Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Es gibt Immer was zu tun - Auch gegen Leukämie

05.02.2002


Im Jahre 1991 wurde die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gegründet, als es in ganz Deutschland nur etwa 3.000 Stammzellspender gab. Mit über 850.000 potenziellen Lebensspendern für Leukämiepatienten ist die DKMS heute weltweit die größte Datei ihrer Art. Mehr als 3.300 neue Lebens-Chancen konnten DKMS-Spender bis heute geben. Zu diesem Erfolg haben neben Aktionen einzelner Initiativgruppen ganz entscheidend auch Firmentypisierungen beigetragen: Unternehmen stellen ihren Mitarbeitern frei, sich in die DKMS aufnehmen zu lassen und tragen die Kosten für die Typisierung ihrer Blutprobe (50 Euro je Neuaufnahme). Rund 830 Unternehmen haben sich seit Beginn an diesem "Unternehmenswettbewerb der anderen Art" beteiligt.

Eine der größten Betriebstypisierungen in der Geschichte der DKMS veranstaltete im Jahre 1998 die HORNBACH-Baumarkt-AG mit Sitz in Bornheim/Pfalz. Von dem Unternehmen wurde ein Geldbetrag von über 435.000 Mark (entspricht 222.400 Euro) zur Verfügung gestellt. Zwischen Februar und März 1998 konnten in den Märkten der HORNBACH-Baumarkt-AG 4.239 Frauen und Männer neu in die DKMS aufgenommen werden. Allein aus dieser Aktion wurden bis heute 8 Lebensspender gewonnen.

Wie wird man Stammzellspender?

Wer sich in der DKMS als möglicher Stammzellspender registrieren lassen möchte, unterschreibt zuerst eine Einverständniserklärung und lässt sich dann 10 Milliliter Blut abnehmen. Damit werden zunächst vier von sechs Gewebemerkmalen analysiert. Diese Untersuchungsergebnisse werden in der Datei gespeichert und stehen für den Patientensuchlauf in den Registern anonym zur Verfügung. Die zweite Analyse-Stufe, in der durch Bestimmung der weiteren Gewebemerkmale überprüft wird, ob Spender und Patient zusammenpassen, erfolgt meist auf konkrete Anfrage für einen Patienten.

In die DKMS anmelden können sich Interessenten bei einer Aktion, bei einer Betriebstypisierung, aber auch schriftlich oder online unter www.dkms.de.

Finanzierung

  • Die Kosten einer Registrierung in der DKMS betragen 50 Euro.

  • Die Krankenkassen finanzieren seit Beginn die weiterführenden Typisierungen und garantieren finanziell seit 1995 auch den Dateibetrieb (Personal, EDV).

  • Für den weiteren Ausbau der Datei ist die DKMS seit dem Auslaufen einer Anschubfinanzierung durch die Deutsche Krebshilfe und das Bundesministerium für Gesundheit auf Spenden angewiesen.

Gewinnung der Stammzellen

Stammzellen können mit der "klassischen" Methode der Knochenmarkentnahme aus dem Beckenknochen (nicht aus dem Rückenmark!) entnommen werden oder mit der peripheren Stammzellentnahme aus dem fließenden Blut. Hierfür wird dem Spender über fünf Tage ein körpereigener hormonähnlicher Stoff verabreicht, der die Produktion von Stammzellen im peripheren Blut anregt. Bei beiden Methoden ist eine nahezu 100prozentige Übereinstimmung der Gewebemerkmale von Spender und Patient erforderlich. Die Chance, den passenden Spender zu finden liegt zwischen 1:30.000 und 1:mehreren Millionen.

Sabine Mooren | ots
Weitere Informationen:
http://www.dkms.de

Weitere Berichte zu: Gewebemerkmal Stammzellspender

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Gefährlichen Darmbakterien auf der Spur
22.08.2019 | Charité – Universitätsmedizin Berlin

nachricht Graphen Nanoflocken: ein neues Instrument für die Präzisionsmedizin
19.08.2019 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hamburger und Kieler Forschende beobachten spontanes Auftreten von Skyrmionen in atomar dünnen Kobaltfilmen

Seit ihrer experimentellen Entdeckung sind magnetische Skyrmionen – winzige magnetische Knoten – in den Fokus der Forschung gerückt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hamburg und Kiel konnten nun zeigen, dass sich einzelne magnetische Skyrmionen mit einem Durchmesser von nur wenigen Nanometern in magnetischen Metallfilmen auch ohne ein äußeres Magnetfeld stabilisieren lassen. Über ihre Entdeckung berichten sie in der Fachzeitschrift Nature Communications.

Die Existenz magnetischer Skyrmionen als teilchenartige Objekte ist bereits vor 30 Jahren von theoretischen Physikern vorhergesagt worden, konnte aber erst...

Im Focus: Hamburg and Kiel researchers observe spontaneous occurrence of skyrmions in atomically thin cobalt films

Since their experimental discovery, magnetic skyrmions - tiny magnetic knots - have moved into the focus of research. Scientists from Hamburg and Kiel have now been able to show that individual magnetic skyrmions with a diameter of only a few nanometres can be stabilised in magnetic metal films even without an external magnetic field. They report on their discovery in the journal Nature Communications.

The existence of magnetic skyrmions as particle-like objects was predicted 30 years ago by theoretical physicists, but could only be proven experimentally in...

Im Focus: Physicists create world's smallest engine

Theoretical physicists at Trinity College Dublin are among an international collaboration that has built the world's smallest engine - which, as a single calcium ion, is approximately ten billion times smaller than a car engine.

Work performed by Professor John Goold's QuSys group in Trinity's School of Physics describes the science behind this tiny motor.

Im Focus: Die verschränkte Zeit der Quantengravitation

Die Theorien der Quantenmechanik und der Gravitation sind dafür bekannt, trotz der Bemühungen unzähliger PhysikerInnen in den letzten 50 Jahren, miteinander inkompatibel zu sein. Vor kurzem ist es jedoch einem internationalen Forschungsteam von PhysikerInnen der Universität Wien, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie der Universität Queensland (AUS) und dem Stevens Institute of Technology (USA) gelungen, wichtige Bestandteile der beiden Theorien, die den Verlauf der Zeit beschreiben, zu verbinden. Sie fanden heraus, dass die zeitliche Abfolge von Ereignissen echte Quanteneigenschaften aufweisen kann.

Der allgemeinen Relativitätstheorie zufolge verlangsamt die Anwesenheit eines schweren Körpers die Zeit. Das bedeutet, dass eine Uhr in der Nähe eines schweren...

Im Focus: Quantencomputer sollen tragbar werden

Infineon Austria forscht gemeinsam mit der Universität Innsbruck, der ETH Zürich und Interactive Fully Electrical Vehicles SRL an konkreten Fragestellungen zum kommerziellen Einsatz von Quantencomputern. Mit neuen Innovationen im Design und in der Fertigung wollen die Partner aus Hochschulen und Industrie leistbare Bauelemente für Quantencomputer entwickeln.

Ionenfallen haben sich als sehr erfolgreiche Technologie für die Kontrolle und Manipulation von Quantenteilchen erwiesen. Sie bilden heute das Herzstück der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

GAIN 2019: Das größte Netzwerktreffen deutscher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler startet in den USA

22.08.2019 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz auf der MS Wissenschaft

22.08.2019 | Veranstaltungen

Informatik-Tagung vom 26. bis 30. August 2019 in Aachen

21.08.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

5G macht die Produktion smarter

23.08.2019 | Informationstechnologie

Wärmekraftmaschinen in der Mikrowelt

23.08.2019 | Physik Astronomie

Auf dem Prüfstand: Automatisierte Induktionsthermographie zur Oberflächenrissprüfung von Schmiedeteilen

23.08.2019 | Maschinenbau

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics