Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Düsseldorfer NRW-Forschungsschule BioStruct: „Young Scientist Award 2010“

24.11.2010
Molekülstrukturen, welche die Nährstoffaufnahme von Mikroorganismen kontrollieren, sind das Thema der Publikation von Justin Lecher, Doktorand am Forschungszentrum Jülich. Für seine Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Strukturbiologie zeichnet ihn die Düsseldorfer Forschungsschule BioStruct am 23. November mit einem Young Scientist Award 2010 aus.

Dieser Preis wird nach internationaler Ausschreibung für herausragende Veröffentlichungen von Studierenden verliehen, d. h. die Publikation muss darüber hinaus vor dem Abschluss der Diplom/Masterarbeit entstanden sein.

Anlässlich der Preisverleihung am 23. November in der Akademie der Wissenschaften in Düsseldorf stellen sich die NRW-Forschungsschulen der Öffentlichkeit vor. Sie ermöglichen Studierenden eine strukturierte Promotion in verkürzter Zeit bei international anerkannten Spitzenforschern. Das Arbeitsspektrum der Forscher reicht von der Entwicklung innovativer Arzneimittel und Therapien über die Erforschung der Zukunftsfähigkeit unserer sozialen Sicherungs- und Versorgungssysteme bis zum besseren Verständnis des Systems Erde.

Transportsysteme zur Nährstoffaufnahme von Mikroorganismen
Für das Überleben und Wachstum von Mikroorganismen in ihrer natürlichen Umgebung sind effektive Transportsysteme erforderlich, um wichtige Nährstoffe aufzunehmen.

Teil dieser Systeme sind Eiweißmoleküle, deren Aufgabe es ist, zwischen den verschiedenen Substanzen in der Umgebung der Zelloberfläche zu unterscheiden. In dem ausgezeichneten Projekt von Justin Lecher konnte er nicht nur die dreidimensionale Struktur eines solchen Nährstoff-bindenden Moleküls darstellen, sondern auch durch den Vergleich mit der Struktur ähnlicher Selektions- und Transportsysteme die Funktion einzelner „Bauteile“ entschlüsseln.

Weltweiter Ruf
Neun von insgesamt 17 NRW-Forschungsschulen verleihen je einen Young Scientist Award. Die neun verleihenden Forschungsschulen haben allein in den letzten zwei Jahren über 250 Doktorandinnen und Doktoranden ausgebildet. Ca. 40% von ihnen kommen aus dem Ausland, buchstäblich aus der ganzen Welt. Sie bereichern die Institute und Labore mit ihrem Wissen, das sie von den weltweit besten Universitäten aus Ländern wie Frankreich, England, den Niederlanden, Japan, China, Indien, Russland, den USA oder Mexico mitbringen. Integration ist hier keine Frage, sondern gelebte Internationalität.

Innerhalb von drei Jahren werden die Doktoranden in strukturierten Programmen zum Dr. rer. nat., Dr. Ing. oder dem PhD in Neuroscience geführt. Sie tragen den guten Ruf des Forschungs- und Wirtschaftsstandorts NRW in die ganze Welt. Auch der Young Scientist Award 2010 ist eine Gelegenheit, der Welt den hervorragenden Ausbildungsplatz NRW zu zeigen und brillante Köpfe für die eigenen Programme anzuwerben.

Hintergrund: NRW-Forschungsschulen
Die strukturierte Doktorandenausbildung in direktem Kontakt zur Spitzenforschung hat in NRW Tradition: Seit 2001 bildeten sieben nordrhein-westfälische Graduiertenschulen Doktoranden aus. Ihre Zahl stieg 2008 mit dem vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) gestarteten Programm NRW-Forschungsschulen auf 17. Die NRW-Forschungsschulen sind eingebunden in exzellente Forschungsbereiche der jeweiligen Universität. Sie werden mit insgesamt 36 Millionen Euro über fünf Jahre vom MIWF gefördert. Ein wesentlicher Vorteil der Forschungsschulen ist nicht nur die verkürzte Promotionszeit, sondern auch die strukturierte Förderung von Schlüsselkompetenzen und internationalen Kontakten. Wer in das Programm aufgenommen wird, erhält ein Vollstipendium und damit eine international anerkannte Auszeichnung.

Dr. Victoria Meinschäfer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-duesseldorf.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics