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Fortschritt im Kampf gegen den plötzlichen Herztod

12.12.2001


Was wäre, wenn...

... ein Arzt innerhalb von nur 5 Minuten erkennen könnte, ob ein Patient einen implantierbaren Defibrillator (ICD) benötigt oder nicht? - Es wäre ein riesiger Schritt im Kampf gegen den plötzlichen Herztod. Das Unglaubliche: Die Zukunft hat bereits begonnen! Das Zauberwort heisst "EF" und bedeutet "Ejektionsfraktion". Dieser Wert repräsentiert vereinfacht die Leistungsfähigkeit des Herzens; liegt diese Leistung nach einem Herzinfarkt bei nur noch 30 Prozent oder weniger, sollte ein ICD implantiert werden.

Ermittelt wird die EF vom Facharzt mittels Ultraschalluntersuchung. Der Vorteil gegenüber dem bisherigen medizinischen Kenntnisstand: Zur Diagnose ICD ’Ja oder Nein’ ist weder ein Langzeit-EKG notwendig, noch eine unter Umständen mehrstündige elektrophysiologische Untersuchung. Mehr noch: Ein Patient muss nicht erst wiederbelebt worden sein, um einen ICD zu bekommen. Mit anderen Worten, der Facharzt erkennt mit einem einfachen und völlig schmerzfreien Ultraschall, ob er seinem Patienten das Leben retten kann und muss bevor es zu spät ist.

Wenn künftig allen Infarktpatienten der Begriff "EF" genau so geläufig ist, wie Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin, können sie eigenverantwortlich "Ihre" persönliche EF bei Ihrem behandelnden Arzt prüfen lassen.

| ots

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