Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Im Krisenfall schnell und richtig handeln

04.02.2008
Im Falle einer Katastrophe ist schnelles, strukturiertes Handeln extrem wichtig. Die Krisenmanagement-Plattform ERMA unterstützt Behörden und Rettungsorganisationen im Notfall. Sie bündelt wichtige Informationen und hilft, die Rettungsmaßnahmen gezielt zu steuern.

Überschwemmungen, Schlammlawinen, Chemieunfälle – im Falle einer Katastrophe ist es schwer, den Überblick zu behalten. Wer ist akut gefährdet? Wie viele Rettungskräfte stehen zur Verfügung? Wie koordiniert man den Einsatz am besten? Wie kann die betroffene Bevölkerung schnellstmöglich gewarnt und informiert werden? Ist die medizinische Versorgung gesichert? Manager von Krisensituationen brauchen vor allem eines: den kompletten Überblick. Doch im Notfall ist es nicht leicht, die Lage objektiv zu beurteilen, Informationen effi-zient zu bündeln und daraus die richtigen Entscheidungen abzuleiten.

Die Plattform ERMA, »Electronic Risk Management Architecture«, unterstützt Katastrophenhelfer und die entsprechenden Organisationen bei der Koordination der notwendigen Einsätze. An dem EU-geförderten Projekt sind Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT in St. Augustin beteiligt.

Sie haben für ERMA wichtige Komponenten entwickelt, die ein professionelles Krisenmanagement ermöglichen: »Netzwerke aus verschiedenen Sensoren messen bestimmte Parameter und leiten sie sofort weiter«, erklärt Prof. Dr. Thomas Rose, Leiter des Forschungsbereichs für Prozessmanagement am FIT. »Im Falle eines Chemieunfalls etwa bestimmen die Sensoren die Belastung durch Schadstoffe in der Luft oder im Wasser«, sagt Rose. Ein spezielles Indikatorsystem, basierend auf komplexen Algorithmen, wertet alle Messdaten aus und liefert die entsprechenden Entscheidungshilfen.

... mehr zu:
»ERMA »FIT

Die wichtigsten Informationen gibt ERMA automatisch an Einsatzkräfte und andere Beteiligte weiter. Die Plattform informiert auch die betroffenen Bürger schnell und effizient: Wichtige Verhaltensmaßnahmen lassen sich zum Beispiel im Internet abrufen. Oder die Bevölkerung wird über das Handy alarmiert und erfährt so, wie sie sich am besten vor möglichen Gefahren schützen kann – Experten sprechen von »Citizen Relationship Management«. Darüber hinaus kann ERMA auch wichtige Informationen von aktuellen Zeugen, etwa über gesperrte Straßen oder eingestürzte Brücken, über eine Hotline aufnehmen und automatisch auswerten.

ERMA ist vor allem für mittelgroße Kommunen oder Organisationen gedacht. Darunter fallen beispielsweise Hafenanlagen, Flughafenbehörden oder kleinere Städte, die häufig von Naturkatastrophen heimgesucht werden. Auf der CeBIT vom 4. bis 9. März in Hannover demonstrieren die Forscher die Prozessmanagement-Komponenten des Systems sowie den digitalen Assistenten OLGA für die medizinische Notfallversorgung (Halle 9, Stand B36).

Prof. Dr. Thomas Rose | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: ERMA FIT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Fraunhofer IPT und Partner setzen Standards für Augmented-Reality-Anwendungen in der Produktion
04.08.2020 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Projekt Applikationszentrum V/AR stellt vergleichende Messung von VR-Trackingsystemen vor
04.08.2020 | Virtual Dimension Center Fellbach w. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Projektabschluss ScanCut: Filigranere Steckverbinder dank Laserschneiden

Eine entscheidende Ergänzung zum Stanzen von Kontakten erarbeiteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT. Die Aachener haben im Rahmen des EFRE-Forschungsprojekts ScanCut zusammen mit Industriepartnern aus Nordrhein-Westfalen ein hybrides Fertigungsverfahren zum Laserschneiden von dünnwandigen Metallbändern entwickelt, wodurch auch winzige Details von Kontaktteilen umweltfreundlich, hochpräzise und effizient gefertigt werden können.

Sie sind unscheinbar und winzig, trotzdem steht und fällt der Einsatz eines modernen Fahrzeugs mit ihnen: Die Rede ist von mehreren Tausend Steckverbindern im...

Im Focus: ScanCut project completed: laser cutting enables more intricate plug connector designs

Scientists at the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT have come up with a striking new addition to contact stamping technologies in the ERDF research project ScanCut. In collaboration with industry partners from North Rhine-Westphalia, the Aachen-based team of researchers developed a hybrid manufacturing process for the laser cutting of thin-walled metal strips. This new process makes it possible to fabricate even the tiniest details of contact parts in an eco-friendly, high-precision and efficient manner.

Plug connectors are tiny and, at first glance, unremarkable – yet modern vehicles would be unable to function without them. Several thousand plug connectors...

Im Focus: Elektrogesponnene Vliese mit gerichteten Fasern für die Sehnen- und Bänderrekostruktion

Sportunfälle und der demografische Wandel sorgen für eine gesteigerte Nachfrage an neuen Möglichkeiten zur Regeneration von Bändern und Sehnen. Eine Kooperation aus italienischen und deutschen Wissenschaftler*innen forschen gemeinsam an neuen Materialien, um dieser Nachfrage gerecht zu werden.

Dem Team ist es gelungen elektrogesponnene Vliese mit hochgerichteten Fasern zu generieren, die eine geeignete Basis für Ersatzmaterialien für Sehnen und...

Im Focus: New Strategy Against Osteoporosis

An international research team has found a new approach that may be able to reduce bone loss in osteoporosis and maintain bone health.

Osteoporosis is the most common age-related bone disease which affects hundreds of millions of individuals worldwide. It is estimated that one in three women...

Im Focus: Neue Strategie gegen Osteoporose

Ein internationales Forschungsteam hat einen neuen Ansatzpunkt gefunden, über den man möglicherweise den Knochenabbau bei Osteoporose verringern und die Knochengesundheit erhalten kann.

Die Osteoporose ist die häufigste altersbedingte Knochenkrankheit. Weltweit sind hunderte Millionen Menschen davon betroffen. Es wird geschätzt, dass eine von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovationstage 2020 – digital

06.08.2020 | Veranstaltungen

Innovationen der Luftfracht: 5. Air Cargo Conference real und digital

04.08.2020 | Veranstaltungen

T-Shirts aus Holz, Möbel aus Popcorn – wie nachwachsende Rohstoffe fossile Ressourcen ersetzen können

30.07.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Der Türsteher im Gehirn

06.08.2020 | Biowissenschaften Chemie

Kognitive Energiesysteme: Neues Kompetenzzentrum sucht Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft

06.08.2020 | Energie und Elektrotechnik

Projektabschluss ScanCut: Filigranere Steckverbinder dank Laserschneiden

06.08.2020 | Verfahrenstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics