Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hannover Messe: Entwicklungen aus Maschinenbau, Elektrotechnik, Patentinformation

20.03.2002


Zur Hannover Messe Industrie 2002 stellt die TU Ilmenau neue Entwicklungen aus den Fachgebieten Präzisionstechnik/Automation, Prozessmess- und Sensortechnik, Festkörperelektronik und des Patentinformationszentrums und Online-Dienste PATON vor.

1. Oberflächenprüfeinrichtung UNILINE - Prüfung von Rohren mittels Bildverarbeitung in der Fertigung

Die Oberflächenprüfeinrichtung UNILINE dient zur Kontrolle von extrudierten Rundrohren. Der Einsatz erfolgt direkt in der Fertigung. Die Anlagen sind für Durchmesserbereiche von 9 - 32 und von 40 - 110 mm ausgelegt.
Das extrudierte Rohr wird beim Durchlaufen des Prüfportals von drei CCD-Zeilenkameras allseitig erfasst und bezüglich auftretender Oberflächenfehler wie Dellen, Blasen, Risse, Farbfehler usw. kontrolliert. Die Fehlertoleranzwerte sind einstellbar, wobei Fehler bis herab zu 0,01 mm² detektierbar sind. Gleichzeitig wird der aktuelle Rohrdurchmesser bestimmt. Das Auftreten eines Fehlers wird durch die am Gerät vorhandene Signaleinrichtung optisch und akustisch signalisiert. Die parallele Bildauswertung und die Anlagensteuerung erfolgen durch einen Industrierechner. Zur Parametereingabe, Bedienung, Visualisierung und Bewertung der Prüfergebnisse dient die Betriebssoftware Uniline .0. Die Leistungsfähigkeit der Oberflächenprüfeinrichtungen wird vor allem auch durch die hohe Arbeitsgeschwindigkeit von 35 m/min gekennzeichnet.
Kontakt:
TU Ilmenau
Fakultät für Maschinenbau
Institut für Präzisionstechnik und Automation
Industriestraße 27
98544 Zella-Mehlis
Dr.-Ing. Peter Brückner
Tel.: +49 3682 451142
Fax: +49 3682 451233
E-Mail: peter.brueckner@tu-ilmenau.de

2. Nanopositionier- und -messmaschine

Vom Institut für Prozessmess- und Sensortechnik wurde eine neue Nanopositionier- und -messmaschine für die Dreikoordinatenmessung entwickelt. Das Gerät wurde für ultrapräzise Anwendungen in einem Bereich von 25 mm x 25 mm x 5 mm mit einer Auflösung von 1,24 nm entwickelt. Die abbeoffsetfreie Anordnung mit drei Planspiegelintereferometern und einem Oberflächenantastelement gewährleistet eine außergewöhnliche Genauigkeit. Alle Messachsen der Längenmesssysteme schneiden sich in dem Kontaktpunkt des Antastelementes mit der Oberfläche. Das Messobjekt liegt direkt auf einer beweglichen Spiegelecke auf und wird mit Hilfe eines dreiachsigen Antriebssystems positioniert. Die Position wird von den drei fest angeordneten Interferometern erfasst. Die Winkelabweichungen des Antriebssystems werden durch optische Sensoren direkt an der Spiegelecke gemessen.
Diese neue Generation von mehrachsigen Nanopositionier- und -messsystemen kann für die ultrapräzise Vermessung von Kleinteilen und Mikrostrukturen sowie in einer Vielfalt von Positionieranwendungen eingesetzt werden. Das Verbundprojekt wurde vom Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert.
Kontakt:
TU Ilmenau
Fakultät für Maschinenbau
Institut für Prozessmess- und Sensortechnik
Gustav-Kirchhoff-Str. 1
98693 Ilmenau
Prof. Dr.-Ing. habil. Gerd Jäger
Tel.: +49 3677 69 2822
Fax: +49 3677 69 1412
E-Mail: jaeger@mb.tu-ilmenau.de

3. Low Drift - Low Power CMOS-Sensoren für H2 und andere Gase

Wasserstoff als Energieträger der Zukunft ermöglicht den Einsatz "sauberer" Energie da, wo sie gebraucht wird, z. B. in Einfamilienhäusern mit lokaler Kraft-Wärmekopplung oder in wasserstoffbetriebenen Automobilen.
Damit die Wasserstoff-Systemtechnik auch Wirklichkeit werden kann, werden eine Wasserstoff-Sicherheitstechnik und Wasserstoffsensoren notwendig, die als zuverlässiges Massenprodukt verfügbar sein müssen und selbst so wenig Energie verbrauchen dürfen wie eine Armbanduhr.
An der TU Ilmenau wurden im BMBF-Verbund mit der Industrie Gassensoren für Wasserstoff entwickelt, die völlig ohne Sonderschritte in CMOS gefertigt werden konnten. Eine Besonderheit ist ihre programmierbare Arbeitspunkteinstellung, mit der sich eine drastische Verringerung der Sensordrift erreichen ließ.
Diese Wasserstoffsensoren wie auch weitere Elemente für die Ammoniakdetektion in Kälteanlagen oder für den Ozon-Check im Freizeitbereich stehen für den Praxistest zur Verfügung.
Kontakt:
TU Ilmenau
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Fachgebiet Festkörperelektronik
Gustav-Kirchhoff-Str. 1
98693 Ilmenau
Prof. Dr.-Ing. habil. Theodor Doll
Tel.: +49 3677 69 3227
Fax: +49 3677 69 3777
E-Mail: sekretariat.fke@e-technik.tu-ilmenau.de

4. Full Custom Integration für Smart Power Halbleitersysteme

"Intelligente" Halbleiter, die in leistungselektronischen Systemen klassische Schalter ersetzen, ermöglichen das sparsame und schonende Anfahren von Motoren bis hin zur kostenfreundlichen Netzeinspeisung von Windkraftanlagen. Damit Halbleiter hier sicher eingesetzt werden können, benötigen sie aufwendige Ansteuerungs-Schutzschaltungen.
An der TU Ilmenau werden solche leistungselektronischen Systeme auf Chip- und Multichiplevel integriert. Zusammen mit dem Entwurf und Simulation von Leistungshalbleitern wie Hochvolt-IGBT werden individuelle Ansteuerungen mit implementierter Funktionsdiagnostik, z. B. einer elektronischen End-of-life Detektion, gemeinsam entworfen und aufeinander abgestimmt und stehen als Entwurfsbibliothek für Entwicklungsprojekte mit Industriepartnern zur Verfügung.
Kontakt:
TU Ilmenau
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Institut für Festkörperelektronik
Gustav-Kirchhoff-Str. 1
98693 Ilmenau
Dipl.-Ing. Sascha Pawel / Prof. Dr.-Ing. habil. Theodor Doll
Tel.: +49 3677 69 3227
Fax: +49 3677 69 3777
E-Mail: sekretariat.fke@e-technik.tu-ilmenau.de

5. Trends in der Wirtschaft - Früherkennung durch patentometrische Analysen

Die heutige Wirtschaft ist durch immer kürzere Produktlebenszyklen gekennzeichnet.
Entsprechend sind Unternehmen gezwungen, sich an neue Umfeldsituationen anzupassen. Dabei ist es für Unternehmen schwer, die Veränderungen frühzeitig zu erkennen, um angemessen darauf reagieren zu können.
Patentometrische Unternehmens- und Portfolionalysen gestatten auf der Grundlage der Durchführung und Bewertung informetrischer Recherchen in Patentdatenbanken, ergänzt durch Fachliteratur- und Wirtschaftsdaten, die frühzeitige Gewinnung von Kerninformationen zu Entwicklungstrends von Technologiefeldern, Märkten und Mitbewerbern ca. 5 Jahre früher, bevor sie sich in der Wirtschaft abzeichnen.
Kontakt:
TU Ilmenau
PATON - Patentinformationszentrum und Online-Dienste
Langewiesener Str. 37
98693 Ilmenau
Prof. Dr.-Ing. habil. Reinhard Schramm
Tel.: +49 3677 69 4572
Fax: +49 3677 69 4538
E-Mail: paton@paton.tu-ilmenau.de

TU Ilmenau in Halle 18, 1. OG, Stand O 15, Gemeinschaftsstand "Forschungsland Thüringen"

Wilfried Nax M.A. | idw

Weitere Berichte zu: Elektrotechnik Oberflächenprüfeinrichtung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht dormakaba auf der Messe BAU 2019: Smarte Systemlösungen für sichere Zugänge
16.10.2018 | dormakaba Deutschland GmbH

nachricht Internationale Medizintechnikexperten zeigen auf der COMPAMED die Trends der Zukunft
10.10.2018 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Im Focus: Chemiker der Universitäten Rostock und Yale zeigen erstmals Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen

Die Forschungskooperation zwischen der Universität Yale und der Universität Rostock hat neue wissenschaftliche Ergebnisse hervorgebracht. In der renommierten Zeitschrift „Angewandte Chemie“ berichten die Wissenschaftler über eine Dreierkette aus Ionen gleicher Ladung, die durch sogenannte Wasserstoffbrücken zusammengehalten werden. Damit zeigen die Forscher zum ersten Mal eine Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen, die sich im Grunde abstoßen.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Professoren Mark Johnson, einem weltbekannten Cluster-Forscher, und Ralf Ludwig aus der Physikalischen Chemie der...

Im Focus: Storage & Transport of highly volatile Gases made safer & cheaper by the use of “Kinetic Trapping"

Augsburg chemists present a new technology for compressing, storing and transporting highly volatile gases in porous frameworks/New prospects for gas-powered vehicles

Storage of highly volatile gases has always been a major technological challenge, not least for use in the automotive sector, for, for example, methane or...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2018

16.10.2018 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz in der Medizin

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics