Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutscher Architekturpreis 2013: Anerkennung für zentrale Bushaltestelle an der Uni Regensburg

02.05.2013
Für die zentrale Omnibushaltestelle an der Universität Regensburg erhielt der Regensburger Architekt Diplom-Ingenieur Christian Kirchberger zusammen mit dem Bauherrn, der Regensburger Verkehrsbetriebe GmbH (RVB), eine Anerkennung zum Deutschen Architekturpreis 2013.

Ausgelobt vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwickung und der Bundesarchitektenkammer e.V. ehrt der Preis „beispielhafte Bauwerke für die Entwicklung des Bauens in unserer Zeit“. Die Objekte müssen dabei unter anderem besondere baukulturelle Qualität aufweisen, nachhaltigem Bauen verpflichtet sein und positiv zur Gestaltung des öffentlichen Raumes beitragen.

„Kurze Wege, übersichtliche Anordnung und modernes Ambiente – die zentrale Haltestellenanlage auf dem Campus Regensburg setzt ein Ausrufezeichen im öffentlichen Personennahverkehr in Regensburg. Über die Anerkennung zum Deutschen Architekturpreis freuen wir uns daher ganz besonders“, so Bernd-Reinhard Hetzenecker, RVB-Hauptgeschäftsführer.

„Mit der zentralen Omnibushaltestelle haben wir mit moderner und offener Architektur einen wesentlichen Beitrag zum äußeren Erscheinungsbild der Universität geleistet. Dabei ist sie sowohl technisch als auch gestalterisch innovativ, ohne funktionale Aspekte zu vernachlässigen“, so Architekt Christian Kirchberger.
„Die Anerkennung zum Architekturpreis 2013 ist eine weitere wichtige Architekturauszeichnung für unseren Campus“, erklärt Dr. Christian Blomeyer, Kanzler der Universität Regensburg. „2012 erhielten wir den Deutschen Hochschulbaupreis für das Vielberth-Gebäude. Das Forum bekam schon in den 1970er-Jahren bedeutende Auszeichnungen.“

Die Haltestellenanlage:
Die zentrale Omnibushaltestelle führte 2012 die Haltestellen Universität Mensa, Universität Haupteingang und Ludwig-Thoma-Straße zusammen. Dadurch sind alle Buslinien, die auf dem wichtigen Abschnitt Universität – Albertstraße verkehren, an einer Stelle konzentriert. Die Fahrgäste können die jeweils als nächste verkehrende Linie nutzen, ohne weitere Straßenüberquerung von einer Haltestelle zur anderen. Die Anlage selbst ist modern ausge¬stattet und barrierefrei. Dynamische Fahrgastinformationen sind an jedem der fünf Haltepunkte zu finden. Eine zusätzliche Komplettanzeige im Zugangsbereich informiert die Fahrgäste über alle An- und Abfahrten innerhalb der Haltestellenzone. Die Überdachung und Windfänge aus Glas schützen vor Witterungseinflüssen. Sitzgelegenheiten an jeder Busposition bieten Komfort.
Die Haltestellenbuchten sind zudem von ihrer Länge und Größe genau auf die Busse zugeschnitten. Das erleichtert den Busfahrern das An- und Abfahren. Dank dem sogenannten Sägezahnmuster, einer speziellen Anordnung der Haltestellen, bei denen jeder Bus seine eigene Bucht hat und somit kein anderer Bus die An- oder Abfahrt verzögert, können die Busfahrerinnen und Busfahrer von ihrer Haltestelle aus unabhängig agieren.

Hintergrund Haltestellenanlage:
2009 prüfte die Stadt Regensburg mittels einer Machbarkeitsstudie die Umsetzbarkeit einer zentralen Omnibushaltestelle an der Universität Regensburg. Als diese bestätigt war, organisierte das Staatliche Bauamt Regensburg im Januar 2010 – im Namen der Universität – einen dazugehörigen Ideenwettbewerb unter Regensburger Architekturbüros. Der Architekt Diplom-Ingenieur Christian Kirchberger überzeugte das Auswahlgremium mit seiner Vorstellung.

Die RVB war Bauherr der Anlage. Die Universität beteiligte sich über einen Baukostenzuschuss an den Kosten und stellte das Grundstück zur Verfügung. Rund zwei Millionen Euro kostete die Anlage. Unterstützt wurde der Bau durch Fördermittel der Regierung der Oberpfalz.

Zum Deutschen Architekturpreis:
Bereits 1971 rief die Ruhrgas AG einen Architekturpreis ins Leben, um die Baukultur zu fördern und zugleich auf die wachsende Bedeutung ökologisch orientierter Planung hinzuweisen. 1977 entstand daraus der Deutsche Architekturpreis, für den die Bundesarchitektenkammer e.V. die Schirmherrschaft übernahm. Seit 2011 wird der Deutsche Architekturpreis vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der Bundesarchitektenkammer e.V. gemeinsam ausgelobt und als offizieller Architekturpreis der Bundesregierung vergeben. Neben dem Deutschen Architekturpreis selbst, der mit 30.000 Euro dotiert ist, wird eine begrenzte Zahl von „Auszeichnungen“ und „Anerkennungen“ verliehen, die mit weiteren 30.000 Euro an Preisgeldern verbunden sind.

Zugelassen zur Teilnahme am Deutschen Architekturpreis 2013 waren Bauwerke und Gebäudeensembles, die zwischen Januar 2011 und Februar 2013 in Deutschland fertiggestellt wurden. Das Ergebnis der Preisgerichtssitzung gaben Ende April 2013 Bundesminister Dr. Peter Ramsauer und der Präsident der Bundesarchitektenkammer Diplom-Ingenieur Sigurd Trommer bekannt. Die berücksichtigten Bauobjekte sollen Anregungen für zukünftige Planungen geben und die Öffentlichkeit auf die Belange des nachhaltigen Bauens und der Baukultur aufmerksam machen. Die offizielle Preisverleihung erfolgt im Juni 2013.

Alexander Schlaak | idw
Weitere Informationen:
http://www.bbr.bund.de
http://www.bbr.bund.de/cln_032/nn_22808/DE/WettbewerbeAusschreibungen/DeutscherArchitekturpreis/Architekturpreis__node.html?__nnn=true

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Künstliche Intelligenz erobert die Fahrzeugentwicklung
21.09.2018 | Technische Universität Berlin

nachricht Preis für Arbeit über autonomes Fahren
11.09.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hygiene im Handumdrehen – mit neuem Netzwerk „CleanHand“

Das Fraunhofer FEP beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Entwicklung von Prozessen und Anlagen zur Reinigung, Sterilisation und Oberflächenmodifizierung. Zur Bündelung der Kompetenzen vieler Partner wurde im Mai 2018 das Netzwerk „CleanHand“ zur Entwicklung von Systemen und Technologien für saubere Oberflächen, Materialien und Gegenstände ins Leben gerufen. Als Partner von „CleanHand“ präsentiert das Fraunhofer FEP im Rahmen der Messe parts2clean, vom 23.-25. Oktober 2018, in Stuttgart, am Stand der Fraunhofer-Allianz Reinigungstechnik (Halle 5, Stand C31), das Netzwerk sowie aktuelle Forschungsschwerpunkte des Institutes im Bereich Hygiene und Reinigung.

Besonders um die Hauptreisezeiten gehen vermehrt Testberichte und Studien über die Reinheit von europäischen Raststätten, Hotelbetten und Freibädern durch die...

Im Focus: Hygiene at your fingertips with the new CleanHand Network

The Fraunhofer FEP has been involved in developing processes and equipment for cleaning, sterilization, and surface modification for decades. The CleanHand Network for development of systems and technologies to clean surfaces, materials, and objects was established in May 2018 to bundle the expertise of many partnering organizations. As a partner in the CleanHand Network, Fraunhofer FEP will present the Network and current research topics of the Institute in the field of hygiene and cleaning at the parts2clean trade fair, October 23-25, 2018 in Stuttgart, at the booth of the Fraunhofer Cleaning Technology Alliance (Hall 5, Booth C31).

Test reports and studies on the cleanliness of European motorway rest areas, hotel beds, and outdoor pools increasingly appear in the press, especially during...

Im Focus: Neue Therapien bei Gefäßerkrankungen

Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) vom 12. bis 15. September in Münster stellten Gefäßspezialisten aus ganz Deutschland die neuesten Therapien bei Gefäßerkrankungen vor. Vor allem in den Bereichen periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) und venöse Verschlusskrankheiten wie die Tiefe Venenthrombose (TVT) gibt gute Neuigkeiten für die Patienten. Viele der 720 Gefäßspezialisten, die an der Jahrestagung teilnahmen, stellten neueste Studienergebnisse vor.

Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Gefäßerkrankungen, allein rund fünf Millionen unter der „Schaufensterkrankheit“, medizinisch periphere...

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Hygiene im Handumdrehen – mit neuem Netzwerk „CleanHand“

25.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Robotik für den Menschen

25.09.2018 | Informationstechnologie

Synthetische Kraftstoffe: 3D-Druck soll Effizienz steigern und Kosten senken

25.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics