Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Messe AUTOMATICA 2014: Kollege Roboter lernt und denkt mit

20.02.2014
SMErobotics demonstriert Technologien für kostengünstige, modulare und interaktive Automatisierungslösungen für kleine und mittelständische Unternehmen.

Sie sollen intuitiv und einfach bedienbar sein, interaktiv vom Menschen lernen und sich an variable Produktionsprozesse anpassen: Intelligente und kostengünstige Robotersysteme für kleine und mittelständische Unternehmen.


Intuitive und effiziente Montage
Fraunhofer IPA


Wirtschaftlich geschweißt: Einfach und schnell für neue Bauteile programmiert
Fraunhofer IPA

Diese Vision verfolgt das europäische Forschungsprojekt SMErobotics, das vom Fraunhofer IPA koordiniert wird. Ziel ist es, Technologien für adaptive Roboter zu entwickeln. Ohne hohen Aufwand sollen sie vor allem in kleinen und mittelständischen Produktionen einsetzbar sein. Auf einem Gemeinschaftsstand der Messe AUTOMATICA 2014 präsentiert SMErobotics erste Prototypen aus dem Projekt in unterschiedlichen Live-Demonstrationen.

»Optimize your production«: Das Motto der diesjährigen internationalen Fachmesse für Automation und Mechatronik AUTOMATICA gilt besonders für kleine und mittelständische Produktionen. Denn um wettbewerbsfähig bleiben zu können, benötigen kleine und mittlere Unternehmen vor allem wandlungsfähige und kostengünstige Automatisierungslösungen für Kleinserien und wechselnde Produktzyklen.

SMErobotics schafft technologischen Grundlagen für wirtschaftliche und intelligente Roboterlösungen in diesem Bereich, die sich schnell installieren und leicht bedienen lassen. Die europäische Forschungsinitiative knüpft an das erfolgreiche Vorgängerprojekt SMErobot an und entwickelt neue modulare, adaptive und interaktive Bedienkonzepte und Steuerungssysteme für einen effizienten Robotereinsatz. Führende europäische Roboterunternehmen und Forschungseinrichtungen sind Partner dieser Initiative.

Intelligente Roboter Systeme

In SMErobotics sollen moderne Industrieroboter um kognitive Fähigkeiten erweitert werden. Schwerpunkt ist daher die Entwicklung neuartiger Softwarefunktionen. Aus bestehenden Produktionsdaten sollen Roboterprogramme generiert werden. Fehlende oder nur unvollständige Daten sollen die Roboter beim Werker erfragen. »Intelligente Robotersysteme folgen nicht konsequent einer einmaligen Anweisung, sondern lernen intuitiv und effizient vom Menschen, der sie bedient. Sie verbessern ihre Arbeit kontinuierlich in Zusammenarbeit mit dem Werker«, so Hägele. Auf der AUTOMATICA werden unterschiedliche Exponate live vorgeführt.

Exponate

Die auf der AUTOMATICA 2014 präsentierten Roboterzellen stellen beispielhaft Automatisierungslösungen für unterschiedliche Branchen kleiner und mittelständischer Unternehmen vor:

• Intuitiv und effizient montiert: Wie Roboter den Menschen am manuellen Arbeitsplatz entlasten und auch bei der Montage kniffliger Teile den Durchsatz erhöhen können, zeigt das Fraunhofer IPA an einem Beispiel für Montagearbeiten im Kleinserienbereich mit dem Leichtbauroboter KUKA LBR iiwa.

• Auch bei Losgröße 1 wirtschaftlich geschweißt: Der Schweißroboter vom Fraunhofer IPA und Reis lässt sich über Sensoren führen und lernt vom Schweißer. Er kann einfach und schnell für neue Bauteile programmiert werden, greift auf vergangene Schweißerfahrungen zurück und kann somit gelerntes Wissen anwenden.

• Zweiarmig – Werkstücke halten und fügen: Am Beispiel von Schweiß- und Montagearbeiten zeigt COMAU erstmals, wie der Werker dem Zweiarmroboter »Smart Dual Arm« am Bildschirm beibringt, wo sich die Werkstücke befinden und wie der Prozess ausgeführt werden soll. So kann das Robotersystem den Prozessablauf automatisch generieren. Vorrichtungen, die üblicherweise werkstückspezifisch sind, können weitgehend entfallen.

• Einfach automatisiert: DLR und KUKA zeigen einfache und flexible Automatisierungslösungen für die Montage von Metallkonstruktionen mit dem KUKA LBR iiwa. Der Werker kann den Montageprozess »programmieren«, indem er die gewünschte Montage vormacht. Komplexe, manuelle Programmierungen sind nicht notwendig. Somit lässt sich der Montageprozess automatisch planen und für die Durchführung zu einem Roboterprogramm konvertieren. Intelligente Fähigkeiten des Roboters ermöglichen es, Unsicherheiten in KMU-spezifischen Umgebungen zu berücksichtigen.

• Wirtschaftlich bestückt: DTI zeigt eine kostengünstige Roboterzelle für allgemeine Handhabungsaufgaben (»Griff in die Kiste«) oder zur Maschinenbestückung als Plug’n’Produce-System für unterschiedlichste Produktionsprozesse. Damit lassen sich bisher manuell gefertigte Kleinserien und variable Produktzyklen profitabel automatisieren.

• Gemeinsame Handhabung: Die Projektpartner Güdel und Universität Lund demonstrieren die Portierbarkeit von skill-basierten Roboterprogrammen, sowohl von manuell erstellten als auch von automatisch generierten, zwischen Robotern mit einer seriellen oder einer parallelen Kinematik. Die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Roboterarten wird am Beispiel der Holzverarbeitung mit einer Echtzeit-Koordination der Roboterarme über Ethernet gezeigt einschließlich Selbst-Kalibrierung der Roboter und Lernfunktionen zur kontinuierlichen Prozessverbesserung über eine Wissensbasis.

• Intuitive Schnittstellen: Der Projektpartner fortiss präsentiert intuitive Schnittstellen für die Mensch-Roboter-Interaktion. Basierend auf Techniken wie »Augmented Reality« und »Semantic Knowledge« sind diese Systeme ohne nötiges Expertenwissen zum Thema Robotik einsetzbar.

• Weiterhin werden Software-Anwendungen präsentiert, die sowohl die wirtschaftliche Nutzung sicherstellen (SME-Trainer) als auch die notwendigen Funktionalitäten von mittelstandskompatiblen Robotern bereitstellen. Dazu gehören Planer zur Generierung von Roboterprogrammen oder Softwaremodule für eine intelligente Integration unterschiedlicher Automatisierungskomponenten.

Europaweite Projektpartner
In der Forschungsinitiative sind große europäische Roboterhersteller, Systemintegratoren und führende Forschungsinstitute vertreten. Zu den Partnern der Initiative gehören die führenden europäischen Roboterhersteller Comau, Güdel, KUKA und Reis und die international renommierten Universitäten und Forschungseinrichtungen Lund University, Schweden, DTI Danish Technological Institute, Dänemark, das fortiss Institut der Technischen Universität München (TUM) und das DLR Institut für Robotik und Mechatronik. Mit diesem Netzwerk verfügt SMErobotics über das technische Know-how für anspruchsvolle Lösungen und neue Innovationsimpulse in der Robotertechnik.

SMErobotics wird durch das Fraunhofer IPA koordiniert, eine der führenden Institutionen für angewandte Forschung. Auch die KMU-erfahrenen Industriepartner der Initiative kennen die Anforderungen an flexible Automatisierung aus ihrer täglichen Praxis. Auf Basis dieser Erfahrungen arbeitet SMErobotics eng mit verschiedenen KMU zusammen, die die entwickelten Techniken bereits zur Projektlaufzeit in vier Technologie-Demonstratoren praktisch erproben. Interessiert sind die Projektpartner der Initiative SMErobotics an einer Zusammenarbeit mit weiteren KMU, die ihre Erfahrungen einbringen und von neuesten Entwicklungen profitieren möchten.

Weitere Informationen zu den Projektpartnern:
Fraunhofer IPA www.ipa.fraunhofer.de/Robotersysteme
COMAU S.p.A. www.comau.com
DLR – Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. www.robotic.dlr.de
DTI – Danish Technological Institute www.dti.dk
GPS Gesellschaft für Produktionssysteme GmbH www.gps-stuttgart.de
GÜDEL AG www.gudel.com
KUKA Laboratories GmbH www.kuka-labs.com
Reis GmbH & Co KG Maschinenfabrik www.reisrobotics.de
fortiss – An-Institut der Technischen Universität München www.fortiss.org
Lund University – ULUND www.lth.se
SMErobotics ist ein von der EU gefördertes Forschungsprojekt (grant agreement n° 287787) und Teil des 7. EU-Rahmenprogramms (FP7/2007-2013).

Projekttitel: »The European Robotics Initiative for Strengthening the Competitiveness of SMEs in Manufacturing by integrating aspects of cognitive systems«

Projektlaufzeit: 01.01.2012 - 31.12.2015

Projektkoordinator
Martin Hägele
Leiter der Abteilung Roboter- und Assistenzsysteme
Fraunhofer IPA
Nobelstr. 12
70569 Stuttgart
Telefon: +49 711 970-1203
Fax: +49 711 970-1008
E-Mail: martin.haegele@ipa.fraunhofer.de
Projektsekretariat
Thilo Zimmermann und Björn Kahl
GPS Gesellschaft für Produktionssysteme GmbH
Nobelstr. 12
70569 Stuttgart
Telefon: +49 711 687031-42/43
Fax: +49 711 687031-55
E-Mail: secretariat@smerobotics.org
Weitere Informationen:
Weitere Informationen über SMErobotics: http://www.smerobotics.org/
Weitere Informationen zur AUTOMATICA 2014: http://automatica-munich.com/

Jörg Walz | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Roboter zeichnet Skizzen von Messebesuchern
22.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI

nachricht Automatisierung und Produktionstechnik – Wandlungsfähig – Präzise – Digital
19.06.2018 | Fraunhofer IFAM

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics