Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

GMD-Projekt Sm@rtShelf: Bücher und Akten funken ihren Standort

11.12.2000


... mehr zu:
»Antenne »Codenummer »Sm@rtLabel
Täglich verschwinden wichtige Bücher, Aktenordner und Dokumente: Ein Kollege hat vergessen, sie zurückzubringen, oder sie in ein falsches Fach gelegt. Eine Lösung, die mühsames Suchen erspart, bietet das GMD-Institut
für Sichere Telekooperation (SIT) in Darmstadt. Jetzt genügt ein Mausklick und das gesuchte Objekt meldet, wo es sich befindet.

Die Technik stammt von GMD-Forscher Rolf Reinema: Jedes Buch oder jeder Aktenordner bekommen ein Sm@rtLabel. Das ist ein batterieloser Sender in Briefmarken-Größe. Dieser so genannte Transponder enthält eine Antenne und einen Chip, der eine individuelle Codenummer gespeichert hat. In Räumen, wo Sm@rtLabels zum Einsatz kommen, sind spezielle Antennen angebracht, die mit einem Lesegerät und einem Computer verbunden sind. Diese Antennen können unsichtbar in Bücherregalen (Sm@rtShelf) verlegt werden. Unter Tischen angebracht, erfassen sie auch Bücher, die dort liegen.

Um ein Buch zu finden, wählt man dessen Codenummer auf dem Rechner aus. Dieser sendet die Codenummer an alle Lesegeräte und Antennen. Der Transponder im gesuchten Objekt antwortet und der Computer zeigt den Lageort des gewünschten Objekts. Sm@rtLabels verschleißen nicht und kosten zur Zeit etwa eine Mark, bei Massenfertigung deutlich weniger. "Nach einer neueren Untersuchung verliert eine Kanzlei pro Jahr Hunderte Mark durch die Suche nach vermissten Akten", erklärt Rolf Reinema, Leiter des Forschungsbereichs COR (Kooperative Räume - Arbeitswelten der Zukunft), "Unser System amortisiert sich daher in kurzer Zeit."

Diese Technik ermöglicht intelligente Bibliotheken (Sm@rtLibraries). In ihnen findet man jedes Werk, selbst wenn es gar keinen festen Standplatz hat. Das funktioniert über einen herkömmlichen Web-Browser auch mit jedem Computer in einem Netzwerk. Dadurch lassen sich weitere Informationen zu dem gefundenen Buch abrufen, etwa Rezensionen, aktuelle Ergänzungen oder Korrekturen.

Ansprechpartner:
Rolf Reinema, Leiter Forschungsbereich COR,
GMD-Institut für Sichere Telekooperation (SIT),
Rheinstraße 75, 64295 Darmstadt,
Tel. 06151-869-358, E-Mail: rolf.reinema@gmd.de

 

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Ute Schuetz | idw

Weitere Berichte zu: Antenne Codenummer Sm@rtLabel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation
13.07.2018 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Gegen das Verblassen historischer Dokumente
11.07.2018 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Europaweit erste Patientin mit neuem Hybridgerät zur Strahlentherapie behandelt

19.07.2018 | Medizintechnik

Waldrand oder mittendrin: Das Erbgut von Mausmakis unterscheidet sich je nach Lebensraum

19.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics