Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vom Gehirn zu Computermodellen: Internationaler Knotenpunkt „G-Node“ für Neuroinformatik an der LMU

16.06.2010
In den Neurowissenschaften fallen ungeheure Datenmengen an, die nur mit Hilfe computergestützter Methoden analysiert werden können.

Internationale „Knotenpunkte“ sollen hier den Datenaustausch erleichtern. Der deutsche „G-Node“ ist an der LMU angesiedelt und wird am 17. Juni 2010 eröffnet.

Die Neurowissenschaften haben sich wohl als neue Leitwissenschaft etabliert und sind dabei ein Schmelztiegel für so diverse Fachbereiche wie Medizin, Biologie, Chemie und Physik.

Auch die Informatik ist mittlerweile für die Erforschung des Gehirns und seiner Funktionen unentbehrlich: Wenn dieses hochkomplexe Organ untersucht wird, fallen ungeheure Datenmengen an, die mit Hilfe computergestützter Methoden analysiert werden müssen. Die entsprechenden Techniken und Modelle werden in den Fachbereichen Neuroinformatik und „Computational Neuroscience“ entwickelt.

In verschiedenen nationalen Knotenpunkten werden dazu nun im Rahmen der „International Neuroinformatics Coordinating Facility“ (INCF) Daten organisiert, technisches Know-how geschaffen und dann international verknüpft. Der deutsche Knotenpunkt „G-Node“ ist an der LMU München angesiedelt und wird am 17 Juni 2010 mit dem wissenschaftlichen Symposium „Linking Brain Research from Physiology to Models“ und Vorträgen hochkarätiger Forscher aus dem Bereich feierlich eröffnet (http://www.g-node.org/symposium2010).

„Die Neuroinformatik ist ein noch junges Forschungsgebiet“, sagt Dr. Thomas Wachtler, der wissenschaftliche Direktor von „G-Node“ und Organisator des Eröffnungssymposiums. „In diesem Bereich kommen theoretische und experimentelle Methoden zusammen, um die Funktion des Gehirns besser zu verstehen.“ Die „International Neuroinformatics Coordination Facility“ (INCF) wurde 2005 vom „Global Science Forum“ der OECD initiiert, um mit Unterstützung der Wissenschaftsministerien der beteiligten Länder die Neuroinformatik und „Computational Neuroscience“ international voranzutreiben. Dazu gehört, den Austausch von Daten zu vermitteln, Analysemethoden frei zugänglich zu machen und zu vereinheitlichen, damit Experimente in verschiedenen Forschungsgruppen verglichen werden können.

In 15 nationalen Knotenpunkten werden dazu nun Daten organisiert, technisches Know-how geschaffen und dann international verknüpft werden. Der deutsche Knotenpunkt „G-Node“ ist an der LMU München angesiedelt und integraler Bestandteil des „Bernstein Netzwerks Computational Neuroscience“, das vom vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 150 Millionen Euro gefördert wird. Koordinator von „G-Node“ ist Professor Andreas Herz, der zusammen mit dem Bochumer Professor Klaus-Peter Hofmann mit „Neuroinf“, dem Vorläuferprojekt des G-Node, Software zum wissenschaftlichen Datenaustausch entwickelte – und damit Deutschland zu einem Vorreiter in diesem Bereich machte.

Ansprechpartner:

Dr. Thomas Wachtler
Biozentrum der LMU München
Tel.: 089 / 2180 – 74810
E-Mail: wachtler@bio.lmu.de

Dr. Katrin Weigmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.g-node.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Fraunhofer IPT und Partner setzen Standards für Augmented-Reality-Anwendungen in der Produktion
04.08.2020 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Projekt Applikationszentrum V/AR stellt vergleichende Messung von VR-Trackingsystemen vor
04.08.2020 | Virtual Dimension Center Fellbach w. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: New Strategy Against Osteoporosis

An international research team has found a new approach that may be able to reduce bone loss in osteoporosis and maintain bone health.

Osteoporosis is the most common age-related bone disease which affects hundreds of millions of individuals worldwide. It is estimated that one in three women...

Im Focus: Neue Strategie gegen Osteoporose

Ein internationales Forschungsteam hat einen neuen Ansatzpunkt gefunden, über den man möglicherweise den Knochenabbau bei Osteoporose verringern und die Knochengesundheit erhalten kann.

Die Osteoporose ist die häufigste altersbedingte Knochenkrankheit. Weltweit sind hunderte Millionen Menschen davon betroffen. Es wird geschätzt, dass eine von...

Im Focus: Lastenfahrräder: Leichtbaupotenziale erkennen und nutzen

Lastenräder sind »hipp« und ein Symbol für klimafreundliche Mobilität, tagtäglich begegnen wir ihnen. Straßen und Radwege müssen an diese neue Fahrzeugkategorie angepasst werden. Aber nicht nur die Infrastruktur kann optimiert werden, Lastenräder selbst bieten noch reichlich Potenzial. Im neu gestarteten Projekt »LastenLeichtBauFahrrad« (L-LBF) suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF zusätzliche Leichtbaupotenziale dieser urbanen Vehikel. Über die Fortschritte des Projekts informiert eine eigene Webseite unter www.lbf.fraunhofer.de/L-LBF 

Form und Design von Lastenfahrrädern variieren von schnittig schick bis kastig oder tonnig. Sie stellen das neue Statussymbol der »mittleren Generation« dar....

Im Focus: AI & single-cell genomics

New software predicts cell fate

Traditional single-cell sequencing methods help to reveal insights about cellular differences and functions - but they do this with static snapshots only...

Im Focus: Künstliche Intelligenz & Einzelzellgenomik: Neue Software sagt das Schicksal einer Zelle vorher

Die Erforschung der Zelldynamik ermöglicht einen tieferen Einblick in die Entstehung und Entwicklung von Zellen sowie ein besseres Verständnis von Krankheitsverläufen. Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München (TUM) haben „scVelo“ entwickelt – eine auf maschinellem Lernen basierende Methode und Open-Source-Software, welche die Dynamik der Genaktivität in einzelnen Zellen prognostizieren kann. Damit können die Forscher den künftigen Zustand einzelner Zellen vorhersagen.

Herkömmliche Verfahren für die Einzelzellsequenzierung erlauben es, Erkenntnisse über Unterschiede und Funktionen auf zellulärer Ebene zu gewinnen - allerdings...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovationen der Luftfracht: 5. Air Cargo Conference real und digital

04.08.2020 | Veranstaltungen

T-Shirts aus Holz, Möbel aus Popcorn – wie nachwachsende Rohstoffe fossile Ressourcen ersetzen können

30.07.2020 | Veranstaltungen

Städte als zukünftige Orte der Nahrungsmittelproduktion?

29.07.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ein neuer Job für Augenzellen

05.08.2020 | Biowissenschaften Chemie

Essigsäure steuert Immunzellen für eine präzise orchestrierte Abwehr

05.08.2020 | Medizin Gesundheit

Elektrogesponnene Vliese mit gerichteten Fasern für die Sehnen- und Bänderrekostruktion

05.08.2020 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics