Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue LED-Lampe spendet 37 Jahre Licht

29.05.2012
Expertin sieht Umbruch im Leuchtendesign

Das Unternehmen Jake Dyson hat auf der New York Design Week 2012 eine LED-Tischlampe präsentiert, die bei normaler Nutzung 37 Jahre lang Licht spenden soll. Erreicht wird dies durch ein Kühlsystem, das die Lebensdauer der Dioden und elektronischen Bestandteile enorm verlängert.

Silvia Bensel, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der Technischen Universität Berlin http://tu-berlin.de , hält eine solche Laufzeit theoretisch für machbar und sieht gegenüber pressetext einen beginnenden Umbruch im Leuchtendesign.

Heatpipe hält Lampe kühl

Der Arm, an dessen Ende die LED-Dioden angebracht sind, fungiert bei der Lösung von Jake Dyson als Heatsink. Darin eingebettet sind Vakuum-gefüllte Kupferröhrchen. Über sie wird die entstehende Hitze abgeführt und über den Arm schließlich an die Umgebung abgegeben. Ein Prinzip, das etwa auch bei der Kühlung von Computerprozessoren oder Grafikkarten oft zum Einsatz kommt, berichtet Inhabitat.com. Die Temperatur soll damit auf einem unkritischen Niveau gehalten werden.

Dass Wärmeentwicklung in der LED-Technik ein relevanter Problemfaktor ist, bestätigt Bensel im Gespräch mit pressetext. Dass viele der Lampen oft bereits vor Ablauf der ausgewiesenen Lebensdauer von 10.000 Stunden oder mehr - diese zeigt an, über welchen Nutzungszeitraum der Lichtstrom um 20 (LM80), 30 (LM70) oder 50 (LM50) Prozent abnimmt - ganz oder teilweise ausfallen, liegt allerdings nicht alleine daran.

Kompakte Bauform als Problem

So sind je nach Produkt fallweise auch minderwertige Bauteile für den frühzeitigen Tod verantwortlich. Nicht selten sind Beschädigungen des Halbleiters und von Elektronikbauteilen wie Kondensatoren Ursache für das Ausgehen des Lichtes, jedoch sind auch die Dioden selbst empfindlich gegenüber hohen Temperaturen, erklärt die Lichttechnikerin.

Besonders bei Leuchten mit kompakter Bauform, die oft der klassischen Glühbirne nachempfunden sind, wiegt das Problem umso schwerer. Hier steht der Kunde vor der Wahl, entweder viel Geld in eine Lampe mit integrierter Kühllösung zu investieren, oder zu einer günstigeren Alternative mit geringerer Lebensdauer zu greifen. "Es werden aber nur die wenigsten bereit sein, 50 Euro für ein Haushaltsleuchtmittel auszugeben", meint Bensel.

Panels im Aufwind

Die Expertin sieht die Energiesparlampe als aktuell tauglichste und wirtschaftlichste Lösung zum Ersatz von klassischen Glühlampen an. Mit dem Einzug der LED-Technologie wird sich ihrer Einschätzung nach das Design der Lampen auf lange Sicht dramatisch ändern. Wie an vielen Neuentwicklungen bereits zu erkennen ist, geht der Trend von der klassischen Birnenform hin zu flachen Panels, die sowohl gleichmäßige Ausleuchtung erlauben als auch über ihre Fläche zu weniger Hitzestau führen.

Georg Pichler | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.jakedyson.com

Weitere Berichte zu: Bauform Bensel Design Thinking Diode Dyson LED-Lampe Leuchtendesign Temperatur Umbruch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation
17.07.2018 | Eierund GmbH / HoseOnline.de

nachricht Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest
21.06.2018 | Universitätsmedizin Göttingen - Georg-August-Universität

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics