Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erste erfolgreiche Retransplantation von eingefrorenem Eierstockgewebe in Deutschland

04.04.2008
Neue Hoffnung für krebskranke Frauen mit Kinderwunsch: Den Erlanger Reproduktionsmedizinern unter Leitung von Klinikdirektor Prof. Dr. Matthias W. Beckmann ist erneut eine wissenschaftliche Sensation gelungen.

Einer 32-jährigen Krebs-Patientin wurde vor Beginn einer intensiven Chemotherapie und Bestrahlung Eierstockgewebe entnommen. Dieses Gewebe wurde mit einem speziellen Verfahren (Kryokonservierung) so schonend eingefroren, dass es zweieinhalb Jahre nach Ende der Krebsbehandlung aufgetaut und der durch die Krebstherapie unfruchtbar gewordenen Patientin voll funktionsfähig zurück verpflanzt werden konnte.

Die Erlanger Ärzte sind zusammen mit der Patientin guter Hoffnung, dass bald das erste deutsche Retransplantations-Baby geboren wird, 26 Jahre nachdem in der Frauenklinik des Universitätsklinikums Erlangen das erste deutsche Retortenbaby geboren wurde.

Im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag, 7. April 2008, um 15.00 Uhr in der Frauenklinik des Universtätsklinikums Erlangen (Gebäude "Geburtshilfe", Eingang an der Ecke "Universitätsstraße/Östliche Stadtmauerstraße", Erlangen) wird Prof. Beckmann zusammen mit Vertretern des Universitätszentrums für Reproduktionsmedizin (dem Biologen PD Dr. Ralf Dittrich und der behandelnden Frauenärztin Dr. Patrica G. Oppelt) sowie der Patientin Bianca T. den Weg zur ersten erfolgreichen Retransplantation von kryokonserviertem Eierstockgewebe anschaulich vorstellen.

Anschließend besteht die Möglichkeit zu Einzelinterviews mit dem Forscherteam und der Patientin aus Franken sowie zu Filmaufnahmen im Forschungslabor. Vertreter der Medien sind zur Pressekonferenz herzlich eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten.

Weltweit ist eine erfolgreiche Schwangerschaft nach der Retransplantation von Eierstockgewebe bislang nur in drei Zentren in Israel und Belgien geglückt. In Deutschland erkranken pro Jahr rund 17.000 Frauen im Alter von 15-45 Jahren an einem bösartigen Tumor. Viele von ihnen werden durch die Krebstherapie unfruchtbar. Das Deutsche Ärzteblatt wird in seiner Ausgabe vom 11. April 2008 über den wissenschaftlichen Erfolg in Erlangen berichten. Ein Vorabdruck des Beitrages im Deutschen Ärzteblatt wird zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen für die Medien
Johannes Eissing
Tel.: 09131 / 85-36102 oder
0160 / 909 13 697
presse@uk-erlangen.de

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de/

Weitere Berichte zu: Eierstockgewebe Krebstherapie Retransplantation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Warum Beta-Blocker Hautentzündungen verursachen
31.10.2019 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Motorisches Lernen bei Kniearthrose
31.10.2019 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: A new quantum data classification protocol brings us nearer to a future 'quantum internet'

The algorithm represents a first step in the automated learning of quantum information networks

Quantum-based communication and computation technologies promise unprecedented applications, such as unconditionally secure communications, ultra-precise...

Im Focus: REANIMA - für ein neues Paradigma der Herzregeneration

Endogene Mechanismen der Geweberegeneration sind ein innovativer Forschungsansatz, um Herzmuskelschäden zu begegnen. Ihnen widmet sich das internationale REANIMA-Projekt, an dem zwölf europäische Forschungszentren beteiligt sind. Das am CNIC (Centro Nacional de Investigaciones Cardiovasculares) in Madrid koordinierte Projekt startet im Januar 2020 und wird von der Europäischen Kommission mit 8 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen weltweit die meisten Todesfälle. Herzinsuffizienz ist geradezu eine Epidemie, die neben der persönlichen Belastung mit...

Im Focus: Göttinger Chemiker weisen kleinstmögliche Eiskristalle nach

Temperaturabhängig gefriert Wasser zu Eis und umgekehrt. Dieser Vorgang, in der Wissenschaft als Phasenübergang bezeichnet, ist im Alltag gut bekannt. Um aber ein stabiles Gitter für Eiskristalle zu erreichen, ist eine Mindestanzahl an Molekülen nötig, ansonsten ist das Konstrukt instabil. Bisher konnte dieser Wert nur grob geschätzt werden. Einem deutsch-amerikanischen Forschungsteam unter Leitung des Chemikers Prof. Dr. Thomas Zeuch vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Göttingen ist es nun gelungen, die Größe kleinstmöglicher Eiskristalle genau zu bestimmen. Die Forschungsergebnisse sind in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Science erschienen.

Knapp 100 Wassermoleküle sind nötig, um einen Eiskristall in seiner kleinstmöglichen Ausprägung zu formen. Nachweisen konnten die Wissenschaftler zudem, dass...

Im Focus: Verzerrte Atome

Mit zwei Experimenten am Freie-Elektronen-Laser FLASH in Hamburg gelang es einer Forschergruppe unter Führung von Physikern des Max-Planck-Instituts für Kernphysik (MPIK) in Heidelberg, starke nichtlineare Wechselwirkungen ultrakurzer extrem-ultravioletter (XUV) Laserpulse mit Atomen und Ionen hervorzurufen. Die heftige Anregung des Elektronenpaars in einem Heliumatom konkurriert so stark mit dem ultraschnellen Zerfall des angeregten Zustands, dass vorübergehend sogar Besetzungsinversion auftreten kann. Verschiebungen der Energie elektronischer Übergänge in zweifach geladenen Neonionen beobachteten die Wissenschaftler mittels transienter Absorptionsspektroskopie (XUV-XUV Pump-Probe).

Ein internationales Team unter Leitung von Physikern des MPIK veröffentlicht seine Ergebnisse zur stark getriebenen Zwei-Elektronen-Anregung in Helium durch...

Im Focus: Distorted Atoms

In two experiments performed at the free-electron laser FLASH in Hamburg a cooperation led by physicists from the Heidelberg Max Planck Institute for Nuclear physics (MPIK) demonstrated strongly-driven nonlinear interaction of ultrashort extreme-ultraviolet (XUV) laser pulses with atoms and ions. The powerful excitation of an electron pair in helium was found to compete with the ultrafast decay, which temporarily may even lead to population inversion. Resonant transitions in doubly charged neon ions were shifted in energy, and observed by XUV-XUV pump-probe transient absorption spectroscopy.

An international team led by physicists from the MPIK reports on new results for efficient two-electron excitations in helium driven by strong and ultrashort...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Mediation – Konflikte konstruktiv lösen

12.11.2019 | Veranstaltungen

Hochleistungsmaterialien mit neuen Eigenschaften im Fokus von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft

11.11.2019 | Veranstaltungen

Weniger Lärm in Innenstädten durch neue Gebäudekonzepte

08.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mediation – Konflikte konstruktiv lösen

12.11.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Hühnerstall mit Durchblick

12.11.2019 | Agrar- Forstwissenschaften

Pilotanlage in Vietnam: Wasser für 10 000 Menschen

12.11.2019 | Maschinenbau

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics