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Verleihung des Innovationspreises 2002 Polyurethan an FH Aalen

11.10.2002


Polyurethane sind in unserer Lebenswelt allgegenwärtig


Das Multimediamöbel Form01




Wer mit Polyurethan auf Anhieb nicht viel anzufangen weiß, befindet sich in bester Gesellschaft. Der 1933 von Otto Bayer erfundene Schaumstoff ist ein Kunststoffpolymer, das in seinen Erscheinungsformen neben dem bekannteren Polyvinylchlorid (PVC) die größte Bandbreite der Kunststoffe ausweist.



Von der Schaumstoffmatratze bis zum Stoßfänger reicht das Anwendungsgebiet dieses vielseitigen Kunststoffes mit einem "überragenden Gestaltungspotenzial", wie Albrecht Manderscheid vom Fachverband Schaumkunststoffe - FSK e.V. beteuerte. Dieses Potenzial in die Öffentlichkeit tragen, Polyurethan bekannter machen, hat sich der Fachverband zum Ziel gesetzt. Mit ihrem Innovationspreis sollen alle zwei Jahre über einen Wettbewerb Impulse in die Hochschulen getragen werden, um Polyurethane aus ihrem Schattendasein herauszuholen.

In diesem Jahr fand die Preisverleihung an der Fachhochschule Aalen statt. Der Innovationspreis 2002 ging an Joost Woischnik von der RWTH Aachen für seinen Designentwurf eines Multi-Media-Möbels. Das ergonomisch geformte, zweimal zwei Meter große Möbelstück ist aus verschiedenen Polyurethanen vom Schaum bis zum Lack gefertigt. Es ist in seiner Dimension begehbar und lädt zum Niederlassen ein. In das Stück können audiovisuelle Medien integriert werden, so dass es sich nach Meinung des prämierten Designers besonders für Messeeinsätze eignet. Im Multi-Media-Möbel können Unternehmen ihren Besuchern so bequem Produktneuheiten präsentieren.

Prorektor Prof. Dr. Heinrich Steinhart betonte in seiner Ansprache, dass die Grundlage solcher Erneuerungen, wie sie der FSK mit seinem Innovationspreis auszeichne, eine solide Ausbildung sei. Eine solche leiste die Fachhochschule Aalen, indem sie bedarfsorientiert für die Industrie Nachwuchsingenieure heranziehe. Prof. Dr. Steinhart begrüßte das Engagement des FSK und versprach sich von derlei Aktivitäten eine größere Akzeptanz des Ingenieurs in der Gesellschaft.

Dr. Marc Dressler | idw

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