Parasitenbefall bei Ferkeln – Hygiene verringert Infektionsdruck

Direkt nach der Geburt haben die Ferkel noch keine Immunabwehr ausgebildet und der Schutz durch Antikörper in der Muttermilch ist eingeschränkt. Eine Infektion mit dem Erreger Isospora suis führt zur häufigsten Durchfallerkrankung bei Saugferkeln, der Saugferkelkokzidiose.

Der Erreger wird von den Ferkeln ausgeschieden und kann nachfolgende Würfe infizieren. Aber auch ein Befall mit dem Zwergfadenwurm Stronyloides ransomi ist eine Ursache von Durchfall etwa zwei Wochen nach der Geburt. Er wird von den Sauen mit dem Kolostrum auf die Ferkel übertragen.

Die Inkubationszeiten der Erreger sind unterschiedlich lang. So kann ein Befall mit dem Schweinespulwurm länger unbemerkt bleiben. Seine Entwicklung von der Infektion bis zur Ausscheidung von Eiern dauert etwa sechs Wochen. Eine Erstinfektion im Saugferkelalter wird oft erst in der Mastphase entdeckt.

Ein Parasitenbefall bei Ferkeln ist häufig mit einem Befall der Sauen verknüpft. In den Abferkelbereich sollten deshalb nur wurmfreie Sauen umgestallt werden. Da Eier von Parasiten aber auch mechanisch übertragen werden können, sollten die Sauen vor der Umstallung zusätzlich gewaschen werden, vor allem die Klauen, Beine und die Analregion.

In einem Beitrag der Tierärztlichen Umschau über Endoparasiten in der Ferkelerzeugung und -aufzucht weisen die Autoren auf die Bedeutung von Hygienemaßnahmen in den Abferkelbereichen hin. Gründliche Reinigung und Desinfektion der Ställe und Gerätschaften sind demnach wesentlich für die Verringerung des Infektionsdrucks.

Ansprechpartner für Medien

Renate Kessen www.aid.de

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