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10 % des deutschen Außenhandels im Jahr 2000 mit den Beitrittskandidaten zur Europäischen Union

12.07.2001


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden mit den 13 Beitrittskandidaten zur Europäischen Union (EU) im Jahr 2000 etwa 10 % des deutschen Außenhandels abgewickelt. Auf dem EU-Gipfel Ende 1999 in Helsinki wurden mit den Staaten Malta, Türkei, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Tschechische Republik, Slowakei, Slowenien und Zypern insgesamt 13 Beitrittskandidaten für die EU-Erweiterung bestimmt. Für die deutsche Außenwirtschaft sind diese Länder, in denen insgesamt knapp 170 Mill. Menschen leben, ein Markt von zunehmender Bedeutung und Perspektive.

Die deutschen Ausfuhren in die 13 beitrittswilligen Länder sind in den vergangenen Jahren sprunghaft gestiegen. Während im Jahr 1993 noch Waren im Wert von insgesamt 39,9 Mrd. DM in diese Ländergruppe ausgeführt wurden, waren es im Jahr 2000 bereits 112,6 Mrd. DM. Dies entspricht einer Steigerung von 183 %. Der Anteil der Exporte in das Gebiet der 13 Beitrittskandidaten an den Gesamtausfuhren Deutschlands nahm von 6,3 % im Jahr 1993 auf 9,6 % im Jahr 2000 zu. Größter Handelspartner Deutschlands innerhalb dieser Staatengruppe ist Polen, gefolgt von der Tschechischen Republik und Ungarn. Der Anteil der Exporte nach Polen an den Gesamtausfuhren in die beitrittswilligen Länder betrug im Jahr 2000 25 % (1993: 24 %). Hierbei war vor allem der Handel mit Maschinen und Chemischen Erzeugnissen von Bedeutung.

Ähnlich expansiv haben sich auch die deutschen Einfuhren aus dieser Ländergruppe entwickelt. Die Importe stiegen von 1993 bis 2000 um insgesamt 199 %. Der Anteil der Einfuhren aus den beitrittswilligen Ländern an den deutschen Gesamteinfuhren stieg in dieser Zeit von 6,0 % auf 9,6 %. Wichtigster Handelspartner bei der Einfuhr war im Jahr 2000 die Tschechische Republik gefolgt von Polen und Ungarn. Auf diese drei Länder entfielen mehr als zwei Drittel aller Importe aus der Ländergruppe der Beitrittskandidaten. Aus der Tschechischen Republik wurden überwiegend Kraftwagen und Kraftwagenteile sowie Maschinen eingeführt.

Der deutsche Außenhandel mit EU-Beitrittskandidaten
- Spezialhandel -

Bestimmungsland
bzw.
Ursprungsland

1993

1997

1998

1999

2000

Januar
bis
März
2001

Rangfolge
als Handels-
partner
Deutsch-
lands 2000

Mill. DM

 

Ausfuhr

Insgesamt

39 850

79 181

92 198

90 993

112 626

28 556

x

Malta

457

424

468

494

648

177

76

Türkei

8 423

13 769

13 629

11 496

16 315

3 058

17

Estland

171

659

765

606

846

214

66

Lettland

349

888

1 101

938

1 214

304

56

Litauen

502

1 657

1 808

1 463

1 790

478

50

Polen

9 702

20 666

24 136

24 132

28 367

7 219

10

Tschechische Republik

7 654

16 499

18 743

19 632

25 028

7 145

13

Slowakei

1 403

4 565

6 200

5 515

6 502

1 786

33

Ungarn

5 158

11 665

15 269

16 589

20 148

5 134

14

Rumänien

1 806

3 147

4 063

3 900

4 894

1 270

37

Bulgarien

905

1 103

1 395

1 412

1 715

425

52

Slowenien

2 465

3 575

3 965

4 052

4 453

1 160

38

Zypern

855

564

656

764

706

186

74

 

Einfuhr

Insgesamt

34 030

63 498

76 007

84 606

101 783

27 576

x

Malta

353

376

391

487

549

129

72

Türkei

6 663

9 925

10 736

11 078

12 065

3 049

21

Estland

166

457

337

419

683

144

66

Lettland

294

660

604

627

788

225

64

Litauen

322

904

971

1 026

1 172

347

55

Polen

8 639

14 357

16 444

18 030

23 303

6 380

14

Tschechische Republik

6 436

13 831

17 182

19 867

25 168

6 701

13

Slowakei

1 491

4 181

6 043

6 253

6 690

1 994

29

Ungarn

4 526

10 857

14 588

17 528

20 704

5 784

16

Rumänien

1 370

2 786

3 193

3 490

4 105

1 114

37

Bulgarien

573

928

1 048

969

1 162

333

56

Slowenien

2 998

4 131

4 348

4 723

5 038

1 261

33

Zypern

Dorothee Blang, | Mitteilung für die Presse

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