Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Cumulus4j schützt Geschäftsdaten beim Arbeiten in der Cloud

17.01.2013
Das FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe und die Softwarefirmen NightLabs Consulting GmbH und AX Business Solutions AG haben im Projekt Cumulus4j ein Softwaresystem konstruiert, das durch ein Zusatzmodul (Java Plug-In als Open Source) das Arbeiten mit kaufmännischen Daten auf Servern von Cloud-Dienstleistern sicherer macht / Verschlüsselung integriert in den Java-Industriestandards JPA und JDO (DataNucleus) / Für zusätzlichen Schutz kann man Datensätze auch verteilt auf internen und externen Speichern ablegen / Datenhoheit bleibt über den gesamten Verarbeitungsprozess beim Datenbesitzer

Ein neues Datensicherheitsmodul zum Verschlüsseln und optionalen Verteilen von Datensätzen auf verschiedene Rechner ermöglicht Softwareherstellern die Entwicklung erheblich sichererer Cloud-Software.

Wissenschaftler und Softwareingenieure aus dem FZI Forschungszentrum Informatik Karlsruhe, dem Karlsbader Unternehmen AX Business Solutions AG und der Freiburger NightLabs Consulting GmbH haben die innovative Software-Lösung mit dem Daten-schutzmodul „Cumulus4j“ im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Programms „KMU-innovativ“ erarbeitet und prototypisch in die Cloud-Anwendungssoftware AX Easy integriert. Diese Cloud-Software zum Schreiben von Rechnungen für Kleinbetriebe wird mit gängigen Browsern benutzt. Sie läuft auf Cloud-Servern von Google. Die Beta-Version von AX Easy kann bereits online ausprobiert werden (www.ax-ag.com). Zum Abfragen und Bearbeiten der verschlüsselten Daten kann das von NightLabs entwickelte Programm Vestigo (vestigo.nightlabs.com) verwendet werden.

Softwareentwickler können das Sicherheitsmodul in eigene Cloud-Anwendungen integrieren. Ebenso ist es mit geringem Aufwand möglich, bestehende Software auf Cumulus4j umzustellen. Der Quelltext des in Java programmierten Plug-Ins ist als Open-Source-Software unter der GNU Affero General Public License (AGPL) im Januar 2013 in der Version 1.1.0 im Internet bereitgestellt. Cumulus4j arbeitet mit allen gängigen Datenbanklösungen zusammen (www.cumulus4j.org).

Die hohe Datensicherheit steigert die Vertrauenswürdigkeit von Cloud-Anwendungen. Dies erleichtert es Unternehmen, Anwendungsprogramme zur Abwicklung ihrer Geschäftsvorgänge ebenso wie Kapazitäten für ihre Datenverarbeitung und Datenspeicherung bei Cloud-Dienstleistern nach Bedarf flexibel einzukaufen. Dr. Martin Rupp, Vorstand der AX Business Solutions AG bewertet die Idee und ihre Umsetzung als „Meilenstein bisher nicht erreichter Datensicherheit in der Cloud“. Bei der Sicherheitslösung würden Verschlüsselung auf Anwenderebene und neue Softwarearchitekturen innovativ kombiniert. „Wenn die Daten verschlüsselt und die Datensätze für die elektronischen Dokumente zudem verteilt auf verschiedenen Servern abgearbeitet und gespeichert werden, liefert ein Diebstahl der Datenbank eines Servers keine vertraulichen Informationen an den Angreifer. Selbst der Systemadministrator kann nur begrenzt viele, stets verschlüsselte Datenfragmente sehen“.
Alexander Bieber, Geschäftsführer der NightLabs Consulting GmbH, will mit Cumulus4j „dem Mangel an standardisierten Sicherheitslösungen in der Cloud begegnen. Mit Cumulus4j gibt es nun die Möglichkeit, Industriestandards für Java, nämlich JPA und JDO, für eine verschlüsselte Datenablage in der Cloud zu nutzen. Und dabei hat Cumulus4j weitaus höhere Sicherheitseigenschaften gegenüber Infrastrukturanbietern als die bisher häufig zur Anwendung kommenden Containerverschlüsselungsmethoden.“

In die Forschung und Entwicklung, die zu Cumulus4j führte, haben alle drei Projektpartner spezielles Fachwissen eingebracht. Das FZI sorgte mit seinen Kompetenzen im Bereich Datenschutz, Datensicherheit und Kryptographie für eine wissenschaftlich fundierte Herangehensweise an die komplexe Aufgabenstellung. Es entwickelte ein bislang einmaliges Verschlüsselungsschema mit nachweisbarer Sicherheit, Effizienz und Transparenz. Die NightLabs Consulting GmbH trug ihr Wissen und ihre langjährige Erfahrung im Bereich der Java-Entwicklung und des Umsetzens von ERP-Lösungen bei. Sie demonstrierte die Tragfähigkeit und Wirksamkeit des Cumulus4j-Konzeptes anhand ihrer Open-Source-ERP-Lösung JFire. Die AX Business Solutions AG koordinierte die Projektarbeiten und hat Cumulus4j in ihre Fakturierungssoftware AX Easy integriert.

Weitere Informationen
FZI Forschungszentrum Informatik
Haid-und-Neu-Str. 10-14, 76131 Karlsruhe
Ansprechpartnerin: Johanna Barsch, FZI Corporate Communications and Media
Telefon: +49 721 9654-904
E-Mail: barsch@fzi.de
Internet: www.fzi.de
Über das FZI Forschungszentrum Informatik
Das FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie ist eine Forschungseinrichtung in der Rechtsform einer gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts. Sie hat die Aufgabe, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie aus Informatik, Ingenieurwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verfügbar zu machen. In Kooperationsprojekten und in Auftragsforschung entwickelt das FZI für seine Geschäftspartner Konzepte für betriebliche Organisationsaufgaben sowie Software- und Systemlösungen und setzt diese in innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse um. Wissenschaftliche Exzellenz und Interdisziplinarität sind in der Organisation verankert: Für den Technologietransfer engagieren sich zur Zeit am FZI 19 Professoren des KIT, darunter eine Professorin und ein Professor, der in Tübingen lehrt. Sie erforschen in verschiedenen Disziplinen Informatik und ihre Anwendungen. Das FZI ist Innovationspartner des KIT, das aus dem Zusammenschluss der Universität Karlsruhe (TH) mit dem Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) entstanden ist.

Über die AX Business Solutions AG
Das Softwareunternehmen AX Business Solutions AG bietet betriebswirtschaftliche Lösungen für Handwerker und Kleinunternehmer. Mit ihrem Standardprodukt AX-Easy wird auf sehr einfache und kostengünstige Weise die komplette Fakturierung vom Angebot bis zur Rechnungserstellung online abgewickelt. Eine Artikel- und Kunden-verwaltung ist integriert. Die AX Business Solutions AG ist darüber hinaus spezialisiert in der Entwicklung von sicheren betriebswirtschaftlichen kundenspezifischen Webapplikationen in der Cloud und im Intranet und stellt Unternehmen jeder Größe hoch qualifizierte externe Mitarbeiter für eigene Projekte zur Verfügung.
Die AX Business Solutions AG ist ein junges Softwareunternehmen, gegründet im April 2010 mit Sitz in Karlsbad. Der Gründer ist Dr. Martin Rupp. Mehr Informationen finden Sie unter www.ax-ag.com.

AX Business Solutions AG
Haydnstraße 28, 76307 Karlsbad
Ansprechpartner: Dr. Martin Rupp, Vorstand
Telefon: +49 7202 7090054
E-Mail: martin.rupp@ax-ag.com
Internet: www.ax-ag.com

Über die NightLabs Consulting GmbH
NightLabs entwickelt seit 1997 maßgeschneiderte und moderne Software für mittelständische Unternehmen. Was zunächst als Unternehmen mit Schwerpunkt „verteilte Client-Server-Systeme“ und Finanz-Software begann, wurde 2000 zu einer GmbH, die sich auf ERP, Java sowie Open-Source-Software spezialisierte. Als Dienstleister hilft die NightLabs Consulting GmbH ihren Kunden bei der effizienten Einführung moderner ERP-Lösungen in heterogene Umgebungen. Darüber hinaus berät NightLabs auch andere Softwarefirmen, wenn es um die Einführung und Verwendung neuester Java-Technologien und effizienter Vorgehensmodelle geht. Mehr Informationen finden Sie unter www.nightlabs.de.

NightLabs Consulting GmbH
Weiherhofstr. 16, 79106 Freiburg
Ansprechpartner: Alexander Bieber, Geschäftsführer
Tel.: +49 761 8879180
Fax: +49 761 88791899
E-Mail: info@nightlabs.de

Johanna Barsch | idw
Weitere Informationen:
http://www.nightlabs.de
http://www.ax-ag.com
http://www.cumulus4j.org/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Metamolds: Eine Gussform für eine Gussform
20.08.2018 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker
17.08.2018 | Institute of Science and Technology Austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Quantenverschränkung erstmals mit Licht von Quasaren bestätigt

20.08.2018 | Physik Astronomie

1,6 Millionen Euro für den Aufbau einer Forschungsgruppe zu Quantentechnologien

20.08.2018 | Förderungen Preise

IHP-Technologie darf in den Weltraum fliegen

20.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics