Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Versorgung der Bevölkerung - ein Umweltproblem?

12.11.2002


Interdisziplinäre Nachwuchsforschungsgruppe untersucht Wechselwirkungen von demographischem Wandel und Versorgungsproblemen



Was haben weltweit ganz unterschiedliche Bevölkerungstrends (globales Bevölkerungswachstum, regionale Bevölkerungsschrumpfung, rückläufige Geburtenraten und massive Alterung einerseits, Anstieg der Sterblichkeit z.B. durch AIDS, Städtewachstum und Wanderungsbewegungen andererseits - mit Problemen der sozialen Sicherung, Krisen der Wasser- und Energieversorgung oder der Ernährungssicherheit zu tun? Welche gesellschaftlichen und ökologischen Probleme sind damit verbunden? Wie müssen Versorgungssysteme beschaffen sein, um die Grundbedürfnisse ausreichend zu befriedigen, so dass - bei einer absehbar anwachsenden Weltbevölkerung - für alle Menschen ein produktives Leben, ausreichender Unterhalt und die Lebensqualität nachhaltig gesichert sind?



Dies sind die zentralen Fragestellungen, die eine Gruppe von NachwuchswissenschaftlerInnen unter der Leitung von Dr. Diana Hummel in einem Kooperationsprojekt zwischen dem Frankfurter Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) GmbH und der J.W.Goethe-Universität (Fachbereiche Geowissenschaften, Biowissenschaften und Gesellschaftswissenschaften) untersucht. Das Projekt ist eines von insgesamt 11 Forschungsvorhaben, die vom BMBF im neu eingerichteten Förderschwerpunkt "Sozial-ökologische Forschung" ausgezeichnet wurden. Es wird mit 2 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert.

Ein Novum dieser Nachwuchsförderung ist die interdisziplinäre Orientierung: Die Forschungsgruppe besteht aus Wissenschaftlern mit sowohl naturwissenschaftlichem als auch sozialwissenschaftlichem Fachhintergrund. Im Projekt sind eine Ökonomin, ein Geograph, ein Soziologe, eine Biologin, eine Politologin sowie Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen beteiligt. "Nachwuchsförderung bedeutet für die Soziale Ökologie, sich mit inter- und transdisziplinären Forschungen akademisch zu qualifizieren" erläutert die Projektleiterin Dr. Diana Hummel. Dies sei eine "ziemliche Herausforderung", denn bislang richte sich die Qualifizierung in Form von Doktorarbeiten oder Habilitationen stark an den einzelnen universitären Fachdisziplinen aus.

Anhand ausgewählter historischer und kulturvergleichender Fallstudien untersuchen die jungen Forscherinnen und Forscher, inwiefern demographische Entwicklungen für die Entstehung von Versorgungskrisen und die Veränderung von Versorgungssystemen relevant sind. Beabsichtigt ist auch, Modelle über die hoch komplexen Wechselwirkungen zu entwickeln. Diana Hummel: "Da es sich um eine problemorientierte Forschung handelt, ist es unser Ziel, Szenarien für zukünftige Trends zu entwerfen und Konzepte für die nachhaltige Gestaltung von Versorgungssystemen zu erarbeiten". Die Ergebnisse sollen laufend publiziert werden.

Kontakt:

Dr. Diana Hummel
Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) GmbH
Hamburger Allee 45
60486 Frankfurt a.M.
Tel. 069-707 69 19 33
E-mail: hummel@isoe.de

Dr. Thomas Jahn | idw
Weitere Informationen:
http://www.isoe.de/projekte/demonsf.htm

Weitere Berichte zu: Umweltproblem Versorgungssystem Wechselwirkung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt
25.05.2018 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

nachricht Nanopartikel aus Kläranlagen - vorläufige Entwarnung
02.05.2018 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Optische Kontrolle von Herzfrequenz oder Insulinsekretion durch lichtschaltbaren Wirkstoff

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umweltressourcen nachhaltig nutzen

17.07.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation

17.07.2018 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics