Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltweite HIV-Infektionen mit 40,3 Mio auf neuem Höchststand

21.11.2005


Nur Kombination aus Prävention und Therapie kann Epidemie aufhalten

... mehr zu:
»Aids »HIV-Infektion »HIV/AIDS »UNAIDS

Der aktuelle UNAIDS/WHO-Bericht "AIDS Epidemic Update 2005", dessen deutsche Version die Deutsche AIDS-Stiftung in diesem Jahr in Kooperation mit UNAIDS herausgebracht hat, zeigt deutlich die globale Dimension der AIDS-Epidemie auf: 40,3 Millionen HIV-infizierte Menschen, 4,9 Millionen Neuinfektionen in 2005 und 3,1 Millionen Tote 2005 durch AIDS weltweit. Ein Virus, das keine Ländergrenzen kennt, kann folglich nur mit gemeinsamen Anstrengungen aller Akteure bekämpft werden.

Für die Deutsche AIDS-Stiftung, die sich sowohl national als auch international für Menschen mit HIV und AIDS einsetzt, werden die globalen Auswirkungen der HIV/AIDS-Epidemie auch in Deutschland immer sichtbarer: "Die Zahl der betroffenen Migranten - aus mittlerweile über 80 Herkunftsländern - die sich aufgrund sozialer Notlagen an die Stiftung wenden, nimmt seit Jahren deutlich zu", betonte Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung. Besorgniserregend sei zudem die nun auch in Deutschland festzustellende Zunahme der HIV-Infektionen.


Eine aktuelle, von UNAIDS zitierte Studie zeigt, dass langfristig nur eine intensive und konsequente Kombination aus Präventionsanstrengungen und Therapieangeboten die Epidemie aufhalten kann. Die steigenden Infektionszahlen in Osteuropa und in vielen Ländern des südlichen Afrika haben die AIDS-Stiftung dazu bewogen, neben Soforthilfe und Präventionsangeboten für besonders verletzliche Gruppen in Deutschland auch im Ausland, etwa in Kaliningrad und in Tansania, Präventionsprojekte zu unterstützen. "Ziel aller Akteure muss es sein, möglichst flächendeckend Zugang zu Prävention, Therapie und Pflege anzubieten", so Heide.

"Der diesjährige Bericht von UNAIDS bestätigt, dass die deutsche Entwicklungszusammenarbeit die richtige Strategie hat. Wir setzen vor allem auf eine Kombination aus vier Elementen: bessere internationale Kooperation und Koordination der Anstrengungen, Prävention und Aufklärung einschließlich der Nutzung von Kondomen, Therapiemöglichkeiten", erklärte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. "Um die Versorgung armer, aidskranker Menschen mit Medikamenten noch weiter voranzutreiben, ist ein Schwerpunkt innerhalb des deutschen Engagements gegen HIV/AIDS die Produktion von kostengünstigen Generika in den Entwicklungsländern selbst."

"In vielen Ländern haben Erfolg versprechende Programme zur Eindämmung von HIV/AIDS begonnen. Sie zeigen: Prävention und Behandlung sind auch in wirtschaftlich armen Ländern möglich", sagte Jürgen Hammelehle, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen AIDS. Dazu sei auch noch mehr finanzielle Unterstützung von wohlhabenden Ländern wie Deutschland notwendig. Stigma und Diskriminierung würden allerdings oft genau die Menschen ausschließen, die besonders gefährdet seien. Dass Prävention und Behandlung gerade für Drogenkonsumenten und Prostituierte oft schwer oder gar nicht zugänglich seien, sei kontraproduktiv und gefährlich. "Der erste Schritt zur HIV-Prävention ist deshalb, diese Menschen in ihren Rechten und ihrem Anspruch zu stärken." Dies gelte vor allem für viele Teile Asiens und Osteuropas, wo Drogengebrauch der Hauptübertragungsweg von HIV sei.

Der ungekürzte Bericht "Epidemic Update 2005" (deutsche Fassung) steht auf der Website der Deutschen AIDS-Stiftung unter der folgenden Adresse zum Download zur Verfügung: www.aids-stiftung.de.

Zahlen zu HIV/AIDS weltweit: Weltweit leben insgesamt ca. 40,3 Millionen Menschen mit HIV/AIDS, im Jahr 2005 gab es ca. 4,9 Millionen HIV-Neuinfektionen und es starben 3,1 Millionen Menschen an AIDS (Quelle: AIDS Epidemic Update 2005, Zahlen sind Schätzungen). Zahlen zu HIV/AIDS in Deutschland: Ende 2004 lebten ca. 44.000 Menschen mit HIV/AIDS in Deutschland, im Jahr 2004 infizierten sich ca. 2.000 Menschen neu und ca. 700 Menschen erkrankten an AIDS (Schätzungen). Die Zahl der HIV-Erstdiagnosen (Meldungen über bestätigt positive Antikörpertests) lag 2003 bei 1.827, 2004 bei 2.058 und im ersten Halbjahr 2005 bei 1.164.

Informationen zur Deutschen AIDS-Stiftung:
Dr. Volker Mertens,
Tel.0228-6046931,
Fax 0228-6046999
E-mail: Volker-Mertens@AIDS-Stiftung.de

Dr. Volker Mertens | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.aids-stiftung.de

Weitere Berichte zu: Aids HIV-Infektion HIV/AIDS UNAIDS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Die Gene sind nicht schuld
20.07.2018 | Technische Universität München

nachricht Staus im Gehirn: FAU-Forscher identifizieren eine Ursache für Parkinson
20.07.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics