Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Personenerkennung per Biometrie

21.12.2001


Ergebnisse eines interdisziplinären Forschungsprojekts über biometrische Identifikationsverfahren stellt ein aktuelles Buch dar, das zwei Professoren der Fachhochschule Gießen-Friedberg herausgegeben haben.

Hochentwickelte Technologie macht es heute möglich, die Identität einer Person z.B. anhand des Fingerbildes, der Iris oder der Stimme zu bestimmen. Diese biometrischen Identifikationsverfahren können im Alltag manche Erleichterung und mehr Komfort bringen. Sie werden aber auch - und das nicht erst als Reaktion auf die Terroranschläge des 11. September - als verbessernde Schutzmaßnahmen verstanden, mit denen die Erwartung auf erhöhte Sicherheit verbunden ist.

Diesen Themenkomplex behandelt ein neues Buch, das den Titel "Biometrische Identifikation" trägt. Herausgeber sind Michael Behrens und Richard Roth, Professoren an der Fachhochschule Gießen-Friedberg, die dort das groß angelegte Forschungsprojekt "BioTrusT" leiten.

Unter Einbeziehung von rund 400 studentischen Probanden testet das Friedberger Forschungsteam gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Akzeptanz solcher Identifikationssysteme. Empirisch gesicherte Resultate des Projekts und Beiträge eines Symposions sind in die Publikation eingeflossen, die in ihrem grundlegenden Teil u.a. rechtliche, humangenetische und ethische Aspekte diskutiert. Ein zweiter Schwerpunkt widmet sich den Verfahren, und zwar in jeweils eigenen Kapiteln der Fingerbild-, Gesichts-, Iris-, Sprech- und Unterschriftenerkennung. Die Perspektiven werden im dritten Block aus Sicht der Nutzer und im Hinblick auf das ökonomische Potential des "Technologiefeldes Biometrie" dargestellt. Die Notwendigkeit einer solchen Gesamtschau begründen die Herausgeber im Vorwort: "Eine Platzierung biometrischer Identifikationsverfahren in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen des alltäglichen Lebens verlangt eine Auseinandersetzung aus verschiedenen Blickwinkeln, da technische ebenso wie sozialwissenschaftliche Aspekte zu den bestimmenden Faktoren einer gesellschaftlichen Akzeptanz biometrischer Systeme gehören."

Interdisziplinär wie dieses Anliegen ist auch der Autorenkreis des Buches - Rechtswissenschaften, Philosophie, Medizin, Ingenieurwissenschaften, Informatik, Naturwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften sind darin vertreten.

"Biometrische Identifikation - Grundlagen, Verfahren, Perspektiven" ist im Vieweg-Verlag in der Reihe "DuD-Fachbeiträge" erschienen und für 88,- DM im Buchhandel erhältlich.

Erhard Jakobs | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Der Schlaue Klaus erlaubt keine Fehler
18.01.2019 | Optimum datamanagement solutions GmbH

nachricht Radar des Fraunhofer FHR analysiert Deorbiting-Systeme für mehr Nachhaltigkeit in der Raumfahrt
17.01.2019 | Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ten-year anniversary of the Neumayer Station III

The scientific and political community alike stress the importance of German Antarctic research

Joint Press Release from the BMBF and AWI

The Antarctic is a frigid continent south of the Antarctic Circle, where researchers are the only inhabitants. Despite the hostile conditions, here the Alfred...

Im Focus: Ultra ultrasound to transform new tech

World first experiments on sensor that may revolutionise everything from medical devices to unmanned vehicles

The new sensor - capable of detecting vibrations of living cells - may revolutionise everything from medical devices to unmanned vehicles.

Im Focus: Fliegende optische Katzen für die Quantenkommunikation

Gleichzeitig tot und lebendig? Max-Planck-Forscher realisieren im Labor Erwin Schrödingers paradoxes Gedankenexperiment mithilfe eines verschränkten Atom-Licht-Zustands.

Bereits 1935 formulierte Erwin Schrödinger die paradoxen Eigenschaften der Quantenphysik in einem Gedankenexperiment über eine Katze, die gleichzeitig tot und...

Im Focus: Flying Optical Cats for Quantum Communication

Dead and alive at the same time? Researchers at the Max Planck Institute of Quantum Optics have implemented Erwin Schrödinger’s paradoxical gedanken experiment employing an entangled atom-light state.

In 1935 Erwin Schrödinger formulated a thought experiment designed to capture the paradoxical nature of quantum physics. The crucial element of this gedanken...

Im Focus: Implantate aus Nanozellulose: Das Ohr aus dem 3-D-Drucker

Aus Holz gewonnene Nanocellulose verfügt über erstaunliche Materialeigenschaften. Empa-Forscher bestücken den biologisch abbaubaren Rohstoff nun mit zusätzlichen Fähigkeiten, um Implantate für Knorpelerkrankungen mittels 3-D-Druck fertigen zu können.

Alles beginnt mit einem Ohr. Empa-Forscher Michael Hausmann entfernt das Objekt in Form eines menschlichen Ohrs aus dem 3-D-Drucker und erklärt: «Nanocellulose...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Smarte Sensorik für Mobilität und Produktion 4.0 am 07. Februar 2019 in Oldenburg

18.01.2019 | Veranstaltungen

16. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

17.01.2019 | Veranstaltungen

Erstmalig in Nürnberg: Tagung „HR-Trends 2019“

17.01.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Zeitwirtschafts- und Einsatzplanungsprozesse effizient und transparent gestalten mit dem Workforce Management System der GFOS

18.01.2019 | Unternehmensmeldung

Der Schlaue Klaus erlaubt keine Fehler

18.01.2019 | Informationstechnologie

Neues Verfahren zur Grundwassersanierung: Mit Eisenoxid gegen hochgiftige Stoffe

18.01.2019 | Verfahrenstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics