenland (Jahresdurchschnitt 2000: 11,1 %), Italien (Juli 2001: 9,4 %), Finnland (9,1 %) und Frankreich (8,7 %) – waren im Oktober 2001 oder in dem Zeitraum, für den die aktuellsten vergleichbaren Angaben vorliegen, stärker als Deutschland von Erwerbslosigkeit betroffen. Wesentlich niedrigere Quoten verzeichneten die Niederlande (September 2001: 2,2 %) und Luxemburg (Oktober 2001: 2,5 %).

In allen Mitgliedstaaten der Eurozone sind überdurchschnittlich viele junge Menschen erwerbslos. Mit 9,6 % lag die saisonbereinigte standardisierte Erwerbslosenquote im Oktober 2001 für die unter 25-Jährigen in Deutschland jedoch wesentlich niedriger als in der Eurozone mit 16,4 %. Nur Luxemburg (7,4 %), Irland (6,3 %), Österreich (6,1 %) und die Niederlande (September 2001: 4,3 %) schnitten bei dieser Personengruppe besser ab als Deutschland . Noch deutlichere Unterschiede zeigten sich bei den Frauen unter 25 Jahren. Ihre Erwerbslosenquote lag im Oktober 2001 in der Eurozone mit 18,0 % mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland mit 8,4 %.

Die standardisierte saisonbereinigte Erwerbslosenquote – Zahl der Erwerbslosen in Prozent aller Erwerbspersonen in Privathaushalten ohne Wehr- und Zivildienstleistende – dient internationalen Vergleichen und folgt einheitlichen vom Internationalen Arbeitsamt (ILO) aufgestellten Normen. Sie ist wegen vielfältiger Abgrenzungsunterschiede nicht mit der für Deutschland geltenden Arbeitslosenquote der Bundesanstalt für Arbeit – Zahl der registrierten Arbeitslosen in Prozent der zivilen Erwerbspersonen – vergleichbar.

Weitere Ergebnisse zeigt die folgende Tabelle:

Standardisierte Erwerbslosenquote in Prozent

Jahr/Monat

Deutschland

Europäische Union

Eurozone 1)

Jahresdurchschnitt

1997

 

9,9

10,6

11,5

1998

 

9,3

9,9

10,8

1999

 

8,6

9,1

9,9

2000

 

7,9

8,2

8,9

Monatsmitte

Saisonbereinigt

2000

Oktober

7,7

7,9

8,6

November

7,7

7,9

8,6

Dezember

7,7

7,8

8,5

2001 

Januar

7,7

7,8

8,5

Februar

7,7

7,7

8,4

März

7,8

7,7

8,4

April

7,8

7,7

8,4

Mai

7,8

7,7

8,4

Juni

7,9

7,7

8,4

Juli

7,9

7,7

8,4

August

7,9

7,7

8,3

September

7,9

7,7

8,4

Oktober

8,0

7,7

8,4

November

8,0

 

 

1) EU ohne Dänemark, Schweden und Vereinigtes Königreich.

Quelle: Eurostat, Bundesanstalt für Arbeit und Destatis

Weitere Auskünfte erteilt: Liane Ritter, Telefon: (0611) 75-2270, E-Mail: erwerbstaetigkeit@destatis.de


Liane Ritter | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/ 

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