Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Außergewöhnlicher Erfolg der TU bei der Einwerbung von EU-Geldern

18.10.2006
Die Internationalisierung der Forschung wird heute als ein wesentliches Qualitätsmerkmal einer Universität angesehen. Der Fachbereich Physik der TU kann sich über einen außergewöhnlichen Erfolg freuen.

Im Rahmen des Programms "Marie Curie Research Training Networks" der Europäischen Union wurden zwei von Physik-Professoren der TU (Bergmann und Hillebrands) initiierte und koordinierte Netzwerke mit einem Gesamtvolumen von über 7 Mio€ für eine Laufzeit von 4 Jahren mit Beginn am 1. Oktober 2006 bewilligt. Der Erfolg ist außergewöhnlich, da in einer strengen Auswahl mit zweistufigem Antragsverfahren aus knapp 1000 Anträgen nur 70 Netzwerke mit einem Gesamtvolumen von 220 Mio€ gefördert wurden. An den Fachbereich Physik der TU kommen also etwa 3% der Gelder, die in dieser Antragsrunde europaweit umkämpft und zu verteilen waren.

Von den "Marie Curie Research Networks" wird erwartet, dass sie einen besonderen Beitrag zur "Intergationen des Europäischen Forschungsraumes", wie es in den EU-Richtlinien heißt, leisten. Das geschieht durch enge Zusammenarbeit, Austausch von Ideen bei häufigen gegenseitigen Besuchen, gemeinsamen wissenschaftlichen Publikationen und vor allem durch die Integration von ausländischen Doktoranden in die Arbeit. In den Netzwerkprojekten in Kaiserslautern können also keine deutschen Doktoranden aus Mitteln der EU bezahlt werden.

Das von Prof. Bergmann koordinierte Netzwerk EMALI ("Engineering of Quantum States of Matter and Light") wird mit 4.4 Mio€ gefördert. An diesem Netzwerk sind 13 Forschergruppen aus 10 Ländern beteiligt, darunter solche an sehr renommierten Universitäten und Forschungsinstituten wie Oxford, Universität Wien, ETH Zürich oder das Weizmann-Institut in Israel. Das wissenschaftliche Ziel des Netzwerks ist im Themenbereich Quantenoptik angesiedelt. Die Forschung im Netzwerk zielt auf die Entwicklung von Verfahren zur Beeinflussung der Eigenschaften von Materie durch Kontrolle von deren Quantenzuständen durch Einwirkung von Laserlicht. Methoden, die im Bereich der Atom- und Molekülphysik u.a. in Kaiserslautern entwickelt wurden, sollen auf andere Gebiete übertragen werden. Die Forschung im Netzwerk wird wichtige Beiträge auf dem Wege hin zu einer praktischen Nutzung der Quanteninformations-Verarbeitung leisten, dazu gehören z.B. moderne Verfahren der abhörsicheren Verschlüsselung bei Datenübertragungen.

... mehr zu:
»Forschungsinstitut

Das von Prof. Hillebrands koordinierte Netzwerk SPINSWITCH ("Spin Current Induced Ultrafast Switching") wird mit 2.8 Mio€ gefördert. An diesem Netzwerk sind 15 europäische Gruppen aus 8 Ländern beteiligt, neben sehr renommierten Universitäten und Forschungsinstituten auch die Firmen Siemens und Thales. Die Forscher arbeiten an so genannten Spintronik-Bauelementen, in denen die beiden fundamentalen Eigenschaften von Elektronen, ihre Ladung und ihr Magnetismus, gemeinsam nutzbar gemacht werden. Das Ziel ist, besonders schnelle magnetische Schalter und Hochfrequenzbauelemente für die Telekommunikation zu erforschen. Hierzu werden die in Europa vorhandenen Forschungskompetenzen in diesem Netzwerk gebündelt.

www.uni-kl.de | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-kl.de

Weitere Berichte zu: Forschungsinstitut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Schönheit der organischen Form in 3D
12.07.2018 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

nachricht Infektionen und Krebs: Welche Rolle spielen spezielle weiße Blutkörperchen?
06.07.2018 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Optische Kontrolle von Herzfrequenz oder Insulinsekretion durch lichtschaltbaren Wirkstoff

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umweltressourcen nachhaltig nutzen

17.07.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation

17.07.2018 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics