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"NewGen-Stent": Forschung an neuen Stents erhält 221.300 Euro von Bayerischer Forschungsstiftung

06.09.2017

Das Forschungsprojekt „NewGen-Stent“ von OTH Regensburg, Universitätsklinikum Regensburg und FIT Production GmbH, Lupburg, wird von der Bayerischen Forschungsstiftung mit 221.300 Euro gefördert. Den offiziellen Förderbescheid hat Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker am 4. September in Lupburg an Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, überreicht. Ziel der Forschung ist eine neue Fertigungsmethode für Stents zu entwickeln und dadurch neue, verbesserte Stents zum Einsatz bei Herzkrankheiten herstellen zu können.

Das breit gefächerte Förderprogramm der Bayerischen Forschungsstiftung ermöglicht die Unterstützung von Technologieprojekten aus unterschiedlichen Bereichen. Ergänzend zur staatlichen Forschungsförderung fördert die Stiftung universitäre und außeruniversitäre Forschungsvorhaben sowie die schnelle Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse durch die Wirtschaft.


Finanz - und Heimatstaatssekretär Albert Füracker (4. von links) überreicht Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg (3. von links) den Förderbescheid.

Foto: FIT Production GmbH

„Ich freue mich sehr, den Bewilligungsbescheid für das Forschungsprojekt NewGen-Stent übergeben zu können“, stellte Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker, stv. Mitglied des Stiftungsrats der Bayerischen Forschungsstiftung, bei der Übergabe des Förderbescheids der Bayerischen Forschungsstiftung in Höhe von 221.300 Euro an Prof. Ulf Noster, Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, im Rahmen eines Festakts am 4. September in Lupburg fest. Beim geförderten Forschungsprojekt NewGen-Stent arbeiten die OTH Regensburg, die FIT Production GmbH und das Universitätsklinikum Regensburg zusammen.

„Die Bayerische Forschungsstiftung steht für strategisch wichtige, anwendungsnahe Forschungsförderung von Verbundprojekten mit hoher Wertschöpfung in Bayern. Durch den raschen und flexiblen Einsatz von Fördermitteln werden in Bayern Zukunftstechnologien entwickelt, die im Anschluss die Märkte erobern. An der Schnittstelle von Wissenschaft zur Wirtschaft entsteht ein Mehrwert durch intensive Zusammenarbeit von Hochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen insbesondere mit kleinen und mittleren Unternehmen“, hob Füracker hervor.

Beim Forschungsprojekt NewGen-Stent unterstützt die Bayerische Forschungsstiftung die Entwicklung neuer Fertigungsmethoden für Stents. Sie dienen der Bekämpfung der nach Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation in Industriestaaten mit Abstand häufigsten Todesursache, der Erkrankung des Herzkreislaufsystems, insbesondere der koronaren Herzkrankheit. Entwickelt und validiert wird eine Herstellroute für Stents, die eine gezielte örtliche Einstellung der Dicke der Stege ermöglicht.

Die Gefäßaufweitung kann durch konvex oder konkav geformte Stents exakter gesteuert werden. Hierdurch soll das über die Länge inhomogene Expansionsverhalten bisheriger Stents durch neue Herstell- und Designmöglichkeiten verbessert werden. Ziel ist die Reduzierung von Gefäßverletzungen durch den Stent.

Die Motivation für das Forschungsprojekt erklärt Prof. Dr.-Ing. Ulf Noster von der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg: „Beim Einsetzen von Stents zur Aufweitung zugesetzter Gefäßwände entstehen neben den überwiegend positiven Effekten der Behandlung leider auch vereinzelt Gefäßverletzungen. Diese gilt es möglichst zu minimieren. Im Vergleich zur konventionellen umformtechnischen Fertigung mit folgendem Laserbeschnitt bietet die Additive Fertigung die Möglichkeit, gänzlich neue Stentgeometrien herzustellen. Dies soll im Projekt NewGen-Stent gezielt zum Design neuer Stents genutzt werden. Die Gefäßaufweitung kann so exakter gesteuert und das Risiko von Gefäßverletzungen minimiert werden.“

Carl Fruth, Geschäftsführer der FIT Production GmbH, erläutert die wirtschaftlichen Ziele: „Wenn wir es schaffen, die Stents additiv und mit den angestrebten deutlichen Verbesserungen in der Anwendung zu fertigen, können wir uns ein zusätzliches Standbein für additiv gefertigte Produkte aufbauen, die der ganzen Bevölkerung nutzen.“

Die Bayerische Forschungsstiftung hat seit ihrer Gründung im Jahr 1990 für 831 Projekte rund 550 Millionen Euro bewilligt. Gemeinsam mit den Co-Finanzierungsanteilen der bayerischen Wirtschaft wurde damit ein Gesamtprojektvolumen von mehr als 1,2 Milliarden Euro angestoßen.

Quelle: StMFLH

Dipl. Journalistin, MBA Diana Feuerer | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.oth-regensburg.de/

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