Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

NanoBioTec - Kongress 2001 / Münster richtet internationale Kongressmesse zur Nanobiotechnologie aus

13.06.2001

Die Anwendungen der Nanobiotechnologie sind im Herbst wieder Thema auf dem NanoBioTec - Kongress, der auch in diesem Jahr in Münster stattfindet. Vom 24. - 27. September treffen sich Wissenschaftler aus der ganzen Welt, um neue Kooperationen und gemeinsame Forschungsvorhaben zu initiieren. In sechs Workshops referieren und diskutieren anerkannte Experten über das Potential der Nanobiotechnologie und ihre Anwendungen. Zahlreiche Wissenschaftler aus USA, Europa, Israel und Japan haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Als perfekte Ergänzung zum Programm des Kongresses findet die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Biophysik im Rahmen der Veranstaltung statt. Die gleichzeitig stattfindende Industrieausstellung erfreut sich bereits jetzt einer großen Nachfrage. Unterstützt wird die Veranstaltung, die vom Zentrum für Nanotechnologie CeNTech ausgerichtet wird, von der Stadt Münster, der Bio-Gen-Tec-NRW sowie einer Reihe von Sponsoren.

Die Nanobiotechnologie, die im Zentrum der Fachtagung steht, beschäftigt sich mit der Untersuchung von biologischen Stoffen auf der Skala von Proteinen, Viren, bis hin zu einzelnen Atomen (ein Nanometer = 10 -9 m = Milliardstelmeter).

Die Schwerpunktthemen der Kongressmesse sind "Nanotools for Analysis & Manipulation", "Functional Hybrids", "Self Organization", "NanoBioTec for Medicine", "NanoBioTec for Functional Genomics / Proteomics" und "NanoBioTec for Information Technology". Durch die rasante Entwicklung der Nanotechnologie sind mittlerweile eine Vielfalt von Techniken verfügbar, mit deren Hilfe sich neue Erkenntnisse über die Eigenschaften von biologischen Systemen gewinnen lassen. Ein wichtiges Ziel der Nanobiotechnologie ist es beispielsweise zu untersuchen, wie das Innere einer Zelle funktioniert. Als kleinste Einheit des Lebens ist die Zelle das beste Beispiel für eine perfekte Nanomaschine. In ihr findet ein kompletter Stoffwechsel statt, der über den Zellkern als Informationsträger gesteuert wird. Membranen spielen für Transportvorgänge sowohl in der Zelle als auch zwischen der Zelle und ihrer Umgebung eine entscheidende Rolle. Gegenüber herkömmlichen technischen Geräten erreichen solche biologischen Nanomaschinen einen sehr hohen Wirkungsgrad. Hat man verstanden, wie das Vorbild genau funktioniert, lassen sich Baupläne und Ordnungsprinzipien von der Natur übernehmen.

Ein herausragendes Prinzip der Natur ist das der Selbstorganisation. Es beschreibt die Fähigkeit, biologische Strukturen nach einem vorgegebenen Bauplan entstehen zu lassen. Auf diesem Vorbild basiert die Entwicklung künstlicher Organe oder künstlicher Haut. Eine Vielzahl weiterer nanobiotechnologischer Anwendungen sind Gegenstand aktueller Forschung und Entwicklung. Sei es die Suche nach neuen Wirkstoffen zur Heilung von Krankheiten, die Herstellung neuartiger Filtermembransysteme zur Blutreinigung, die Erforschung neuer Implantatmaterialien für Hart- und Weichgewebe, die Erzeugung biokompatibler Oberflächen durch nanostrukturierte Schichten, der Bau biologischer und biochemischer Sensoren zum Nachweis geringster Änderungen mechanischer oder elektrischer Eigenschaften einzelner Moleküle, der Einsatz neuer Diagnostikmethoden, die miniaturisierte Sensoren zur Messung von beispielsweise Blutfetten nutzen, die Entwicklung von Kleinstrechnern in Stecknadelgröße, die Körperdaten zusammenfassen und an den Klinikrechner zur Auswertung senden - die Auflistung der Anwendungen nanobiotechnologischer Forschung und Entwicklung ließe sich beliebig verlängern. Experten von Sal. Oppenheim haben jüngst ermittelt, daß mit nanotechnologischen Produkten im Jahr 2005 ein Umsatz von 200 Mrd. Euro erzielt werden wird. Bereits in diesem Jahr beträgt das Marktvolumen schon 50 Mrd. Euro.

Die NanoBioTec Kongressmesse bietet die Gelegenheit, sich über den neuesten Forschungsstand dieser zukunftsweisenden Technologie zu informieren und Kontakte zu Experten der verschiedenen Fachbereiche herzustellen.

| ots
Weitere Informationen:
http://www.nanobiotec.de,

Weitere Berichte zu: Kongressmesse NanoBioTec Nanobiotechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht ZUKUNFT PERSONAL EUROPE: WORK:OLUTION - SUCCEED IN PERMANT BETA
16.07.2018 | GFOS mbH

nachricht Roboter zeichnet Skizzen von Messebesuchern
22.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics