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Simulationssoftware verlagert Fabrik in den PC

28.01.2008
Mit Software von Siemens können Unternehmen ihre Produkte und deren Fertigungsprozesse – also den kompletten Lebenszyklus – virtuell bis ins kleinste Detail entwickeln und testen. Die Hersteller beheben mit den Programmen am Computer mögliche Produktions- oder Funktionsfehler, bevor auch nur eine Komponente in der realen Welt hergestellt wird. Das Resultat sind enorme Kosteneinsparungen, niedrigere Verkaufspreise und eine verbesserte Produktqualität.

Derzeit verknüpft Siemens die Product Lifecycle Management-Produkte (PLM) der vergangenes Jahr an Bord geholten Software-Schmiede UGS mit seinen Systemen zur Fabrikautomatisierung. Siemens ist damit einer der weltweit führenden Anbieter von PLM-Lösungen. Damit können die Nutzer ihre Produkte, deren Funktionen als auch Fabrikationsabläufe entwerfen und simulieren – in 3D und Echtzeit von jedem PC der Welt aus.


Der US-Flugzeugbauer Eclipse Aviation beispielsweise hat so eine neue Flugzeugklasse auf den Markt gebracht – zum halben Preis vergleichbarer Maschinen, wie das Forschungsmagazin Pictures of the Future berichtet. Das amerikanische Unternehmen hat das sechssitzige Flugzeug der Very-Light-Jet-Klasse bis zum letzten Niet mit Software zur digitalen Produktentwicklung entworfen. Sämtliche Produktinformationen wurden mit der Software Teamcenter verwaltet und die Fabrik zur Herstellung des Fliegers mit der Lösung Tecnomatix konzipiert und deren Prozess-Abläufe optimiert.

Darüber hinaus integrierte Eclipse Daten von Flugzeugkomponenten verschiedenster Lieferanten. Der Luftfahrt-Spezialist erstellte 3D-Simulationen und prüfte, ob im virtuellen Modell des Flugzeuges alle Teile optimal zusammenpassen und wie der Jet am kosteneffizientesten herzustellen ist – bei höchsten Qualitätsmaßstäben. Gleichzeitig analysierte Eclipse das Modell mit den Siemens-Systemen hinsichtlich mechanischer Belastbarkeit, Schwingungen, Temperaturen und Strömungsdynamik.

Mit der virtuellen Entwicklung reduzierten sich die Entwicklungskosten und somit auch der Preis der Very Light Jets. Das Resultat: Gilt in der Luftfahrtindustrie bereits der Verkauf von jährlich 100 Flugzeugen als Erfolg, sind bei Eclipse bereits über 2.600 Bestellungen eingegangen. (IN 2008.01.3)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation
http://www.ugsplm.de/

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