Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„Sealed Cloud“ gewinnt Wettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie

01.03.2011
CeBIT 2011: Fraunhofer SIT in München zählt zu Gewinnern des "Trusted Cloud"-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.

Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie in München gehört zu den Gewinnern des Förderwettbewerbs „Trusted Cloud“. Gemeinsam mit dem Münchner Startup Uniscon universal identity control GmbH und der SecureNet GmbH erhielt Fraunhofer SIT auf der CeBIT in Hannover von Bundesminister Rainer Brüderle die Gewinnerurkunde für das Projekt, dessen Ergebnis das Produkt „Sealed Cloud“ sein wird.

Ziel des Vorhabens ist die Realisierung einer Cloud-Infrastruktur, in denen der Betreiber nicht auf die Daten seiner Kunden zugreifen kann. Einsatzgebiet für die „Sealed Cloud“ ist die öffentliche Verwaltung und mittelständische Unternehmen, die so von den Vorteilen des Cloud Computings profitieren sollen. Auf der CeBIT in Hannover präsentiert Fraunhofer SIT bereits erste Entwicklungen zum sicheren Cloud Computing (Stand 9, B36 / Halle 4, A58).

Viele Unternehmen fordern berechtigterweise, dass ihre kritischen Daten in der Cloud sicher aufgehoben sein sollten. Der Schutz vor Angriffen von außen reicht jedoch nicht, denn auch interne Angreifer, etwa Mitarbeiter des Cloud-Anbieters, könnten Daten einsehen, kopieren, löschen. Das Risiko des Datenmissbrauchs liegt vor allem in den internen Prozessen begründet. „Die meisten Cloud Computing Anbieter veröffentlichen so gut wie keine Informationen über ihre internen Sicherheitsprozesse und eingesetzten Technologien zum Schutz der Daten. Obwohl gerade mittelständische Unternehmen von den ökonomischen Vorteilen des Cloud Computings profitieren könnten, verzichten viele auf die Nutzung, da ihr Vertrauen in die Anbieter nicht ausreicht“, sagt Tobias Wahl, Projektleiter am Fraunhofer SIT in Garching bei München.

Wer hat Zugriff auf den Server? Gibt es nur eigene Administratoren oder auch externe Dienstleister? Wie sind die internen Prozesse gestaltet und wie abgesichert? Sind die Daten verschlüsselt? Wer hatte oder hat Zugang zu den Dekodierungsschlüsseln? Dass diese Fragen bis heute unbeantwortet sind, hält die Unternehmen davon ab, Clouds zu nutzen. Die Sealed Cloud kombiniert die ökonomischen Vorteile einer über das Internet nutzbaren Public Cloud mit der Sicherheit einer abgeschotteten Private Cloud. Diese verhindert mittels technischer Verfahren und Vorrichtungen, dass der Betreiber der Cloud, sein Personal oder externe Dritte auf Daten seiner Kunden zugreifen können. Dieser Schutz wirkt in allen Phasen der Verarbeitung. Damit, sagt Dr. Jäger von Uniscon, schafft die Sealed Cloud „das noch fehlende Vertrauen durch Technik“.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert durch "Trusted Cloud" die Entwicklung und Erprobung von innovativen, sicheren und rechtskonformen Cloud Computing-Diensten mit insgesamt rund 50 Mio. Euro. Hinzu kommen Eigenmittel der Projektbeteiligten in etwa gleicher Höhe, so dass insgesamt rund 100 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Das BMWi-Technologieprogramm "Trusted Cloud" ist Teil des Aktionsprogramms Cloud Computing, das das BMWi im Oktober 2010 gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft gestartet hat.

Oliver Küch | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.sit.fraunhofer.de/forschungsbereiche/projekte/CloudCycle.jsp

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics