Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stefan Rahmstorf erhält DUH-Medienpreis

11.12.2007
Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) hat Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) mit dem Umwelt-Medienpreis ausgezeichnet. Die Organisation für Natur- und Umweltschutz verlieh dem Ozeanographen und Klimatologen einen Sonderpreis für seine Aufklärungsarbeit zum Klimawandel.

Rahmstorf habe sich ein weltweites Renommee als Forscher erarbeitet und erläutere die menschliche Verantwortung für die globale Erwärmung überzeugend, klar und stets sachlich, hieß es in der Begründung. Sein Einsatz für die korrekte Berichterstattung in den Medien sei vorbildlich. Der Festakt zur Preisverleihung des 12. DUH-Umwelt-Medienpreises fand am 10. Dezember im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung in Berlin statt.

"Wir freuen uns sehr, dass seine sorgfältig recherchierte und gleichzeitig allgemeinverständliche Darstellung der Klimaproblematik mit dem Medienpreis die gebührende Anerkennung findet", sagte Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des PIK. Neben über 50 Publikationen in Fachzeitschriften, 14 davon in den renommierten Wissenschaftsmagazinen "Nature" und "Science", hat Rahmstorf Artikel für Tageszeitungen und populärwissenschaftliche Zeitschriften geschrieben und zwei Bücher veröffentlicht: 2006 erschien "Der Klimawandel", eine gemeinsam mit Hans Joachim Schellnhuber auch für Laien verständlich geschriebene Zusammenfassung der Klimaproblematik. In diesem Jahr veröffentlichte Rahmstorf gemeinsam mit der US-amerikanischen Meeresbiologin Katherine Richardson das Buch "Wie bedroht sind die Ozeane?" über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Meere.

Stefan Rahmstorf ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen der Bundesregierung und der Academia Europaea. Als Leitautor hat er maßgeblich zu dem in diesem Jahr erschienenen vierten Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, Fourth Assessment Report, AR4) beigetragen. In der Mediendiskussion um den Klimawandel tritt Rahmstorf engagiert für sachlich korrekte und wissenschaftlich seriöse Argumente ein. Rahmstorf hat sich stets gleichermaßen gegen Übertreibungen des Klimaproblems wie gegen seine Verharmlosung durch Interessengruppen gewandt.

... mehr zu:
»DUH »Klimawandel »Ozeanographie

Rahmstorf hat Physik in Ulm und Konstanz und Physikalische Ozeanographie an der britischen University of Wales in Bangor studiert. Er promovierte 1990 in Ozeanographie an der Victoria University of Wellington in Neuseeland. Rahmstorf arbeitete als Wissenschaftler am New Zealand Oceanographic Institute, am Institut für Meereskunde in Kiel und seit 1996 am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit ist die Rolle der Meeresströmungen bei Klimaänderungen. 1999 wurde er von der amerikanischen McDonnell-Stiftung mit einem Förderpreis in Höhe von einer Million Dollar ausgezeichnet. Seit 2000 lehrt er als Professor im Fach Physik der Ozeane an der Universität Potsdam. In diesem Jahr wurde er zudem zum Honorary Fellow der University of Wales ernannt.

Die DUH verleiht den Umwelt-Medienpreis seit 1996 jährlich "für herausragende Leistungen bei der journalistischen, schriftstellerischen und sonstigen medialen Auseinandersetzung mit der Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlagen". Die Auszeichnung sei ein Dankeschön an Persönlichkeiten, die die deutsche Medienlandschaft mit Beiträgen zu Natur- und Umweltthemen bereichern. Die DUH ist ein gemeinnütziger und unabhängiger Verband für den Natur- und Umweltschutz.

Uta Pohlmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.pik-potsdam.de/
http://www.pik-potsdam.de/~stefan
http://www.duh.de/

Weitere Berichte zu: DUH Klimawandel Ozeanographie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionenförderung für Elementarteilchenforschung am KIT
17.12.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht GFOS-Innovationsaward 2019: Anmeldung ab sofort möglich
13.12.2018 | GFOS mbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Bakterien ein Antibiotikum ausschalten

Forscher des HZI und HIPS haben entdeckt, dass resistente Bakterien den Wirkstoff Albicidin mithilfe eines massenhaft gebildeten Proteins einfangen und inaktivieren

Gegen die immer häufiger auftauchenden multiresistenten Keime verlieren gängige Antibiotika zunehmend ihre Wirkung. Viele Bakterien haben natürlicherweise...

Im Focus: How bacteria turn off an antibiotic

Researchers from the HZI and the HIPS discovered that resistant bacteria scavenge and inactivate the agent albicidin using a protein, which they produce in large amounts

Many common antibiotics are increasingly losing their effectiveness against multi-resistant pathogens, which are becoming ever more prevalent. Bacteria use...

Im Focus: Wenn sich Atome zu nahe kommen

„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“ - dieses Faust’sche Streben ist durch die Rasterkraftmikroskopie möglich geworden. Bei dieser Mikroskopiemethode wird eine Oberfläche durch mechanisches Abtasten abgebildet. Der Abtastsensor besteht aus einem Federbalken mit einer atomar scharfen Spitze. Der Federbalken wird in eine Schwingung mit konstanter Amplitude versetzt und Frequenzänderungen der Schwingung erlauben es, kleinste Kräfte im Piko-Newtonbereich zu messen. Ein Newton beträgt zum Beispiel die Gewichtskraft einer Tafel Schokolade, und ein Piko-Newton ist ein Millionstel eines Millionstels eines Newtons.

Da die Kräfte nicht direkt gemessen werden können, sondern durch die sogenannte Kraftspektroskopie über den Umweg einer Frequenzverschiebung bestimmt werden,...

Im Focus: Datenspeicherung mit einzelnen Molekülen

Forschende der Universität Basel berichten von einer neuen Methode, bei der sich der Aggregatzustand weniger Atome oder Moleküle innerhalb eines Netzwerks gezielt steuern lässt. Sie basiert auf der spontanen Selbstorganisation von Molekülen zu ausgedehnten Netzwerken mit Poren von etwa einem Nanometer Grösse. Im Wissenschaftsmagazin «small» berichten die Physikerinnen und Physiker von den Untersuchungen, die für die Entwicklung neuer Speichermedien von besonderer Bedeutung sein können.

Weltweit laufen Bestrebungen, Datenspeicher immer weiter zu verkleinern, um so auf kleinstem Raum eine möglichst hohe Speicherkapazität zu erreichen. Bei fast...

Im Focus: Data storage using individual molecules

Researchers from the University of Basel have reported a new method that allows the physical state of just a few atoms or molecules within a network to be controlled. It is based on the spontaneous self-organization of molecules into extensive networks with pores about one nanometer in size. In the journal ‘small’, the physicists reported on their investigations, which could be of particular importance for the development of new storage devices.

Around the world, researchers are attempting to shrink data storage devices to achieve as large a storage capacity in as small a space as possible. In almost...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung 2019 in Essen: LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

14.12.2018 | Veranstaltungen

Pro und Contra in der urologischen Onkologie

14.12.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zu Usability und künstlicher Intelligenz an der Universität Mannheim

13.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ulmer Forscher beobachten Genomaktivierung "live" im Fischembryo

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Notsignal im Zellkern – neuartiger Mechanismus der Zellzykluskontrolle

18.12.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Methode für sichere Brücken

18.12.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics