Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Heil"fasten kann mit dem Tode enden!

08.01.2002


Im Organismus des Menschen fällt keine Schlacke an, denn der Mensch ist kein Hochofen!

DIET: Fasten ist gefährlich - Proteinmodifiziertes Fasten ist eine wirksame und ungefährliche Möglichkeit der Gewichtsreduktion

Vor dem Fasten, dem "Heil"fasten und der Nulldiät warnt heute in Bad Aachen das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) nachdrücklich, denn eine Nullkalorienzufuhr kann tödlich enden, betont Institutssprecher Sven-David Müller. Ohne eine ärztliche Aufsicht, möglichst in einer Klinik, sollte nach Angaben des ernährungsmedizinischen Instituts überhaupt keine "Fasten-Kur" durchgeführt werden. Zur Gewichtsreduktion ist Fasten ungeeignet, da der Körper insbesondere Flüssigkeit verliert und Muskulatur abbaut. Das Fettgewebe bleibt bei einer kurzfristigen "Fastenkur" weitgehend erhalten, aber der Jo-Jo-Effekt wird ausgelöst. Während dem Fasten ursprünglich religiöse Motive zugrunde lagen, dient es heute oftmals der Gewichtsreduktion. Ein falsches und teilweise sogar gefährliches Mittel, betont Sven-David Müller. Übergewichtige können sich werktags unter 0241-4450600 an den ernährungsmedizinischen Beratungsdienst des DIET wenden, um zu erfahren, wie sie wirksam und gesund abnehmen können.

Während jeder Nullkalorienzufuhr greift der Organismus auf die Eiweißreserven des Körpers zurück. Dabei greift er auch den Herzmuskel an und dadurch auftretende Veränderungen wie beispielsweise Herzrhythmusstörungen und Kammerflimmern können zum Tode führen, betont Müller. Außerdem kann es zu einer Blutübersäuerung (Azidose) kommen, wenn eine "Fasten-Kur" länger als einige Tage andauert. Häufig kommt es beim Fasten zu schmerzhaften Gichtanfällen, berichtet Müller. Durch die hohen Flüssigkeits- und Elektrolytverluste kann Fasten zu niedrigem Blutdruck, Schwäche, Kopfschmerzen, Müdigkeit, trockener Haut und Schleimhaut, Mundgeruch sowie erhöhtem Kälteempfinden führen. Bedenklich ist längerfristiges Fasten durch die fehlende Zufuhr lebensnotwendiger Fettsäuren, so Müller. Überhaupt nicht fasten dürfen nach Auskunft der Aachener Ernährungsexperten Schwangere, Stillende, Herzkranke, Leberkranke, Nierenkranke, Krebskranke, Senioren, Kinder sowie Diabetiker. Heilfasten ist unmöglich, denn die von Anhängern dieser Außenseiterkostform beschriebene Entschlackung ist ausgeschlossen. Im menschlichen Organismus fällt keine Schlacke an. Schlacke bleibt als Rückstand im Ofen oder der Metallverarbeitung zurück, ergänzt Müller. Der Duden erklärt Schlacke mit "Rückstand beim Verbrennen, besonders von Koks". Da beim Menschen keine Schlacke anfällt, ist auch keine "heilende" Entschlackung möglich, so Müller nachdrücklich.

Nachdem nun die Weihnachts- und Schlemmerzeit vorbei ist und die Waage mehr anzeigt, als so manchem lieb ist, könnte eine Ernährungsumstellung Abhilfe schaffen. Die Ernährungsexperten des DIET empfehlen eine ballaststoffreiche aber fettarme Kost, die satt macht und Fettreserven langsam aber sicher abbaut. Informationen können Ratsuchende über den ernährungsmedizinischen Beratungsdienst einholen, der werktags von 8:30 bis 17:30 Uhr über 0241-4450600 erreichbar ist. Zur Gewichtsreduktion ist das proteinmodifizierte Fasten gut geeignet, da es den Eiweißbedarf des Körpers deckt und ein unerwünschter sowie gefährlicher Muskelabbau deutlich verringert stattfindet. Auf die Wirkung des proteinmodifizierten Fastens setzen die ärztlich geführten und wissenschaftlich einwandfreien Adipositasprogramme wie Optifast oder Modifast. Produkte zum proteinmodifizierten Fasten sind auch in Apotheken und Drogerien erhältlich. Diese Produkte enthalten neben Protein auch Vitamine, Mineralstoffe, Kohlenhydrate und lebensnotwendige Fettsäuren, erklärt Müller.

Sven-David Müller | ots
Weitere Informationen:
http://www.diet-aachen.de/

Weitere Berichte zu: DIET Organismus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Die Gene sind nicht schuld
20.07.2018 | Technische Universität München

nachricht Staus im Gehirn: FAU-Forscher identifizieren eine Ursache für Parkinson
20.07.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

20.07.2018 | Informationstechnologie

Magie im Reagenzglas

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Strategien gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics