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SPS/IPC/DRIVES: Agenten in die Produktion!

29.10.2003


Agententechnologie vereinfacht das Engineering von verteilten, dezentralen, heterogenen Produktionssystemen. Die Software-Plattform "AgenTec" ermöglicht "plug & produce" in agentenbasierten Systemen. Fraunhofer IPA und Fraunhofer AIS stellen den Prototyp auf der SPS/IPC/DRIVES 2003 in Nürnberg vor.



Eine Gitterbox mit Blechen im Schlepptau ist AMS 14 unterwegs zur Bearbeitungsstation Sechs, wo der Schweißroboter in Kürze neue Teile brauchen wird. AMS 14 ist ein technischer Agent und gehört zu den autonomen, mobilen Robotern, die für den Materialfluss zuständig sind. Seinen Weg sucht er sich selbständig durch die Werkshalle. Er weicht dabei anderen Robotern, Menschen ebenso sicher aus, wie vorübergehend seine Bahn blockierenden festen Hindernissen. Den Auftrag, Nachschub zu liefern, hat AMS 14 direkt von der Bearbeitungsstation bekommen. Noch bevor er die Bleche ausliefern konnte, geht bereits die nächste Anfrage ein. Diesmal von einem Assistenzsystem am anderen Hallenende, das einen Werker bei der Montage von Spezialteilen unterstützt. Da AMS 14 die dort benötigten Teile nicht rechtzeitig liefern könnte, sagt er ab. Ein anderes AMS klinkt sich in die Kommunikation ein und übernimmt den Auftrag. An der Realisierung von Szenarien wie diesem arbeiten zwei Fraunhofer-Teams in Stuttgart und St. Augustin im Projekt "AgenTec".



"Wir wollen Agententechnologien für die Entwicklung und den Betrieb von autonomen, verteilten, heterogenen Robotersystemen in Produktion und Dienstleistung nutzbar machen", fasst Arno Ritter vom Fraunhofer IPA das Ziel von "AgenTec" zusammen. Gefördert vom BMBF entstand innerhalb "AgenTec" als ein erster Schritt der Prototyp einer Software-Plattform für agentenbasierte Produktionssysteme. Als Informations- und Steuerungszentrale bietet die Agentenplattform Dienste zum Agentenmanagement an: Die Agenten melden sich bei der Plattform an und ab, finden Informationen, Spezialisten und andere Agenten und kommunizieren miteinander. Die Plattform ermöglicht "plug & produce": über den gesamten Lebenszyklus des Produktionssystems hin, Komponenten flexibel in einen Produktionsprozess einzubringen oder heraus zu nehmen, heterogene Hardware- und Software-Module zu integrieren und den Ausfall von Komponenten durch Umverteilung von Aufgaben zu kompensieren. Teil der Plattform ist eine integrierte Entwicklungsumgebung zur Simulation, Visualisierung und Kommunikation der Komponenten. Ihre Implementierung stützt sich auf Standards oder Quasi-Standards wie Jini, Corba, XML und FIPA-ACL.

Auf der SPS/IPC/DRIVES (25.-27. November in Nürnberg) wird die Agentenplattform am Beispiel einer Kommissionieraufgabe (Halle 8, Stand 302) sowie im Rahmen eines Vortrags auf dem begleitenden Kongress vorgestellt.

Weitere Informationen:

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik
und Automatisierung IPA
Dr.-Ing. Arno Ritter
Telefon: +49(0)711/970-1390
E-Mail: arno.ritter@ipa.fraunhofer.de

Michaela Neuner | idw
Weitere Informationen:
http://www.agentec.de

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