Mehr Biogasertrag aus Biomasse – Ultrawaves-Ultraschallreaktor erobert Weltmarkt

Ob Klärschlamm, Maishäcksel oder Grasschnitt – im firmeneigenen Labor werden diese Proben auf ihre spezifische Konsistenz geprüft und im Testlauf mit einem von Ultrawaves patentierten Verfahren behandelt, das bereits rund um den Globus erfolgreich in Kläranlagen und Biogasanlagen angewendet wird.

Mit dem Ultraschallreaktor gelingt es, bei Biomasse, die vergoren wird, die Energieausbeute erheblich zu steigern. „Durch den Einsatz von hochfrequentem Ultraschall werden die Biomassezellen für den biologischen Abbauprozess besser verfügbar gemacht, wodurch bis zu 30 Prozent mehr Biogas entsteht,“ sagt Ultrawaves-Gründer und Geschäftsführer Dr. Klaus Nickel.

Das Hamburger Unternehmen, das 2001 als Ausgründung der TU Hamburg entstand, hat es mit seiner patentierten Ultraschall-Umwelttechnologie in kurzer Zeit zum Weltmarktführer gebracht. Für seinen Ultraschall-Reaktor wurde die Ultrawaves GmbH 2006 mit dem Innovationspreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie ausgezeichnet und 2007 mit dem Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg. Dort, in der Nähe von Karlsruhe, liegt auch der Sitz der Herstellerfirma des Ultraschall-Reaktors „Sonotronic“.

Interessierte Journalisten sind eingeladen am Dienstag den 11. Oktober 2011 an einer Einführung in die Ultrawaves-Technologie und einer Besichtigungstour zur Kläranlage Ahrensburg teilzunehmen. Treffpunkt; 9:30 Uhr im Büro Ultrawaves, Raum 1.17. im 1. Stock des Gebäude des Northern Instituts of Technology auf dem Campus der Technischen Universität Hamburg-Harburg. (Kasernenstraße 12).

Biogas spielt bei der Suche nach neuen regenativen Formen der Energiegewinnung eine wesentliche Rolle und Energie aus Biomasse zu gewinnen ist mittlerweile auch von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Während in Deutschland der Ultraschall-Reaktor in landwirtschaftlichen Biogasanlagen zum Einsatz kommt, stehen auf dem internationalen Markt die Kläranlagen im Fokus. „Heute geht es darum, dass eine Kläranlage nicht mehr nur eine Entsorgungsstätte für Abwasser ist, sondern mindestens soviel Energie erzeugt, wie sie verbraucht, vielleicht sogar mehr. Dafür sorgt unsere Technologie“, sagt Nickel. Weltweit sind 55 Kläranlagen in 20 Ländern damit ausgerüstet, zuletzt in Taiwan.

Internationale Trainingssession in Hamburg
Regelmäßig kommen Vertreter der neuen internationalen Vertriebspartner nach Hamburg, um sich in einer Trainingswoche mit der Technologie vertraut zu machen. Vom 10. bis 14 Oktober 2011 wird eine Delegation von Technikern und Ingenieuren aus Indien, Taiwan, Italien und Großbritannien erwartet. Neben Fachvorträgen und der Besichtigung des Unternehmens steht ein Besuch des Instituts für Abwasserwirtschaft an der TUHH, ein Besuch bei der Herstellerfirma des Ultraschall-Reaktors, „Sonotronic“, in Karlsbad-Ittersbach sowie die Besichtigung mehrerer mit Ultraschalltechnik laufender Klär- und Biogasanlagen auf dem Programm. Die Gäste erhalten die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit den Betreibern direkt vor Ort und können den Ultraschall-Reaktor in Betrieb sehen.

Erfolgreiche Ausgründung der TUHH

Der Reaktor selbst ist überraschend klein und kompakt, kaum koffergroß. „Die Entwicklung war echte Pionierarbeit, darin stecken fast 20 Jahre Forschung und Erfahrung von der TUHH“, sagt Nickel, der an der TU Hamburg Verfahrenstechnik studierte und im Bauwesen promovierte. Sowohl Mitgründer Professor Dr.-Ing. Uwe Neis als auch Dr. Klaus Nickel kommen ursprünglich aus der Abwasserwirtschaft und Kläranlagentechnik, haben an der TUHH seit 1996 Grundlagenuntersuchungen zum Ultraschall geleistet und dort ein international geschätztes Zentrum der Hochleistungs-Ultraschalltechnik aufgebaut.

„Das wissenschaftliche Know-how ist heute unser großer Vorteil, dadurch wissen wir sehr genau, was diese Technik bringt“, so Nickel. Im Laborversuch lässt sich bereits anhand einer Probe präzise prognostizieren, wie viel mehr Gas eine bestimmte Biomasse später mit der Ultraschall-Technologie in der Großanlage erbringen wird. Zudem öffne sich der Biogasmarkt derzeit sehr schnell und neue Biomassetypen seien von ihrer Konsistenz her nicht mehr so leicht zu vergären. „Künftig wird unsere Technik also noch mehr benötigt werden, um diese Stoffe aufzuschließen“. Wenn es darum im Hamburger Labor noch ein bisschen häufiger merkwürdig muffelt – ihn freut es.

Autor : Uta Bangert

Für Rückfragen:

ULTRAWAVES GmbH
Wasser & Umwelttechnologien
Dr. Klaus Nickel
Tel.: 040/ 32507203
E-Mail : nickel@ultrawaves
TU Hamburg-Harburg
Pressestelle
Jutta Katharina Werner
Tel. 040 /42878-4321
E-Mail: j.werner@tuhh.de

Media Contact

Jutta Katharina Werner idw

Weitere Informationen:

http://www.ultrawaves.de/

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik

Dieser Fachbereich umfasst die Erzeugung, Übertragung und Umformung von Energie, die Effizienz von Energieerzeugung, Energieumwandlung, Energietransport und letztlich die Energienutzung.

Der innovations-report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Windenergie, Brennstoffzellen, Sonnenenergie, Erdwärme, Erdöl, Gas, Atomtechnik, Alternative Energie, Energieeinsparung, Fusionstechnologie, Wasserstofftechnik und Supraleittechnik.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Lüftung leicht gemacht

Eine einfache Anlage entfernt 90 Prozent potenziell Corona-haltiger Aerosole aus der Raumluft Die Luft in Klassenzimmern und anderen Räumen von infektiösen Aerosolen zu befreien, wird künftig deutlich einfacher. Forschende des…

Krebsforscher trainieren weiße Blutkörperchen für Attacken gegen Tumorzellen

Wissenschaftler am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) und der Hochschulmedizin Dresden konnten gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam erstmals zeigen, dass sich bestimmte weiße Blutkörperchen – so genannte Neutrophile Granulozyten…

CAPTN Future Zukunftscluster reicht Vollantrag ein

Autonomer öffentlicher Nahverkehr könnte in Kiel Realität werden Im Februar dieses Jahres gab das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Finalisten im Wettbewerb um die Innovationsnetzwerke der Zukunft bekannt….

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close