Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ultraschall erhöht die Sicherheit bei Narkosen

10.01.2002


Clemens-Alexander Greim


Das wissenschaftliche Steckenpferd von Dr. Clemens-Alexander Greim, der seit November 2001 eine C3-Professur für Anästhesiologie an der Universität Würzburg innehat, ist die so genannte transösophageale Echokardiographie. Dieses bildgebende Verfahren eignet sich besonders dazu, während einer Operation das Herz-Kreislaufsystem von herzkranken Hochrisikopatienten zu überwachen.

Clemens-Alexander Greim, der bereits seit 1996 als Oberarzt am Würzburger Universitätsklinikum tätig ist, wurde 1956 in Hamburg geboren. Nach ersten beruflichen Erfahrungen als Medizinisch-Technischer Assistent studierte er von 1981 bis 1987 Medizin an der Universität Hamburg und arbeitete anschließend als Assistenzarzt an Universitätskliniken in Manchester und London.

Von England kehrte er 1990 nach Hamburg zurück und trat eine Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Anästhesiologischen Abteilung des Universitätskrankenhauses Eppendorf an. 1996 wechselte er dann als Oberarzt nach Würzburg und habilitierte sich hier 1999 für das Fach Anästhesiologie.

Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses von Prof. Greim steht die Anwendung des Ultraschalls zur Überwachung der Patienten und zur Kreislaufforschung in der Anästhesiologie. In seinen klinischen Untersuchungen widmete er sich unter anderem der Funktionsanalyse der linken Herzkammer mit Hilfe der transösophagealen Echokardiographie. In experimentellen Ansätzen hat Prof. Greim zum Beispiel die Auswirkungen minimal-invasiver chirurgischer Eingriffe auf die Herzfunktion untersucht.

Die aktuellen Projekte seiner Arbeitsgruppe befassen sich mit der ultraschallgestützten Herleitung von linksventrikulären Druck-Volumen-Beziehungen. Kennzeichnend für diese Projekte ist ihre Anwendungsorientierung sowie ihre Einbindung in das fachübergreifende Konzept des Herz-Kreislaufzentrums der Universität. So prüfen die Wissenschaftler derzeit zum Beispiel ein Mess-System, mit dem sie künftig das für herzkranke Patienten bei einer Operation auftretende Risiko vorab besser bewerten könnten.

Neben diesem speziellen Verfahren sind weitere Untersuchungen geplant, mit denen das technische Repertoire der Regionalanästhesie durch innovative ultraschallgestützte Verfahren erweitert werden soll. Das Ziel von Greims Arbeitsgruppe besteht also im wesentlichen darin, das hohe Potenzial des Ultraschalls für die Patientensicherheit bei Operationen wissenschaftlich zu untermauern.

Die auf diesem Gebiet in den vergangenen Jahren gewonnenen Erkenntnisse präsentiert Prof. Greim auch in Seminaren. Deren Zielgruppe sind ärztliche Mitarbeiter und Kliniker, die sich gemäß den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin in der transösophagealen Echokardiographie weiterbilden wollen. Den Studierenden bietet er eine Vorlesung über die für die Anästhesiologie relevanten Ultraschallverfahren an.

Kontakt: Prof. Dr. Clemens-Alexander Greim, T (0931) 201-5828, Fax (0931) 201-3444, E-Mail: 
greim@anaesthesie.uni-wuerzburg.de

Robert Emmerich | idw

Weitere Berichte zu: Anästhesiologie Echokardiographie Narkose Ultraschall

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Kokosöl verlängert Leben bei peroxisomalen Störungen
20.06.2018 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Überdosis Calcium
19.06.2018 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics