Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Diebstahlschutz durch intelligentes Sensornetzwerk

09.02.2006


Sensoreinheiten kommunizieren mit ihren Nachbarn - Foto: IIS Frauenhofer


Aktive Sendeeinheiten kommunizieren ohne zusätzliche Infrastruktur


Das Frauenhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) hat ein selbstorganisierendes Funknetzwerk vorgestellt, das sich für Logistik in Gebäuden oder Diebstahlsicherung verwenden lässt. Das Netz besteht aus kleinen Sende- und Empfangseinheiten, die durch Knopfzellen mit Energie versorgt ihre Position an die Zentrale übermitteln können. "Im Gegensatz zu RFID-Chips haben wir es hier mit aktiven Einheiten zu tun, die sich zentral lokalisieren lassen", erklärte Karin Loidl, Verantwortliche für Technologiemarketing am IIS, im Gespräch mit pressetext.

Zum Einsatz kommen die Funknetzwerke bei der Diebstahlsicherung, der Inventarortung sowie in Gefahrensituationen. Hierbei geht es um die Überwachung und Sicherung von Personen oder mobilen Objekten und um eine schnelle Information und Alarmierung ohne aufwändige Infrastruktur. "Den einzelnen Sensorknoten können Bereiche zugeteilt werden, die sie nicht verlassen dürfen. Ein Sensor, der beispielsweise auf ein teures Messgerät aufgebracht ist, schlägt Alarm, sobald er den erlaubten Bereich verlässt. Umgekehrt können verlorene oder verlegte Gegenstände durch die Ortung wieder gefunden werden.", so Loidl. Eine erste kommerzielle Anwendung dieses Systems soll es bereits im zweiten Quartal 2006 geben.


Die aktive Energieversorgung der Sender ermöglicht es, dass diese über ein spezielles Kommunikationsprotokoll miteinander kommunizieren. "Dafür ist keine Infrastruktur notwendig, denn jeder Sendeknoten kommuniziert mit allen anderen. Dadurch, dass die einzelnen Knoten aufeinander hören, ist eine relative Lokalisierung aus der Position der Sender zueinander möglich", so Loidl. Eine exakte Standortbestimmung ist mittels Ankerknoten möglich. "Der Ankerknoten hat einen fixen Standort oder er arbeitet mit GPS. Die Postition der Nachbarknoten können somit exakt bestimmt werden", erläuterte Loidl. Die Sendefrequenz liegt bei 868 Megahertz und damit im lizenzfreien Bereich.

Die Sensoren arbeiten energiesparend, indem sie nur dann in aktive Sendephasen gehen, wenn es notwendig ist. "Sie werden so programmiert, dass sie sich zu einer bestimmten Zeit beim Netzwerk melden müssen. Dieses Intervall kann zwischen zehn Minuten und sechs Monaten beliebig gewählt werden", meinte Loidl. In diesem Zeitraum "schläft" der Sender und meldet sich nur dann, wenn er abgefragt wird. Das Netz bleibt selbst bei Ausfall eines Sensorknotens voll funktionsfähig, denn jeder Knoten vernetzt sich selbstständig mit mehreren Knoten seiner Nachbarschaft. Dadurch ist das Netzwerk auch jederzeit und einfach erweiterbar.

Andreas List | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.iis.frauenhofer.de

Weitere Berichte zu: Ankerknoten Diebstahlsicherung Funknetzwerk Knoten

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Datenschutz: Vom Stressfaktor zum Kinderspiel
19.03.2019 | Telekom/DataGuard

nachricht Der virtuelle Graue Star
18.03.2019 | Technische Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Zähmung der Lichtschraube

Wissenschaftler vom DESY und MPSD erzeugen in Festkörpern hohe-Harmonische Lichtpulse mit geregeltem Polarisationszustand, indem sie sich die Kristallsymmetrie und attosekundenschnelle Elektronendynamik zunutze machen. Die neu etablierte Technik könnte faszinierende Anwendungen in der ultraschnellen Petahertz-Elektronik und in spektroskopischen Untersuchungen neuartiger Quantenmaterialien finden.

Der nichtlineare Prozess der Erzeugung hoher Harmonischer (HHG) in Gasen ist einer der Grundsteine der Attosekundenwissenschaft (eine Attosekunde ist ein...

Im Focus: The taming of the light screw

DESY and MPSD scientists create high-order harmonics from solids with controlled polarization states, taking advantage of both crystal symmetry and attosecond electronic dynamics. The newly demonstrated technique might find intriguing applications in petahertz electronics and for spectroscopic studies of novel quantum materials.

The nonlinear process of high-order harmonic generation (HHG) in gases is one of the cornerstones of attosecond science (an attosecond is a billionth of a...

Im Focus: Magnetische Mikroboote

Nano- und Mikrotechnologie sind nicht nur für medizinische Anwendungen wie in der Wirkstofffreisetzung vielversprechende Kandidaten, sondern auch für die Entwicklung kleiner Roboter oder flexibler integrierter Sensoren. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) haben mit einer neu entwickelten Methode magnetische Mikropartikel hergestellt, die den Weg für den Bau von Mikromotoren oder die Zielführung von Medikamenten im menschlichen Körper, wie z.B. zu einem Tumor, ebnen könnten. Die Herstellung solcher Strukturen sowie deren Bewegung kann einfach durch Magnetfelder gesteuert werden und findet daher Anwendung in einer Vielzahl von Bereichen.

Die magnetischen Eigenschaften eines Materials bestimmen, wie dieses Material auf das Vorhandensein eines Magnetfeldes reagiert. Eisenoxid ist der...

Im Focus: Magnetic micro-boats

Nano- and microtechnology are promising candidates not only for medical applications such as drug delivery but also for the creation of little robots or flexible integrated sensors. Scientists from the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) have created magnetic microparticles, with a newly developed method, that could pave the way for building micro-motors or guiding drugs in the human body to a target, like a tumor. The preparation of such structures as well as their remote-control can be regulated using magnetic fields and therefore can find application in an array of domains.

The magnetic properties of a material control how this material responds to the presence of a magnetic field. Iron oxide is the main component of rust but also...

Im Focus: Goldkugel im goldenen Käfig

„Goldenes Fulleren“: Liganden-geschützter Nanocluster aus 32 Goldatomen

Forschern ist es gelungen, eine winzige Struktur aus 32 Goldatomen zu synthetisieren. Dieser Nanocluster hat einen Kern aus 12 Goldatomen, der von einer Schale...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen

21.03.2019 | Veranstaltungen

6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

21.03.2019 | Veranstaltungen

Teilchenphysik trifft Didaktik und künstliche Intelligenz in Aachen

20.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Die Zähmung der Lichtschraube

22.03.2019 | Physik Astronomie

Saarbrücker Forscher erleichtern durch Open Source-Software den Durchblick bei Massen-Sensordaten

22.03.2019 | HANNOVER MESSE

Ketten aus Stickstoff direkt erzeugt

22.03.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics