Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Förderstart für 93 Projekte im ESF-Bundesprogramm BIWAQ

29.09.2008
Tiefensee: Integration durch Bildung und Arbeit im Quartier fördern

"Integration funktioniert nicht abstrakt auf dem Papier, sondern konkret vor Ort. Die wichtigsten Voraussetzungen für eine gelungene soziale Integration und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sind Ausbildung und Arbeit im Quartier. Genau das schafft dieses Programm", sagte Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung heute anlässlich des Startschusses für das neue BIWAQ Programm.

Der Minister empfing heute die 93 Projektträger, die aus fast 500 Bewerbungen für die erste Förderrunde ausgewählt wurden.

"Ich will die Leute dort abholen, wo sie sind. Wir fördern deshalb ganz gezielt Projekte, die für die besondere Situation an einem bestimmten Ort passen und von den Leuten dort selbst entwickelt und getragen werden", so Tiefensee.

Das Bundesprogramm "Soziale Stadt - Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier" kurz BIWAQ fördert mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) die soziale Integration und das Engagement der Menschen in ihrem Quartier. Es dockt an das erfolgreiche Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" an. Ziel ist es, in den Gebieten der Sozialen Stadt städtebauliche und arbeitsmarktbezogene Maßnahmen zu verknüpfen und in die Entwicklungskonzepte der Kommunen vor Ort einzubinden. Für die erste Förderrunde stehen rund 71 Millionen Euro zur Verfügung: 22 Millionen Bundesmittel, 49 Millionen EU (ESF)-Gelder. Insgesamt stehen für den Zeitraum 2008-2015 164 Millionen bereit.

Zwei Projektträger illustrierten stellvertretend, wie das gehen kann: in Leipzig (Projekt "IQ-Quadrat") wurden "ethnic business districts" entwickelt. Insbesondere ethnischen Unernehmen wurde Beratung und Weiterbildung ermöglicht. Arbeitslose wurden in sieben Sprachen beraten. 24 haben seitdem Arbeit gefunden. Es entstand ein lebendiges, internationales Zentrum, wo vorher ein "benachteiligtes Quartier" war.

In Bremen-Gröpelingen (Projekt IdA, Integration durch Arbeit) wurde gemeinsam mit lokalen Handwerksbetrieben arbeitslosen Jugendlichen der Start in die Ausbildung ermöglicht. Praktika in sozialen Bereichen im Quartier erhöhten die Sozialkompetenz der jungen Menschen. Zwölf der achtzehn Jugendlichen sind dadurch jetzt in fester Ausbildung.

Die Projektvorschläge der neuen Förderrunde umfassen vielfältige Ansätze, wie die lokale Wirtschaft gestärkt, Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit gebracht und Jugendlichen der Übergang von Schule in Ausbildung und Arbeit erleichtert werden kann.

"In Stadtteilen mit einem hohen Anteil von Zuwanderern dient dies zugleich auch dem nachbarschaftlichen Zusammenleben. Wir haben bewusst einen Förderzeitraum von bis zu vier Jahren gewählt, um auch die Förderung kompletter Ausbildungen unterstützen zu können", erläuterte Tiefensee.

Mit der Umsetzung kann noch in diesem Jahr begonnen werden.

"Wir stehen in den Startlöchern", so Tiefensee.

| BMVBS
Weitere Informationen:
http://www.bmvbs.de
http://www.bmvbs.de/Stadtentwicklung_-Wohnen/Stadtentwicklung-,3047/Bildung_-Wirtschaft_-Arbeit-im.htm
http://www.biwaq.de

Weitere Berichte zu: BIWAQ ESF-Bundesprogramm Förderrunde Förderstart

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Sichere Schraubverbindungen mit standardisiertem Ultraschallverfahren

23.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Studie zu Werkstoffprüfung: Schäden in nichtmagnetischem Stahl mit Magnetismus aufspüren

23.07.2018 | Studien Analysen

Sauerstoffstabile Hydrogenasen für die Anwendung

23.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics