Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Saarbrücker Materialwissenschaftler erhält in der Türkei hohe Auszeichnung für seine Forschung an Implantaten

05.06.2012
Implantate und Prothesen müssen verträglich und langlebig sein. Diese Eigenschaften sind besonders von den Oberflächen ihrer Materialien bestimmt.
Für seine Forschung an Oberflächen für Herz-, Zahn- und orthopädische Implantate wurde Cenk Aktas vom INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien als erster Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum jetzt mit einer hohen türkischen Auszeichnung, dem „Baki Komsuoglu Award“, geehrt. Der Preis wird vom Council of Higher Education verliehen. Der Council ist gemeinsam mit dem Ministry of National Education mit dem BMBF vergleichbar und regelt die Arbeit aller türkischen Universitäten.

„Wir erforschen, wie unterschiedliche Oberflächenstrukturen das Anhaften von Zellen und die Zellvermehrung beeinflussen. Davon hängt die Leistung eines Implantats ab“, sagt der Leiter des Programmbereichs CVD/Biooberflächen. Durch Veränderung der Oberflächenstruktur wachsen erwünschte Zellen vermehrt auf dem Implantat, während gleichzeitig das Wachstum unerwünschter Zellen unterdrückt wird. „Das kann bei Implantaten, wie zum Beispiel stents, von Vorteil sein“, erläutert der Materialexperte die medizinischen Hintergründe seines Forschungsgebietes.

Der Award wird einmal im Jahr in verschiedenen Rubriken, wie zum Beispiel Medizin, Naturwissenschaften, Technologie, Kunst, Sport oder Sozialwissenschaften an junge Wissenschaftler und Forscher vergeben. Mit Aktas wurde der Award dieses Jahr erstmalig an einen Forscher außerhalb der Türkei verliehen. Im Rahmen einer großen Feier mit rund 1000 Gästen von türkischen Universitäten, Politikern, Studenten und Vertretern aus der Region nahm Aktas den Preis für die Rubrik „Technologie“ von der Präsidentin der Kocaeli University, Sezer Komsuoglu, entgegen. „Ich nehme diesen Preis stellvertretend für meine Arbeitsgruppe entgegen“, betonte der Programmbereichsleiter vom INM, „er wäre ohne die Kreativität, die Motivation und die fachliche Hochwertigkeit meiner Forschungsgruppe nicht möglich gewesen“, fasst Aktas zusammen. Seine Gruppe arbeitet mit Forschungsinstituten und Universitäten in Europa, Korea, Indien und den USA zusammen. Besonders mit der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes forscht die Gruppe im Bereich Implantatmaterialien in verschiedenen Projekten.

Ansprechpartner:
Dr. Cenk Aktas
Programmbereich CVD/Biooberflächen
INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien gGmbH
Tel: +49 681 9300 140
E-Mail: cenk.aktas@inm-gmbh.de

Das INM erforscht und entwickelt Materialien – für heute, morgen und übermorgen. Chemiker, Physiker, Biologen, Material- und Ingenieurwissenschaftler prägen die Arbeit am INM. Vom Molekül bis zur Pilotfertigung richten die Forscher ihren Blick auf drei wesentliche Fragen: Welche Materialeigenschaften sind neu, wie untersucht man sie und wie kann man sie zukünftig für industrielle und lebensnahe Anwendungen nutzen?

Das INM - Leibniz-Institut für Neue Materialien gGmbH mit Sitz in Saarbrücken ist ein international sichtbares Zentrum für Materialforschung. Es kooperiert wissenschaftlich mit nationalen und internationalen Instituten und entwickelt für Unternehmen in aller Welt. Das INM ist ein Institut der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. und beschäftigt rund 190 Mitarbeiter. Seine Forschung gliedert sich in die drei Felder Chemische Nanotechnologie, Grenzflächenmaterialien und Materialien in der Biologie.

Barbara Hartmann | healthcare.saarland.de
Weitere Informationen:
http://www.inm-gmbh.de
http://www.healthcare-saarland.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Klimafreundliche Energie aus Abwärme
20.12.2019 | Technische Universität München

nachricht Der DPG-Technologietransferpreis 2020 geht an Orcan Energy für die Nutzung von Abwärme für die CO2-freie Stromerzeugung
16.12.2019 | Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Blockierung des Eisentransports könnte Tuberkulose stoppen

Tuberkulose-Bakterien brauchen Eisen zum Überleben. Wird der Eisentransport in den Bakterien gestoppt, so kann sich der Tuberkulose-Erreger nicht weiter vermehren. Nun haben Forscher der Universität Zürich die Struktur des Transportproteins ermittelt, das für die Eisenzufuhr zuständig ist. Dies eröffnet Möglichkeiten zur Entwicklung neuer Medikamente.

Einer der verheerendsten Erreger, der sich im Inneren menschlicher Zellen vermehren kann, ist Mycobacterium tuberculosis – der Bazillus, der Tuberkulose...

Im Focus: Blocking the Iron Transport Could Stop Tuberculosis

The bacteria that cause tuberculosis need iron to survive. Researchers at the University of Zurich have now solved the first detailed structure of the transport protein responsible for the iron supply. When the iron transport into the bacteria is inhibited, the pathogen can no longer grow. This opens novel ways to develop targeted tuberculosis drugs.

One of the most devastating pathogens that lives inside human cells is Mycobacterium tuberculosis, the bacillus that causes tuberculosis. According to the...

Im Focus: Corona-Pandemie: Medizinischer Vollgesichtsschutz aus dem 3D-Drucker

In Vorbereitung auf zu erwartende COVID-19-Patienten wappnet sich das Universitätsklinikum Augsburg mit der Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung für das medizinische Personal. Ein Vollgesichtsschutz entfaltet dabei in manchen Situationen eine bessere Schutzwirkung als eine einfache Schutzbrille, doch genau dieser ist im Moment schwer zu beschaffen. Abhilfe schafft eine Kooperation mit dem Institut für Materials Resource Management (MRM) der Universität Augsburg, das seine Kompetenz und Ausstattung im Bereich des 3D-Drucks einbringt, um diesen Engpass zu beheben.

Das Coronavirus SARS-CoV-2 wird nach heutigem Wissensstand maßgeblich durch Tröpfcheninfektion übertragen. Dabei sind neben Mund und Nase vor allem auch die...

Im Focus: Hannoveraner Physiker entwickelt neue Photonenquelle für abhörsichere Kommunikation

Ein internationales Team unter Beteiligung von Prof. Dr. Michael Kues vom Exzellenzcluster PhoenixD der Leibniz Universität Hannover hat eine neue Methode zur Erzeugung quantenverschränkter Photonen in einem zuvor nicht zugänglichen Spektralbereich des Lichts entwickelt. Die Entdeckung kann die Verschlüsselung von satellitengestützter Kommunikation künftig viel sicherer machen.

Ein 15-köpfiges Forscherteam aus Großbritannien, Deutschland und Japan hat eine neue Methode zur Erzeugung und zum Nachweis quantenverstärkter Photonen bei...

Im Focus: Physicist from Hannover Develops New Photon Source for Tap-proof Communication

An international team with the participation of Prof. Dr. Michael Kues from the Cluster of Excellence PhoenixD at Leibniz University Hannover has developed a new method for generating quantum-entangled photons in a spectral range of light that was previously inaccessible. The discovery can make the encryption of satellite-based communications much more secure in the future.

A 15-member research team from the UK, Germany and Japan has developed a new method for generating and detecting quantum-entangled photons at a wavelength of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Europäischer Rheumatologenkongress EULAR 2020 wird zum Online-Kongress

30.03.2020 | Veranstaltungen

“4th Hybrid Materials and Structures 2020” findet web-basiert statt

26.03.2020 | Veranstaltungen

Wichtigste internationale Konferenz zu Learning Analytics findet statt – komplett online

23.03.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Studie mit bispezifischem Antikörper liefert beeindruckende Behandlungserfolge bei Multiplem Myelom

01.04.2020 | Medizin Gesundheit

Unternehmenswissen - Wie gelingt der Umstieg von Präsenz auf Online?

01.04.2020 | Seminare Workshops

SmartKai – „Einparkhilfe“ zur Vermeidung von Schäden an Schiffen und Hafeninfrastruktur

01.04.2020 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics