Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Anzeigen- und Werbemarkt tendiert zum Internet

26.04.2005


US-Zeitungen könnten bis 2007 vier Mrd. Dollar verlieren



Das Internet nagt zunehmend an den Werbeumsätzen der US-Tageszeitungen. Wie das Branchenportal AdAge.com berichtet, sieht das Consultingunternehmen McKinsey & Co für US-Zeitungen die Gefahr bis 2007 bis zu vier Mrd. Dollar oder rund neun Prozent der gesamten Werbeumsätze in Zeitungen an Online-Konkurrenten zu verlieren. Grund dafür sei vor allem der Anzeigenmarkt, der zunehmend zu Online-Portalen wie Monster.com, Realestate.com oder Craiglist.com abwandert. Aber auch bei der Werbung nagt das Internet verstärkt an den Umsätzen der Printmedien, berichtet die New York Times (NYT).



"Es war einmal eine Zeit, in der Kleinanzeigen die exklusive Domäne der Zeitungen waren", sagte Mort Goldstrom, Präsident der Newspaper Association of America (NAA), auf deren Jahresversammlung in San Francisco. Diese Zeit ist vorbei. Der Kern des Problems sei aber nicht der Wettbewerb, sondern der Preisverfall am Anzeigenmarkt, der durch die Online-Konkurrenten verursacht wird, so Luis Ubinas von McKinsey. Zudem ziehe der Online-Bereich das ganze Wachstum im Anzeigenmarkt auf sich. Sollte dieser Trend anhalten und auch auf den Anzeigenmarkt für Autos und Immobilien übergreifen, seien bis 2007 massive Umsatzeinbußen zu befürchten. Es sei aber nicht zu spät gegenzusteuern. Als Beispiele nannte der McKinsey-Analyst Jochen Heck attraktiven Content im Umfeld der Anzeigen, vereinfachte Prozesse bei der Anzeigenbuchung sowie ein besseres Verständnis für lokale Märkte.

Auch bei der Werbung sieht die NYT einen Trend in Richtung Internet. Vor allem nationale Tageszeitungen in den USA würden unter der Abwanderung der Werbeumsätze zu Online-Medien leiden. Lokale und regionale Zeitungen kommen demnach besser mit der Online-Konkurrenz zurecht. So seien die Printwerbeumsätze bei Dow Jones, Herausgeber des Wall Street Journal, im ersten Quartal 2005 im Vergleich zum Vorjahr um 10,8 Prozent gesunken. Auch die NYT Company kann nur auf eine magere Steigerung der Werbeumsätze um 0,8 Prozent im ersten Quartal verweisen, wobei hier die Online-Umsätze inkludiert sind. Kleine und mittlere Regionalzeitungen weisen hingegen ein stärkeres Wachstum auf, so die NYT. Auf der Seite der großen Zeitungen ist jedoch anzumerken, dass sie meist Online-Schwestern haben. Die Verlagerung der Werbeumsätze müsste also auf Ebene der Mutterkonzerne zumindest teilweise ausgeglichen werden. (pte-Trend)

Erwin Schotzger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.adage.com
http://www.naa.org

Weitere Berichte zu: Anzeigenmarkt NYT Online-Konkurrent Werbeumsatz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Erstes Kreuzfahrtschiff mit Fraunhofer 3D-Sound
05.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

nachricht Kleines Gehäuse, großer Klang, klare Sprache
31.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Tiefseebergbau: Forschung zu Risiken und ökologischen Folgen geht weiter

21.09.2018 | Geowissenschaften

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Optimierungspotenziale bei Kaminöfen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics