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TH Wildau mit innovativen Telematik-Lösungen auf der Internationalen Funkausstellung 2012 in Berlin

31.08.2012
Zur Internationalen Funkausstellung 2012 in Berlin stellt die Technische Hochschule Wildau im Themenbereich „TecWatch“ auf dem Gemeinschaftsstand „Forschungsmarkt Berlin-Brandenburg“ (Halle 11.1, Stand-Nr. 2) innovative Lösungen aus dem Lehr- und Forschungsgebiet Angewandte Informatik/Telematik vor.

„proFIF“ heißt ein neuartiges System zur automatischen Temperaturregelung in Räumen, das von einem Team um Prof. Birgit Wilkes entwickelt wurde. Das Grund-prinzip der funkgestützten Lösung besteht darin, dass in Zeiten, in denen ein Raum durch seine Bewohner nicht genutzt wird, die Raumtemperatur abgesenkt und somit Energie und Geld gespart werden kann.


Intelligente Einzelraum-Heizungsregelung
Foto: TH Wildau / Wilkes

Bei den bisher am Markt erhältlichen Systemen muss der Benutzer die Zeiten seiner Abwesenheit jeweils selbst programmieren. proFIF kommt dagegen ganz ohne Benutzerinteraktion aus und ist zudem selbstlernend. Lediglich die gewünschte "Wohlfühltemperatur" muss noch manuell eingestellt werden. Durch Anwesenheitssensoren merkt sich das System, zu welchen Zeiten geheizt und wann die Temperatur abgesenkt werden kann. Auch unregelmäßige Anwesenheitszyklen – etwa durch Schichtarbeit – erkennt und berücksichtigt das System automatisch.

Das von Prof. Dr. Ralf Vandenhouten gemeinsam mit der ixellence GmbH, Wildau, entwickelte Verfahren ix3D zur genauen Vermessung an beliebigen Objekten basiert auf dem Prinzip des räumlichen Sehens (Stereoskopie).

Dazu werden die Daten von zwei Digitalkameras über USB bzw. LAN an einen Computer übermittelt und mittels einer intelligenten Software in weniger als einer Sekunde verarbeitet. Das Computerprogramm ist für verschiedene Kameratypen ausgelegt – dazu zählen auch Nachtsichtgeräte – und für den Einsatz in einem breiten Anwendungsspektrum geeignet: Tag und Nacht, Indoor und Outdoor sowie mobil in Fahrzeugen.

Dank einer speziellen Auto-Kalibrierung werden Wetter- bzw. Temperaturveränderungen, die zu Messfehlern führen könnten, kompensiert. Die zusätzlich erforderlichen Hardwarekosten liegen im Vergleich zu anderen Vermessungstechnologien (z. B. Laser) nur bei einem Bruchteil.

Beide Projekte werden auf der TecWatch auch in Vorträgen vorgestellt: „proFIF“ am 31.08.2012 ab 13:30 Uhr von Prof. Wilkes und Dennis Dornbusch; „ix3D“ am 03.09.2012 ab 13:00 Uhr von Falko Schmalenberg.

Bernd Schlütter | idw
Weitere Informationen:
http://www.th-wildau.de/

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