Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Handy als Bildtelefon

23.07.2003


Das Gesicht des Gesprächspartners auf dem Handydisplay: Er lächelt, lacht oder reagiert mit fragendem Blick auf das zuletzt Gesagte. Ein Verfahren aus dem Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI macht es möglich, diese Bilder per Mobilfunk zu übertragen. Das MPEG-4-Streaming-System ist eines der zahlreichen Exponate, die unter dem Motto "interaktiv sehen" in Halle 5.3 auf der Internationalen Funkausstellung IFA 2003 in Berlin gezeigt werden (29.8.-3.9.2003).


Dank dreidimensionaler Computermodelle lassen sich Videos auch über Netze mit geringen Datenraten auf Handys und Pocket-PCs übertragen. ©Fraunhofer HHI



Bildtelefonie und Datenkompression - beides Themen, die für Multimedia-Anwendungen von Bedeutung sind. "Wir haben einen MPEG-4-Player entwickelt, mit dem Kopf-Schulter-Szenen auch bei Datenraten von wenigen kbit/s übertragen werden können", so Dr. Peter Eisert vom HHI. Damit lassen sich Mimik, Mundbewegung und Sprache selbst auf Handys und Pocket-PCs übertragen, die oft über Netze mit geringen Datenraten angebunden sind. Der Trick der Forscher: Anstatt die Sequenz mit herkömmlichen Verfahren zur Datenkompression, wie beispielsweise MPEG-2, direkt zu codieren, wird zu Beginn des Gesprächs einmalig ein 3-D-Computermodell der Person übertragen. Im Folgenden reichen 3-D-Bewegungs- und Mimikparameter aus den Kameraansichten aus, um einen durchgängig lebensechten und synchronen Sprecher auf dem Display zu sehen und zu hören. Basis dafür sind am HHI entwickelte Algorithmen zur Analyse und Visualisierung von Gesichtsmimik und 3-D-Bildern. Außerdem wird vom HHI ein neuartiges MPEG-4-Streaming eingesetzt, das die Echtzeitdarstellung von Videodaten und 3-D-Szenenstrukturen unterstützt.

... mehr zu:
»Funkausstellung »IFA


Die Modelle lassen sich beliebig austauschen, das heißt eine Person kann mit den Bewegungen einer anderen Person dargestellt werden. Dann wird aus dem anrufenden Nachbarn plötzlich ein bekannter Politiker - neue Tricks für die Filmbranche. Auch aktuelle Nachrichtensendungen und andere Animationen können in guter Qualität auf tragbaren Endgeräten gezeigt; von der virtuellen Freundin, dem virtuellen Freund vorgelesen werden. Darüber hinaus lassen sich virtuelle Agenten und benutzerfreundliche Mensch-Maschine-Schnittstellen realisieren. Eine Kommunikation mit dem Computer erfolgt dann nicht mehr per Maus, Tastatur und Textmeldungen, sondern in einem natürlichen Dialog mit dem Agenten. Reaktionen und Emotionen des Anwenders können mit berücksichtigt werden. In der Kommunikation nützlich, eröffnet die dreidimensionale Vermessung von Gesichtsmimik aber auch neue Möglichkeiten für Diagnose und Therapie in medizinischen Anwendungen.

Dieses und weitere Exponate, beispielsweise einen PC-basierten Mixed-Reality Arbeitsplatz, zeigen die Fraunhofer-Institute unter dem Motto "interaktiv sehen" in Halle 5.3 auf der Internationalen Funkausstellung IFA 2003 in Berlin.

Ansprechpartner:

Dr. Peter Eisert
Telefon 030 - 31002-614
Fax 030 - 39272-00
eisert@hhi.fraunhofer.de

Dr. Johannes Ehrlenspiel | idw
Weitere Informationen:
http://www.hhi.fraunhofer.de
http://www.ifa2003.fraunhofer.de
http://www.fraunhofer.de/presseinfo

Weitere Berichte zu: Funkausstellung IFA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Fraunhofer ISE mit mehr als 60 Beiträgen auf der European PV Solar Energy Conference and Exhibition
21.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht Auf der InnoTrans 2018 mit innovativen Lösungen für den Güter- und Personenverkehr
18.09.2018 | Technische Hochschule Wildau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue CBMC-Geräteschutzschaltervarianten

22.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

ISO-27001-Zertifikat für die GFOS mbH und die GFOS Technologieberatung GmbH

21.09.2018 | Unternehmensmeldung

Kundenindividuelle Steckverbinder online konfigurieren und bestellen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics