Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kooperative Phänomene im Festkörper: Metall-Isolator-Übergänge und Ordnung mikroskopischer Freiheitsgrade

18.12.2006
DFG genehmigt dem Augsburger Physik-SFB 484 ein zusätzliches Teilprojekt

Die jüngst nach Augsburg berufene Physikerin Christine Kuntscher arbeitet an der "Charakterisierung des Mott-Metall-Isolator-Übergangs durch optische Spektroskopie unter Druck".

Die DFG hat dem Augsburger Sonderforschungsbereich "Kooperative Phänomene im Festkörper: Metall-Isolator-Übergänge und Ordnung mikroskopischer Freiheitsgrade" (SFB 484) ein von Prof. Dr. Christine Kuntscher beantragtes Teilprojekt (E9) bewilligt. Durch den erfolgreichen Nachantrag Kuntschers, die erst seit einem knappen halben Jahr Professorin am Institut für Physik der Universität Augsburg ist, erhöht sich die Zahl der Teilprojekte im SFB 484 von bislang 15 auf 16.

Prof. Dr. Christine Kuntscher, zuvor Leiterin einer eigenen Emmy Noether-Nachwuchsgruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Universität Stuttgart, ist seit August 2006 am Augsburger Physik-Institut Inhaberin einer Professur für Festkörperphysik mit spezieller Ausrichtung auf Spektroskopie mit Synchrotronstrahlung/Neutronen oder Tiefe Temperaturen. Sie ist Expertin für optische Messungen unter hohem Druck. Diese Technik ist hervorragend geeignet, um Materialien zu untersuchen, die ihre Leitfähigkeit in Abhängigkeit von äußeren Parametern drastisch ändern können.

Druckabhängiges Verhalten elektronisch stark korrelierter Materialien

Im Rahmen des von ihr nachbeantragten und von der DFG jetzt bewilligten SFB 484-Teilprojekts "Charakterisierung des Mott-Metall-Isolator-Übergangs durch optische Spektroskopie unter Druck" wird Kuntscher als Leiterin dieses Teilprojekts das optische Verhalten elektronisch stark korrelierter Materialien über einen breiten Frequenzbereich in Abhängigkeit des äußeren Drucks untersuchen.

"Spitzensonderforschungsbereich in Deutschland"

Der im Jahr 2000 eingerichtete Augsburger Physik-SFB 484 "Kooperative Phänomene im Festkörper: Metall-Isolator-Übergänge und Ordnung mikroskopischer Freiheitsgrade" ist von der DFG Ende 2005 zum zweiten Mal verlängert und mit einem Finanzvolumen von 5,4 Mio. Euro auf weitere vier Jahre genehmigt worden. In der Begründung der Verlängerung wurde dieser SFB vom internationalen Gutachtergremium als "Spitzen-Sonderforschungsbereich in Deutschland" mit hervorragender wissenschaftlicher Kohärenz bezeichnet.

"Bestätigung der Qualität unserer Arbeit"

"Nachdem bei der zweiten Verlängerung vor einem Jahr die 15 beantragten Teilprojekte ohne Ausnahme genehmigt wurden", so der SFB 484-Sprecher Prof. Dr. Dieter Vollhardt, "sehen wir in der Bewillligung des von unserer neuen Kollegin Kuntscher nachbeantragten 16. Teilprojekts eine Bestätigung der uns bei der zweiten Verlängerung bereits attestierten Qualität unserer Arbeit."

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Christine Kuntscher
Universität Augsburg
Institut für Physik
Telefon: 0821/598-3315
christine.kuntscher@physik.uni-augsburg.de
Prof. Dr. Dieter Vollhardt
Universität Augsburg
Lehrstuhl für Theoretische Physik III/EKM
Sonderforschungsbereich 484
Telefon: 0821/598-3700
dieter.vollhardt@physik.uni-augsburg.de

Klaus P. Prem | idw
Weitere Informationen:
http://www.physik.uni-augsburg.de/sfb484/
http://www.physik.uni-augsburg.de/exp2/kuntscher/kuntscher.shtml

Weitere Berichte zu: DFG Metall-Isolator-Übergang

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung
17.07.2018 | Österreichische Akademie der Wissenschaften

nachricht Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?
16.07.2018 | Forschungsverbund Berlin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Optische Kontrolle von Herzfrequenz oder Insulinsekretion durch lichtschaltbaren Wirkstoff

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umweltressourcen nachhaltig nutzen

17.07.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation

17.07.2018 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics