BMBF fördert Chirurgie-Technik der Zukunft mit 50 Millionen Euro

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Entwicklung neuer Operationsmethoden. Für das neue Förderprogramm „SOMIT – Schonendes Operieren mit innovativer Technik“ stellt das BMBF 50 Millionen Euro bis zum Jahr 2009 zur Verfügung. Forscherinnen und Forscher aus Universitäten und Unternehmen sollen interdisziplinär Konzepte entwickeln, die die klassische Operation immer weiter zurück drängen werden.

Im Operationssaal der Zukunft wird weniger Blut fließen, Operationen können sich noch häufiger in den ambulanten Bereich verlagern. Schon jetzt werden minimalinvasive Verfahren angewendet. Nach der Entfernung einer Gallenblase zum Beispiel „schmückt“ dabei nicht mehr wie bisher eine lange Narbe den Bauch, sondern es sind nur noch drei kleine Punkte sichtbar. Doch das Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft. Zu einem wesentlichen Bestandteil entwickelt sich zunehmend die Informationstechnologie. Sie ist Grundvoraussetzung für die Aufbereitung von Bildern und die Steuerung der verschiedenen Systeme. So können zum Beispiel Experten via Bildschirm bei einer Operation anwesend und tätig sein. Computergestützte Operationssysteme unterdrücken beispielsweise, Zitterbewegungen der Hand. Aus vorhandenen Bilddaten und Online-Messungen können virtuelle Darstellungen des Körpers berechnet und als „Virtual Reality“ zur Planung und Durchführung einer Operation eingesetzt werden.

Neue Operationstechniken helfen also, den Operationsstress für den Patienten bei Eingriffen zu minimieren. Das spart nicht nur Schmerzen, sondern auch Kosten.

Weitere Informationen:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Projektträger des BMBF
Tel.: 0228-3821-210
E-Mail: gesundheitsforschung@dlr.de

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BMBF

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http://www.dlr.de

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