Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Katheter und Stents jetzt auch bei Hauptstamm-Stenosen

09.04.2010
76. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie vom 8.-10. Mai 2010 in Mannheim

Neueste Behandlungsempfehlungen sehen vor, dass auch ausgewählte Patienten mit einer Verengung des Abgangs der linken Koronararterie (Hauptstamm-Stenose) mittels Katheter-Eingriff und Stent (PCI) behandelt werden können, berichteten heute Experten auf der 76. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung (DGK) in Mannheim. An diesem Kongress nehmen von Donnerstag bis Samstag 7000 Experten aus 25 Ländern teil. Bei Hauptstamm-Stenosen, einer besonders lebensbedrohlichen Form der Koronaren Herzkrankheit (KHK), galt bisher die PCI als weniger geeignet, es wurde der Bypass-Operation der Vorzug gegeben.

Individuelle Entscheidung im Team

"Fazit der derzeitigen Datenlage ist, dass Stenosen des Hauptstammes heute auch interventionell behandelt werden dürfen", fasste Prof. Dr. Christian Hamm (Bad Nauheim) beim Kardiologenkongress in Mannheim die aktuellen Erkenntnisse zusammen. "Die Entscheidung, welches Verfahren im Einzelfall für Patienten am besten geeignet ist, sollte im Team zwischen Kardiologen und Herzchirurgen gemeinsam fallen."

Syntax Studie liefert erstmals Daten zum Spezialproblem

Eine wichtige Grundlage für die neuen Empfehlungen zur anhaltenden Diskussion, welches Verfahren bei der Koronaren Herzkrankheit sicherer und effektiver ist, lieferte die SYNTAX-Studie. Insgesamt wurde in dieser Studie an mehr als 3.000 KHK-Patienten in Europa und den USA untersucht, ob PCI oder Bypass-Operation bessere Ergebnisse liefern - erstmals befanden sich darunter auch Patienten mit Hauptstammstenosen.

Die Daten zeigen einige wichtige Trends für die Behandlung von Hauptstamm-Stenosen, berichtet Prof. Hamm: "Insbesondere bei isolierten Hauptstamm-Stenosen oder Hauptstamm-Stenosen mit Ein- oder Zweigefäß-Erkrankungen war die Koronarintervention mit Medikamenten-beschichteten Stents einer Bypass-Operation mindestens gleichwertig. Nur bei sehr komplexer Koronaranatomie war eine Bypass-Operation von Vorteil. Wir müssen als Hauptstamm-Stenosen nicht mehr als Kontraindikation einer interventionellen Therapie betrachten."

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
Prof. Dr. Eckart Fleck, Pressesprecher
Christiane Limberg, Pressestelle
Tel.: 0211 / 600 692 - 61; E-Mail: limberg@dgk.org
Bettschart&Kofler Medien- und Kommunikationsberatung
Pressezentrum am Kongress: 0621 / 4106 - 5005; mobil 0043-676-6356775
Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa.

Christiane Limberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgk.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Forscher entschlüsseln Wirkung von Ebola-Impfstoff - Virologen der Uniklinik Köln identifizieren neue Antikörper
08.10.2019 | Uniklinik Köln

nachricht Icaros: Fliegendes Trainingsgerät
07.10.2019 | Deutsche Sporthochschule Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Wie kommt es, dass manche Neutronensterne zu den stärksten Magneten im Universum werden? Eine mögliche Antwort auf die Frage nach der Entstehung dieser sogenannten Magnetare hat ein deutsch-britisches Team von Astrophysikern gefunden. Die Forscher aus Heidelberg, Garching und Oxford konnten mit umfangreichen Computersimulationen nachvollziehen, wie sich bei der Verschmelzung von zwei Sternen starke Magnetfelder bilden. Explodieren solche Sterne in einer Supernova, könnten daraus Magnetare entstehen.

Wie entstehen die stärksten Magnete des Universums?

Im Focus: How Do the Strongest Magnets in the Universe Form?

How do some neutron stars become the strongest magnets in the Universe? A German-British team of astrophysicists has found a possible answer to the question of how these so-called magnetars form. Researchers from Heidelberg, Garching, and Oxford used large computer simulations to demonstrate how the merger of two stars creates strong magnetic fields. If such stars explode in supernovae, magnetars could result.

How Do the Strongest Magnets in the Universe Form?

Im Focus: Wenn die Erde flüssig wäre

Eine heisse, geschmolzene Erde wäre etwa 5% grösser als ihr festes Gegenstück. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung von Forschenden der Universität Bern. Der Unterschied zwischen geschmolzenen und festen Gesteinsplaneten ist wichtig bei die Suche nach erdähnlichen Welten jenseits unseres Sonnensystems und für das Verständnis unserer eigenen Erde.

Gesteinsplaneten so gross wie die Erde sind für kosmische Massstäbe klein. Deshalb ist es ungemein schwierig, sie mit Teleskopen zu entdecken und zu...

Im Focus: Liquifying a rocky exoplanet

A hot, molten Earth would be around 5% larger than its solid counterpart. This is the result of a study led by researchers at the University of Bern. The difference between molten and solid rocky planets is important for the search of Earth-like worlds beyond our Solar System and the understanding of Earth itself.

Rocky exoplanets that are around Earth-size are comparatively small, which makes them incredibly difficult to detect and characterise using telescopes. What...

Im Focus: 10-fach schnellere Superauflösungsmikroskopie

  • DNA-PAINT nutzt DNA-basierte Sonden um kleinste zelluläre Strukturen sichtbar zu machen
  • Bislang war die Technik durch vergleichsweise langsame Bildaufnahme limitiert
  • Optimiertes DNA-Sequenzdesign erlaubt es, nun Ergebnisse 10-fach schneller zu erhalten und ebnet den Weg zu Hochdurchsatzstudien mit biomedizinischer Relevanz

Fortschritte in der Fluoreszenzmikroskopie ermöglichen es, biologische Prozesse unterhalb der klassischen Beugungsgrenze des Lichtes sichtbar zu machen. Eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Bildung.Regional.Digital: Tagung bietet Rüstzeug für den digitalen Unterricht von heute und morgen

10.10.2019 | Veranstaltungen

Zukunft Bau Kongress 2019 „JETZT! Bauen im Wandel“

10.10.2019 | Veranstaltungen

Aktuelle Trends an den Finanzmärkten im Schnelldurchlauf

09.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Enhanced Connectivity for Smart Production

10.10.2019 | Unternehmensmeldung

Die Friedhelm Loh Group übernimmt das Start-Up IoTOS aus Limburg

10.10.2019 | Unternehmensmeldung

TU Ilmenau nimmt deutschlandweit einzigartigen Echtzeit-Simulator für Energiesysteme in Betrieb

10.10.2019 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics