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In Farben und Lacken beseitigt, in Tabakrauch noch enthalten

22.04.2002


PD Dr. Klaus Golka


Wissenschaftlerteam des IfADo gewinnt Preis für aktuelle Krebsforschung
Die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. zeichnete Wissenschaftler des Instituts für Arbeitsphysiologie an der Universität Dortmund mit dem 1. Preis für die Präsentation aktueller Forschungsergebnisse aus.

Das Team um Privatdozent Dr. Golka konnte mit dem Preis für die beste Posterpräsentation von der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. im Gepäck zurück an das Institut für Arbeitsphysiologie an der Universität Dortmund (IfADo) reisen.
Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. wurde die aktuelle Arbeit der eng mit urologischen Kliniken kooperierenden Forschungsgruppe des IfADo mit dem 1. Preis der Posterausstellung geehrt.
Die Wissenschaftler präsentierten ihre Ergebnisse zur Entstehung von Harnblasenkrebs. Sie konnten zeigen, dass auch bei der Aufnahme von geringen Mengen krebserzeugender aromatischer Amine die Gefahr besteht, an Harnblasenkrebs zur erkranken. Krebserzeugende aromatische Amine waren in früheren Jahrzehnten in verschiedenen Farbbestandteilen enthalten, sind aber auch heute noch im Zigarettenrauch zu finden.
Besonders betroffen sind Personen, die diese Stoffe im Körper nur langsam abbauen können. Die Abbaugeschwindigkeit ist erblich bedingt. In Laboruntersuchungen kann festgestellt werden, ob Personen aromatische Amine schnell oder langsam abbauen. Diejenigen, die zur letzten Gruppe gehören, haben ein besonders hohes Risiko an Harnblasenkrebs zu erkranken und sollten daher noch einmal mehr darüber nachdenken, ob sie das Rauchen aufgeben sollten.

Dipl.-Psych. Birgit Seidel-Fabia | idw

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