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Gefährliche Kreuzallergie zwischen Birkenpollen und Soja

06.04.2006


Unwissenheit kann Leben bedrohen



Experten der Universitätsklinik Leipzig haben nachgewiesen, dass Birkenpollenallergiker auch auf bestimmte Sojaprodukte allergisch reagieren. Ursache dafür ist die Ähnlichkeit des Birkenpollenallergens Bet v1 mit einem Stressprotein der Sojabohne Gly m4. Mit Unterstützung des Paul-Ehrlich-Instituts Langen konnten die Wissenschaftler der Leipziger Klinik zweifelsfrei eine Kreuzallergie nachweisen, die zu ausgeprägten allergischen Reaktionen bis hin zum allergischen Schock führen kann.



In den letzten zwei Jahren sind an der Universitätsklinik Leipzig zehn Patientinnen und Patienten behandelt worden, weil sie sowohl auf Birkenpollen als auf bestimmte Sojaprodukte allergisch reagierten. Ihr Gesicht schwoll an, sie bekamen stark juckenden Ausschlag am ganzen Körper, erbrachen, bekamen Durchfall und Atemprobleme. In schweren und unbehandelten Fällen kann dies sogar zum Tode führen. "Das Problem ist, dass die meisten Birkenpollenallergiker nicht wissen, dass sie auch gegen Sojaprodukte allergisch sein können", meint der Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Universitätsklinikum Leipzig, Jan Simon.

Die Kreuzallergie kommt in der Praxis jedoch äußert selten vor, wie eine Recherche von pressetext ergab. "Eine Birkenpollenallergie kann von etwa 1000 verschiedenen Allergenen ausgelöst werden. Die Chance auf eine Kreuzallergie auf Sojaprodukte ist daher minimal. Auch sind die Symptome einer Birkenpollen- und einer Soja-Allergie ganz unterschiedlich", sagt Harald Löffler vom Allergiezentrum Hessen in Marburg gegenüber pressetext. Eine Ärztin des Allergiezentrums Wien West betonte gegenüber pressetext, dass in Österreich sogar noch nie eine Kreuzallergie gemeldet wurde.

Reanne Leuning | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.unileipzig.de
http://www.pei.de

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