Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ultradünnes Glas von SCHOTT in der Halbleiter- und Elektronikindustrie im Einsatz

03.09.2015

SCHOTT ermöglicht Innovationen in Anwendungen wie Chip Packaging, Carrier-Wafern und Touch-Sensoren

Der Technologiekonzern SCHOTT ist einer der wenigen Spezialglasexperten weltweit, der ultradünnes Glas dünner als 100 Mikrometer zuverlässig herstellen kann – und das auch noch aus mehreren Glasarten mit diversen Materialeigenschaften.


Flexibles Glas, dünner als ein menschliches Haar, ermöglicht viele neue Anwendungen in der Elektronik- und Halbleiterindustrie. Foto: SCHOTT


SCHOTT stellt ultradünnes Glas im proprietären Down-Draw-Prozess her. Foto: SCHOTT

Die Halbleiterindustrie designed zunehmend Produkte mit dünnen Glassubstraten für Chip Packaging und Interposer-Anwendungen. SCHOTT ist zudem das einzige Unternehmen weltweit, das ultradünnes Glas in chemisch gehärteter Form anbietet, zum Beispiel für den Einsatz in Sensor-Applikationen in elektronischen Geräten.

SCHOTT stellt seine innovativen Anwendungen aus ultradünnem Glas auf der SEMICON Taiwan vom 2. bis 4. September 2015 in Taipeh aus (Stand 2853).

Glas als anorganisches Material bietet gegenüber herkömmlichen, organischen Materialien technische Vorteile im Bereich von Chip Packaging. Die Leistung von Mikroprozessoren nimmt kontinuierlich zu, ihre Dicke verringert sich von Produktgeneration zu Produktgeneration.

Die lokal entstehende Wärme der kleinen Herzstücke der mobilen Endgeräte führt bei Verwendung organischer Substratmaterialien zu Durchbiegung und kann so Zuverlässigkeitsprobleme verursachen. Ultradünnes Glas weist eine sehr hohe Formstabilität über einen großen Temperaturbereich hinweg auf und bietet gleichzeitig die Basis für extrem flache Formfaktoren der Chipgehäuse.

SCHOTT bietet mit seinem AF 32® eco ein Glas an, dessen thermischer Ausdehnungskoeffizient dem von Silizium entspricht und somit mit der Materialbasis der Prozessoren kompatibel ist. Auch für Interposer-Anwendungen ist dieses ultradünne Glas geeignet.

„Wir sind mit relevanten Zulieferern der –Industrie im Gespräch, die großes Interessen an unseren Lösungen zeigen. Wir sind überzeugt, dass unser ultradünnes Glas in Kürze einen festen Platz in den Serienproduktionsprozessen der Halbleiterindustrie einnehmen wird“, so Dr. Rüdiger Sprengard, Director New Business Ultra-Thin Glass bei SCHOTT Advanced Optics.

Für eine sichere Verarbeitung der dünnen Glassubstrate besteht die Möglichkeit für temporär gebondete Carrier-Systeme. Hier wird ein Carrier aus Dünnglas mit einer Dicke von zum Beispiel 400 Mikrometern mit einem Wafer aus ultradünnem Glas, rund 100 Mikrometer dick, entweder mit Hilfe von Klebstoffen oder auch ohne Verwendung von Klebstoffen temporär gebondet. Nach dem Bearbeitungsprozess können die beiden Elemente wieder voneinander getrennt werden.

SCHOTT bietet außerdem als einziges Unternehmen weltweit chemisch gehärtetes ultradünnes Glas an. Da das D 263® Glas Alkali-Ionen enthält, lässt es sich mittels Ionenaustausch zuverlässig härten. Dies eröffnet die Möglichkeit, hauchdünnes, aber robustes („toughes“) Glas als Abdeckscheibe einzusetzen. Das chemisch gehärtete hochdünne Glas bietet eine um den Faktor 4 gesteigerte Festigkeit gegenüber nicht gehärteten Gläsern.

„Ultradünnes Glas wird im Smartphone der Zukunft eine große Rolle spielen, so z.B., um Fingerabdrücke ablesbar zu machen und somit ein Erkennungssystem für Online-Bezahlsysteme zu ermöglichen“, so Sprengard. SCHOTT bietet mit seinem im proprietären Downdraw-Verfahren hergestellten D 263® somit eine Glaslösung an, die auf Grund seiner hohen dielektrischen Konstante sowohl die von der Industrie gewünschte Performance erfüllt, als auch dem Kostendruck in der Elektronikbranche Rechnung trägt.

Auch an weiteren Anwendungen für das Internet of Things (IoT) wird bei SCHOTT gearbeitet: zur Herstellung von Akkus der nächsten Generation, sogenannten Dünnschichtbatterien oder Solid-State-Batterien, ist ultradünnes Glas geeignet. Es handelt sich hier um Mikrobatterien, die eine sehr gute Ladekapazität, eine lange Lebensdauer, eine besonders kompakte Bauform und geringe Herstellkosten aufweisen müssen.

Da im Herstellprozess sehr hohe Temperaturen angewandt werden, ist Glas als Substratmaterial bestens geeignet. Wieder aufladbare Mikrobatterien werden Anwendung zum Beispiel in Gebrauchsgegenständen mit Internetverbindung wie Wearables, kleinen Sicherheitskameras oder Chipkarten mit Displays wie Push-Tan-Generatoren für Online-Banking finden.

„Hier bietet sich unser D 263® Glas als Substrat an, denn es weist einen thermischen Ausdehnungskoeffizienten auf, der dem der gesputterten Kathodenmaterialien im Batteriekern entspricht“, erklärt Sprengard.

Weitere Informationen: http://www.schott.com/advanced_optics/german/products/wafers-and-thin-glass/glass-wafer-and-substrates/glass-wafer-and-substrates/index.html


Pressekontakt

SCHOTT AG
Dr. Haike Frank
Public Relations Manager
Phone: +49 (0)6131 - 66 4088
haike.frank@schott.com
www.schott.com


ÜBER SCHOTT

SCHOTT ist ein international führender Technologiekonzern auf den Gebieten Spezialglas und Glaskeramik. Mit der Erfahrung von über 130 Jahren herausragender Entwicklungs-, Material- und Technologiekompetenz bietet das Unternehmen ein breites Portfolio hochwertiger Produkte und intelligenter Lösungen an. Damit ist SCHOTT ein innovativer Partner für viele Branchen, zum Beispiel die Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Elektronik, Optik, Automotive und Aviation. SCHOTT hat das Ziel, mit seinen Produkten zu einem wichtigen Bestandteil im Leben jedes Menschen zu werden. Das Unternehmen setzt auf Innovationen und nachhaltigen Erfolg. Mit Produktions- und Vertriebsstandorten in 35 Ländern ist der Konzern weltweit präsent. Rund 15.400 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2013/2014 einen Umsatz von 1,87 Milliarden Euro. Die Muttergesellschaft SCHOTT AG hat ihren Hauptsitz in Mainz und ist zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung. Als Stiftungsunternehmen nimmt SCHOTT eine besondere Verantwortung für Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt wahr.

Pressekontakt
SCHOTT AG - Hattenbergstrasse 10 - 55122 Mainz - Deutschland
Phone: +49 (0)6131/66-2411 - www.schott.com

Dr. Haike Frank | SCHOTT AG

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht dormakaba auf der Messe BAU 2019: Smarte Systemlösungen für sichere Zugänge
16.10.2018 | dormakaba Deutschland GmbH

nachricht Internationale Medizintechnikexperten zeigen auf der COMPAMED die Trends der Zukunft
10.10.2018 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf dem Weg zu maßgeschneiderten Naturstoffen

Biotechnologen entschlüsseln Struktur und Funktion von Docking Domänen bei der Biosynthese von Peptid-Wirkstoffen

Mikroorganismen bauen Naturstoffe oft wie am Fließband zusammen. Dabei spielen bestimmte Enzyme, die nicht-ribosomalen Peptid Synthetasen (NRPS), eine...

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Natürlich intelligent

19.10.2018 | Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Entzündungsprozesse beeinträchtigen Nervenregeneration im Alter

19.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Auf dem Weg zu maßgeschneiderten Naturstoffen

19.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Magnetische Sensoren ermöglichen richtungsabhängige Temperaturmessung

19.10.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics