Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Cyber-Security: Hochschule Darmstadt erhält BMBF-Förderung für neue Konzepte in der IT-Weiterbildung

06.10.2011
Die Cyber-Kriminalität steigt, hochqualifizierte IT-Sicherheitsexperten werden händeringend gesucht. Um die Entwicklung innovativer Aus- und Weiterbildungskonzepte im Bereich der digitalen Sicherheit voranzutreiben, ist das Open Competence Center for Cyber Security (Open C3S) vorgesehen, an dessen Aufbau auch die Hochschule Darmstadt (h_da) beteiligt ist.

Das Großprojekt wurde jetzt im Rahmen des Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) prämiert und erhält in den kommenden dreieinhalb Jahren eine Gesamtförderung von fünf Millionen Euro. Der Hochschule Darmstadt stehen 650.000 Euro für die ihr zugeteilten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Verfügung.

Projektleiter von Seiten der h_da ist Prof. Harald Baier vom Fachbereich Informatik, zugleich Direktoriumsmitglied im Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED). Die von ihm geleitete CASED-Gruppe der Hochschule Darmstadt ist in das Open C3S-Projekt involviert und beteiligt sich an drei von insgesamt sechs Teilprojekten: der Entwicklung eines Fern-Bachelor-Studiengangs „IT-Sicherheit“, eines Fern-Master-Studiengangs „eFraud“ (u.a. Module Computerforensik, Sicherheitsprotokolle) sowie zur fachspezifischen Konzeption von Vorbereitungskursen auf ein IT-Hochschulstudium.

Insgesamt sind der Open C3S-Verbundgruppe acht Hochschulen angeschlossen, die jeweils unterschiedliche Projektbausteine bearbeiten. Neben der h_da sind es die Hochschule Albstadt-Sigmaringen als Projektkoordinator, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die Eberhard Karls-Universität Tübingen, die Ruhr-Universität Bochum, die Freie Universität Berlin, die Hochschule Offenburg sowie die Technische Universität Darmstadt.

„Ziel der Verbundpartner ist es, Forschungswissen aus wichtigen IT-Bereichen möglichst schnell in die Praxis zu übertragen und eine Weiterbildungsplattform zu installieren, über die passende Studienprogramme angeboten werden“, erläutert Harald Baier. Zielgruppe sind insbesondere Berufstätige, die die formalen Voraussetzungen für ein Studium nicht erfüllen oder etwa wegen familiärer Pflichten erschwerte Voraussetzungen zur Aufnahme eines Studiums haben. „Das Konzept verfolgt das angelsächsische Modell einer offenen Hochschule, die keine starren Aufnahmekriterien hat“, sagt Harald Baier. „Möglichst viele Menschen mit beruflichen Vorkenntnissen sollen erreicht werden.“

Insgesamt 167 Projekte hatten sich beim BMBF im Rahmen des Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ um eine Förderung beworben. „Open C3S“ ist eines von 26 ausgewählten Projekten. Nach dem Ende des Förderzeitraums 2015 ist eine Anschlussförderung von weiteren zweieinhalb Jahren vorgesehen, in denen die Konzepte dann umgesetzt werden können. Hierfür wird es 2014 eine erneute Wettbewerbsrunde geben.

Fachlicher Ansprechpartner für die Medien
Hochschule Darmstadt
Fachbereich Informatik
Birkenweg 7 D-64295 Darmstadt
Prof. Dr. Harald Baier
Tel +49.6151-16-8421
harald.baier@h-da.de

Michaela Kawall | idw
Weitere Informationen:
http://www.h-da.de

Weitere Berichte zu: BMBF BMBF-Förderung C3S Cyber-Security IT-Weiterbildung Security Forum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics