Neue Studie zu Überdiagnosen veröffentlicht

Durch das Mammographie-Screening werden mehr Frauen vor dem Tod durch Brustkrebs gerettet als durch eine Überdiagnose beunruhigt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die im „Journal of Medical Screening“ im März veröffentlicht wurde.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass einer Frau, die ohne Screening nie von der Diagnose Brustkrebs erfahren hätte, zwei Frauen gegenüber stehen, die vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt werden können.

Die Wissenschaftler haben in ihrer Arbeit die Ergebnisse aus der schwedischen „Two-Country-Study“ und aus dem britischen Screening-Programm hinsichtlich der Nutzen-Risiko-Bilanz ausgewertet. Die Resultate der Studie stehen im Widerspruch zu einer kürzlich erschienenen Arbeit aus Dänemark, die den Nutzen des Screenings infrage stellt.

„Die Ergebnisse sind ein wichtiger Baustein in der wissenschaftlichen Diskussion zu den Vor- und Nachteilen des Mammographie-Screenings, die wir in Deutschland sorgfältig auswerten werden“, sagte Dr. Wolfgang Aubke, Vorsitzender des Beirates der Kooperationsgemeinschaft Mammographie.

S. W. Duffy, L. Tabar, A. H. Olsen, B. Vitak, P. C. Allgood, T. H. H. Chen, A. M. F. Yen, and R. A. Smith: Absolute numbers of lives saved and overdiagnosis in breast cancer screening, from a randomized trial and from the Breast Screening Programme in England. J Med Screen, March, 2010; 17(1): 25 – 30.

Ansprechpartner für Medien

Dr. med. Barbara Marnach-Kopp idw

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