Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

GBF-Arbeitskreis ehrt hervorragende Nachwuchsforscher

24.10.2003


Bislang unerforschte DNA-Regionen und der Einsatz von Immunzellen im Kampf gegen den Krebs: Mit diesen Themen befassen sich die beiden jungen Wissenschaftler, die jetzt mit dem Förderpreis 2003 des Arbeitskreises für Zellbiologie und Biomedizinische Forschung an der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) geehrt werden.



Sandra Götze und Lars Macke werden die Auszeichnung am Donnerstag, 30. Oktober, 15 Uhr, im Forum der GBF entgegennehmen. Der Förderverein versteht seine Preise als unbürokratische Motivationsspritze für Nachwuchswissenschaftler, die erstklassige Leistungen in der Grundlagenforschung erbracht haben.

... mehr zu:
»GBF-Arbeitskreis »Gen »Immunzelle


Von wegen "Müll-DNA"

Nur ein kleiner Teil unserer aus mehr als drei Milliarden Einzelbausteinen bestehenden Erbsubstanz lässt sich zuverlässig einem bestimmten Gen zuordnen. Weit über 90 Prozent der menschlichen DNA besteht aus so genannten nichtkodierenden Abschnitten, deren Funktion wir nicht kennen. Früher nannte man diese vermeintlich sinnlosen Regionen auf unseren Chromosomen "Junk-DNA" - also Müll. Dass sie diese abwertende Bezeichnung keineswegs verdienen, das zeigen neben anderen Erkenntnissen auch die Forschungsarbeiten von Sandra Götze. Bei ihrer Doktorarbeit fand sie heraus, dass die nichtkodierenden DNA-Regionen wichtige Steuerungselemente enthalten, die unter anderem den Ausschlag dafür geben, wann andere Gene an- und abgeschaltet werden. Der Funktion dieser Regionen ist sie im stetigen Erfahrungsaustausch mit Biomathematikern ein gutes Stück nähergekommen.

Körpereigene Waffe gegen den Krebs

Maligne Tumore, also bösartige Krebsgeschwüre, sind die Ursache für ein Viertel aller Todesfälle in den Industrienationen - und viele solche Tumore sind bis heute nicht heilbar. Ein Ansatz, von dem sich Wissenschaftler neue Behandlungsmöglichkeiten erhoffen, ist die so genannte zelluläre Immuntherapie, das Arbeitsfeld von Lars Macke. Das Prinzip: Dem menschlichen Körper werden dendritische Zellen entnommen - das sind spezialisierte Abwehrzellen, die dem Immunsystem zeigen, welche Moleküle es als feindlich betrachten und bekämpfen soll. Die entnommenen Zellen werden genetisch so verändert, dass sie eine Immunantwort gegen Krebszellen auslösen können. Anschließend werden sie dann in den Körper des Patienten zurücktransferiert. Lars Macke hat Immunzellen untersucht, die sich für ein solches Therapieverfahren eignen könnten, und getestet, wie sie sich auf wirkungsvolle Weise verändern lassen, ohne für den Patienten gefährlich zu werden.

Thomas Gazlig | idw
Weitere Informationen:
http://www.gbf.de/presseinformationen

Weitere Berichte zu: GBF-Arbeitskreis Gen Immunzelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Das Stromnetz fit für E-Mobilität machen
21.10.2019 | Universität Passau

nachricht Wie ein infizierter Knochen besser heilt
16.10.2019 | Klinikum der Ruhr-Universität Bochum - Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Freiburger Forschenden gelingt die erste Synthese eines kationischen Tetraederclusters in Lösung

Hauptgruppenatome kommen oft in kleinen Clustern vor, die neutral, negativ oder positiv geladen sein können. Das bekannteste neutrale sogenannte Tetraedercluster ist der weiße Phosphor (P4), aber darüber hinaus sind weitere Tetraeder als Substanz isolierbar. Es handelt sich um Moleküle aus vier Atomen, deren räumliche Anordnung einem Tetraeder aus gleichseitigen Dreiecken entspricht. Bisher waren neben mindestens sechs neutralen Versionen wie As4 oder AsP3 eine Vielzahl von negativ geladenen Tetraedern wie In2Sb22– bekannt, jedoch keine kationischen, also positiv geladenen Varianten.

Ein Team um Prof. Dr. Ingo Krossing vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Freiburg ist es gelungen, diese positiv geladenen...

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Im Focus: Solving the mystery of quantum light in thin layers

A very special kind of light is emitted by tungsten diselenide layers. The reason for this has been unclear. Now an explanation has been found at TU Wien (Vienna)

It is an exotic phenomenon that nobody was able to explain for years: when energy is supplied to a thin layer of the material tungsten diselenide, it begins to...

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitales-Krankenhaus – wo bleibt der Mensch?

21.10.2019 | Veranstaltungen

VR-/AR-Technologien aus der Nische holen

18.10.2019 | Veranstaltungen

Ein Marktplatz zur digitalen Transformation

18.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Digitales-Krankenhaus – wo bleibt der Mensch?

21.10.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Das Stromnetz fit für E-Mobilität machen

21.10.2019 | Förderungen Preise

Kompakt, effizient, robust und zuverlässig: FBH-Entwicklungen für den Weltraum

21.10.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics