Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland will Breitbandlücken schließen

06.03.2008
Ziel ist eine Haushaltsabdeckung von über 99 Prozent

"Die Breitbandentwicklung verläuft in Deutschland nach wie vor sehr positiv. Der Markt entwickelt sich dynamisch, die Wettbewerbsintensität ist hoch und die Preise sehr niedrig", verkündete Bernd Pfaffenbach, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gestern, Mittwoch, anlässlich einer Podiumsdiskussion der Deutschen Breitbandinitiative auf der Computermesse CeBIT in Hannover.

Um die dennoch vor allem im ländlichen Raum immer noch vorzufindenden Breitbandlücken zu schließen, sei eine gezielte gemeinsame Kraftanstrengung von Bund, Ländern, Kommunen und Wirtschaft vonnöten. Die Bundesregierung habe hierzu bereits ein Bündel von Maßnahmen auf den Weg gebracht und werde ihre Anstrengungen zur Beseitigung von Anbindungsschwachstellen künftig weiter intensivieren, so Pfaffenbach.

"Das BMWi wird die Flächenabdeckung durch geeignete Maßnahmen weiter vorantreiben", erklärte Pfaffenbach. Im Vordergrund stehe dabei eine zielorientierte Informationspolitik, die sich insbesondere an Entscheidungsträger in den Gemeinden sowie an Bürgerinitiativen und Unternehmen vor Ort richte. "Diese Informationspolitik ist als Hilfe zur Selbsthilfe zu verstehen und zielt darauf ab, Marktprozesse in Gang zu setzen", erläuterte der BMWi-Staatssekretär. Ziel bleibe auch weiterhin eine möglichst flächendeckende Breitbandversorgung, genauer gesagt eine Haushaltsabdeckung von über 99 Prozent.

Um dieses Ziel erreichen zu können, habe das BMWi das Pilotprojekt "Praxisnahe Lösung zur Schließung von Breitband-Versorgungslücken" initiiert. In dessen Rahmen wurden sechs unversorgten deutschen Orten Berater zur Seite gestellt, die innerhalb von sechs bis acht Wochen ein auf die örtlichen Gegebenheiten angepasstes Lösungskonzept erarbeiten sollten. "Alle Projekte haben gezeigt, dass nur eine sehr enge Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern und Bürgern vor Ort zum Erfolg führt", stellte Pfaffenbach fest. Konkrete Ergebnisse der Projekte werden in Kürze auf dem Breitbandportal des BMWi http://www.zukunft-breitband.de veröffentlicht.

"Auch in Österreich bestehen in manchen Regionen noch Lücken in punkto Breitbandanbindung", erklärt Kurt Einzinger, Generalsekretär des Vereins Internet Service Providers Austria (ISPA) http://www.ispa.at , auf Anfrage von pressetext. Diese Lücken würden allerdings zunehmend kleiner und mittlerweile seien rund 40 Prozent der österreichischen Haushalte mit Breitbandanbindungen versorgt. "Das Problem ist viel eher, dass die Wettbewerbsintensität in manchen Gebieten zu gering ist", stellt Einzinger fest. Dies resultiere vielerorts in wenig attraktiven Internetangeboten und einer damit verbundenen langsamen Breitbandannahme innerhalb der Bevölkerung. Die kürzlich gestartete Internetinitiative (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=080303028 ) sei in diesem Zusammenhang ein wichtiger Schritt nach vorne. "Sie ist gleichzeitig auch eine Bewusstseinsoffensive, die sowohl für die Politik als auch für die Bürger gut und wichtig ist", betont Einzinger.

Bei der Nutzung von Breitbandinternet liegt Deutschland mittlerweile deutlich über dem EU-Durchschnitt. Derzeit verfügt etwa jeder zweite deutsche Haushalt über einen derartigen Anschluss. Allein im vergangenen Jahr sind rund fünf Mio. neue Anschlüsse hinzugekommen, das ist der höchste absolute Zuwachs in Europa. Problematisch ist allerdings, dass für drei bis vier Prozent der Haushalte faktisch allein Satellitendienste als Breitbandzugang zur Verfügung stehen. Weitere rund sieben bis acht Prozent können zudem zur Zeit nur auf qualitativ unzureichende Internetzugänge zurückgreifen.

Markus Steiner | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.bmwi.de
http://www.breitbandinitiative.de

Weitere Berichte zu: Breitbandlücke Informationspolitik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Künstliche Intelligenz forscht mit
26.03.2019 | Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

nachricht „Time Machine“ läutet neues Zeitalter ein
26.03.2019 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neues Gen mit möglicher Rolle bei Metastasierung identifiziert

Gen nach römischer Göttin Minerva benannt, da Immunzellen im Kopf der Fruchtfliege stecken bleiben

Weisen Tumore eine bestimmte Kombination von Zuckern – das sogenannte T-Antigen – auf, breiten sie sich mit größerer Wahrscheinlichkeit im Körper aus und töten...

Im Focus: New gene potentially involved in metastasis identified

Gene named after Roman goddess Minerva as immune cells get stuck in the fruit fly’s head

Cancers that display a specific combination of sugars, called T-antigen, are more likely to spread through the body and kill a patient. However, what regulates...

Im Focus: Saxony5 und Industrie 4.0 Modellfabrik präsentieren sich auf Hannover Messe

Vom 1. bis 4. April 2019 ist die HTW Dresden mit der Industrie 4.0 Modellfabrik und dem Projekt Saxony5 auf der Hannover Messe vertreten. Am Gemeinschaftstand der sächsischen Hochschulen für angewandte Forschung (HAW) „Forschung für die Zukunft“ stellen die Dresdner Forscher aktuelle Projekte zum kollaborativen Arbeiten und deren Anwendungen in der Industrie vor.

Virtuell können die Besucher von Hannover aus auf dem Tablet ihre Züge gegen den kollaborativen Roboter YuMi, der in der Modellfabrik in Dresden steht, setzen....

Im Focus: Hochdruckwasserstrahlen zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen erprobt

Beim Fräsen hochfester Werkstoffe wie Oxidkeramik oder Sondermetalle – und besonders bei der Schruppbearbeitung – verschleißen Werkzeuge schnell. Für Unternehmen ist die Bearbeitung dieser Werkstoffe deshalb mit hohen Kosten verbunden. Im Projekt »HydroMill« hat das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen mit seinen Projektpartnern nun gezeigt, dass sich der Hochdruckwasserstrahl zum flächigen Materialabtrag von hochfesten Werkstoffen eignet. War der Einsatz von Wasserstrahlen bislang auf die Schneidbearbeitung beschränkt, zeigen die Projektergebnisse, wie sich hochfeste Werkstoffe kosten- und ressourcenschonender als bisher flächig abtragen lassen.

Diese neue und zur konventionellen Schruppbearbeitung alternative Anwendung der Wasserstrahlbearbeitung untersuchten die Aachener Ingenieure gemeinsam mit...

Im Focus: Die Zähmung der Lichtschraube

Wissenschaftler vom DESY und MPSD erzeugen in Festkörpern hohe-Harmonische Lichtpulse mit geregeltem Polarisationszustand, indem sie sich die Kristallsymmetrie und attosekundenschnelle Elektronendynamik zunutze machen. Die neu etablierte Technik könnte faszinierende Anwendungen in der ultraschnellen Petahertz-Elektronik und in spektroskopischen Untersuchungen neuartiger Quantenmaterialien finden.

Der nichtlineare Prozess der Erzeugung hoher Harmonischer (HHG) in Gasen ist einer der Grundsteine der Attosekundenwissenschaft (eine Attosekunde ist ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Industrie 4.0 - Herausforderungen & Wege in der Ingenieurausbildung

26.03.2019 | Veranstaltungen

Größte nationale Tagung 2019 für Nuklearmedizin in Bremen

21.03.2019 | Veranstaltungen

6. Magdeburger Brand- und Explosionsschutztage vom 25. bis 26.3. 2019

21.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Künstliche Intelligenz forscht mit

26.03.2019 | Informationstechnologie

Neues Gen mit möglicher Rolle bei Metastasierung identifiziert

26.03.2019 | Biowissenschaften Chemie

Im nicht mehr ewigen Eis – Rostocker Forscher untersuchen Leben in der Antarktis

26.03.2019 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics