Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leipziger Mathematiker für hervorragende Dissertation ausgezeichnet

14.06.2012
Dr. Johannes Rauh, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften wurde für seine Dissertation mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet.

Die als herausragend ausgezeichnete Doktorarbeit befasst sich mit einem mathematischen Thema aus der Informationstheorie, nämlich der Frage, welche Wahrscheinlichkeitsverteilungen den Informationsabstand zu einer gegebenen Exponentialfamilie maximieren. Als Spezialfall beinhaltet dies die Maximierung der gegenseitigen Information beziehungsweise der Multiinformation zwischen verschiedenen Teilen eines Gesamtsystems.

Die Fragestellung ist motiviert durch das Studium der Informationsverarbeitung kognitiver Systeme, z.B. biologischer und künstlicher neuronaler Netzwerke, und die Frage, nach welchen Prinzipien solche Systeme lernen können.

In seiner Arbeit gelang Johannes Rauh eine Umformulierung des Optimierungsproblems, die sowohl zum allgemeinen mathematischen Verständnis der Fragestellung als auch zu neuen konkreten Berechnungsmethoden führte. Einen Schwerpunkt legte Johannes Rauh auch auf die Darstellung von Beispielen, die zeigen, wie die theoretischen Ergebnisse im speziellen Fall angewendet werden können.

Die Verleihung der Medaille erfolgte gestern auf der Hauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft Düsseldorf. Sie ist mit einem Preisgeld von 7.500 Euro verbunden.
Nach seinem Studium und seinen Diplomen für Physik und Mathematik an der Universität Würzburg forschte Johannes Rauh seit 2007 im Rahmen der International Max Planck Research School am Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften. Als hervorragender Nachwuchswissenschaftler wurde er bereits mit dem Wilhelm-Conrad-Röntgen-Preis für sein Physik-Diplom und mit der Otto-Volk-Medaille für sein Diplom im Fach Mathematik ausgezeichnet. Johannes Rauh ist derzeit als Postdoc am Max-Planck-Institut tätig und arbeitet an einem von der VW-Stiftung geförderten Projekt zur Untersuchung der Entwicklung biochemischer Netzwerke.

Seit 1978 zeichnet die Max-Planck-Gesellschaft jedes Jahr ca. 30 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für herausragende wissenschaftliche Leistungen, die sie in der Regel in Zusammenhang mit ihrer Doktorarbeit erbracht haben, mit der Otto-Hahn-Medaille aus. Diese ist mit einem Anerkennungsbeitrag verbunden und soll begabte Nachwuchswissenschaftler zu einer späteren Hochschul- oder Forscherkarriere motivieren. Die Auszeichnung erfolgt jeweils während der Hauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft.

Kontakt:
Dr. Johannes Rauh
Mail: jrauh@mis.mpg.de

Jana Gregor
Pressebeauftragte
Tel. 0341 – 9959 650 oder 0170 2228049
Mail: jgregor@mis.mpg.de

Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften
Inselstraße 22
04103 Leipzig
Weitere Informationen:

http://personal-homepages.mis.mpg.de/jrauh/index.html
- Informationen zum Preisträger Dr. Johannes Rauh

http://www.imprs-mis.mpg.de
- Informationen zur IMPRS International Max Planck Research School "Mathematik in den Naturwissenschaften"

http://www.mpg.de/de/imprs
- Informationen zum Projekt der IMPRS auf den Seiten der Max-Planck-Gesellschaft

Jana Gregor | Max-Planck-Institut
Weitere Informationen:
http://www.mis.mpg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Klimafreundliche Energie aus Abwärme
20.12.2019 | Technische Universität München

nachricht Der DPG-Technologietransferpreis 2020 geht an Orcan Energy für die Nutzung von Abwärme für die CO2-freie Stromerzeugung
16.12.2019 | Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnellster hochpräziser 3D-Drucker

3D-Drucker, die im Millimeterbereich und größer drucken, finden derzeit Eingang in die unterschiedlichsten industriellen Produktionsprozesse. Viele Anwendungen benötigen jedoch einen präzisen Druck im Mikrometermaßstab und eine deutlich höhere Druckgeschwindigkeit. Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben ein System entwickelt, mit dem sich in bisher noch nicht erreichter Geschwindigkeit hochpräzise, zentimetergroße Objekte mit submikrometergroßen Details drucken lassen. Dieses System präsentieren sie in einem Sonderband der Zeitschrift Advanced Functional Materials. (DOI: 10.1002/adfm.201907795).

Um nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Zuverlässigkeit ihres Aufbaus zu demonstrieren, haben die Forscherinnen und Forscher eine 60 Kubikmillimeter...

Im Focus: Wie man ein Bild von einem Lichtpuls macht

Um die Form von Lichtpulsen zu messen, brauchte man bisher komplizierte Messanlagen. Ein Team von MPI Garching, LMU München und TU Wien schafft das nun viel einfacher.

Mit modernen Lasern lassen sich heute extrem kurze Lichtpulse erzeugen, mit denen man dann Materialien untersuchen oder sogar medizinische Diagnosen erstellen...

Im Focus: Ein ultraschnelles Mikroskop für die Quantenwelt

Was in winzigen elektronischen Bauteilen oder in Molekülen geschieht, lässt sich nun auf einige 100 Attosekunden und ein Atom genau filmen

Wie Bauteile für künftige Computer arbeiten, lässt sich jetzt gewissermaßen in HD-Qualität filmen. Manish Garg und Klaus Kern, die am Max-Planck-Institut für...

Im Focus: Integrierte Mikrochips für elektronische Haut

Forscher aus Dresden und Osaka präsentieren das erste vollintegrierte Bauelement aus Magnetsensoren und organischer Elektronik und schaffen eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung von elektronischer Haut.

Die menschliche Haut ist faszinierend und hat viele Funktionen. Eine davon ist der Tastsinn, bei dem vielfältige Informationen aus der Umgebung verarbeitet...

Im Focus: Dresdner Forscher entdecken Mechanismus bei aggressivem Krebs

Enzym blockiert Wächterfunktion gegen unkontrollierte Zellteilung

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) haben gemeinsam mit einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

HDT-Tagung: Sensortechnologien im Automobil

24.01.2020 | Veranstaltungen

Tagung befasst sich mit der Zukunft der Mobilität

22.01.2020 | Veranstaltungen

ENERGIE – Wende. Wandel. Wissen.

22.01.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lichtgetriebene Nanomotoren - Erfolgreich gekoppelt

28.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

Warum Gesunde für Kranke so wichtig sind! – Vergleichsstudie geht Fibromyalgie-Syndrom auf den Grund

28.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

Kiss and Run: Wie Zellen ihre Bestandteile trennen und recyceln

28.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics